Nachruf / Obituary Prof. Dr. Josef Settele
Mitten aus dem Leben gerissen – Wir trauern um unseren Kollegen und Freund Josef Settele
Prof. Dr. Josef Settele war Agrarökologe von Beruf, Biodiversitäts- und Insektenforscher aus Leidenschaft, Wissenschaftskommunikator aus Überzeugung und Sorge um die biologische Vielfalt und ein großer Menschenfreund. Am 9. Oktober 2026 ist er im Alter von 65 Jahren plötzlich und unerwartet gestorben. Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt seiner Familie.
Am 9. Oktober 2026 starb plötzlich und unerwartet Josef Settele. Wir verlieren mit ihm einen Kollegen, der wegen seiner beeindruckenden fachlichen Kompetenz und seines beruflichen Engagements bei seinen Kolleginnen und Kollegen im UFZ, in Wissenschaft und Politik auf nationaler und internationaler Bühne, bei Vereinen und Verbänden und Journalistinnen und Journalisten hohes Ansehen genoss.
Josef Settele war ein national und international renommierter Biodiversitätsforscher mit exzellenter Expertise in den Bereichen "Schutz und evolutionäre Biologie von Insekten" sowie "Biodiversität, Klimawandel und Landnutzung". Er leitete das UFZ-Department Naturschutzforschung, war außerplanmäßiger Professor an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, außerordentlicher Professor an der Universität der Philippinen, Ehrenprofessor der Babeș-Bolyai-Universität Cluj-Napoca (Rumänien) und Mitglied des Deutschen Zentrums für Integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) in Leipzig. Seit 2020 war er Mitglied des Sachverständigenrats der Bundesregierung (SRU), seit 2020 Mitglied des Senatsausschusses Wettbewerb der Leibniz-Gemeinschaft, seit 2022 Mitglied der Fokusgruppe Biodiversität – Landnutzung – Klima der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina sowie im Multidisciplinary Expert Panel des Weltbiodiversitätsrats IPBES und seit 2024 Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat Natürlicher Klimaschutz (WBNK) der deutschen Bundesregierung. Seit 2014 zählte Josef Settele im jährlichen Ranking „Highly Cited Researchers“ zu den weltweit einflussreichsten Wissenschaftlern in seinem Fachgebiet. Neben seinen unzähligen wissenschaftlichen Publikationen hat er zahlreiche populärwissenschaftliche Bücher verfasst oder mitverfasst, darunter mehrere Auflagen des Schmetterlingsführers „Die Tagfalter Deutschlands“, „Die Triple Krise“ (2020) und „Keine Zeit für Pessimismus“ (2025).
Seine wissenschaftliche Laufbahn begann Josef Settele an der Universität Hohenheim, wo er 1982-1988 Agrarbiologie studierte und 1992 zu den Auswirkungen der Intensivierung des Reisanbaus auf Arthropoden philippinischer Reisterrassen promovierte. Im Jahr 1993 kam er als Wissenschaftler an das neu gegründete UFZ nach Leipzig, wo er sich 1997 habilitierte und Erfahrungen mit der Co-Koordination großer Verbundprojekte (FIFB, MOSAIK) sammelte.
2002 bekam er mit dem Projekt MACMAN (Maculinea Butterflies of the Habitats Directive and European Red List as Indicators and Tools for Habitat Conservation and Management) die Chance, sein erstes großes EU-Projekt selbst zu leiten. Bereits in diesem Projekt zeigte sich, wie gut es ihm gelang, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus fast 20 Ländern gut unter einen Hut zu bringen. Mit ALARM folgte 2004-2009 das bis dato größte EU-Projekt zur terrestrischen Biodiversitätsforschung mit 67 Partnern aus 35 Ländern, in dessen Fokus potenzielle Risiken für die biologische Vielfalt wie der Klimawandel, der Verlust an Bestäubern, Umweltschadstoffe sowie die Invasion gebietsfremder Tier- und Pflanzenarten standen. Aus diesem Projekt erwuchsen über 1.000 wissenschaftliche Publikationen – davon über 15 in den Fachjournalen Nature und Science. Weitere namhafte Folgeprojekte waren das BMFTR-Projekt LEGATO (2011-2016), in dem untersucht wurde, wie sich traditionelle Kulturlandschaften in Südostasien verändern und das Wissen der Bevölkerung für eine nachhaltige Landnutzung eingesetzt werden kann, oder das Projekt STACCATO (2015-2020), in dem es um nachhaltige Landwirtschaft ging.
Die im Laufe dieser Zeit erworbene breite fachliche Expertise, gepaart mit der Kompetenz in Bezug auf interdisziplinäre Kooperationen und die Koordination von Forschungsprojekten boten ideale Voraussetzungen für seine Mitarbeit in den zwischenstaatlichen Science-Policy-Plattformen Weltklimarat IPCC und Weltbiodiversitätsrat IPBES.
Von 2010 bis 2014 war er im fünften Sachstandsbericht des IPCC als Koordinierender Leitautor für das Kapitel "Terrestrische Ökosysteme und Binnengewässer" verantwortlich. 2014 folgte dann der Einstieg in die Arbeit des Weltbiodiversitätsrats IPBES, wo er viele unterschiedliche Rollen einnahm: als Koordinierender Leitautor im Bestäuber-Assessment (2014-2016), als Leitautor im regionalen Asia-Pacific Assessment (2015-2018), als einer von drei Co-Chairs des Globalen Assessments (2016-2019) und seit 2022 als gewähltes Mitglied des Multidisciplinary Expert Panel.
Dass die biologische Vielfalt für die Menschheit überlebenswichtig ist und dass es eine breite Allianz von Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilbevölkerung braucht, um sie zu erhalten – kaum einer wusste das besser als Josef Settele. Das war der Ursprung für den Start eines der bekanntesten Citizen Science-Projekte in Deutschland im Jahr 2005, das Tagfalter-Monitoring Deutschland. Gleichzeitig widmete er im Laufe seiner Forscherlaufbahn einen zunehmend großen Teil seiner Arbeits- und Freizeit der Kommunikation über seine Forschung, über die Bedeutung der Biodiversität, dem Status der Ökosysteme, den Treibern des Verlustes an Biodiversität, was getan werden muss, um die Ökosysteme langfristig zu sichern und wie jeder Einzelne nachhaltiger leben kann.
Das zeigt sich in unzähligen Beiträgen in Radio, Print und TV, aber auch in seinen Aktivitäten an der Schnittstelle zu Politik und anderen Stakeholdern. So stellte er sich mit großer Offenheit den Fragen von Abgeordneten verschiedenster Ausschüsse und Parteien auf Landes-, Bundes- und europäischer Ebene oder suchte das Gespräch mit Personengruppen, die kontroverse politische oder wirtschaftliche Ziele verfolgen und Meinungen vertreten.
Wir verlieren mit Josef Settele auch Sepp – der von vielen Menschen wegen seiner offenen, freundlichen und zugewandten Art geschätzt wurde –, der trotz seiner wissenschaftlichen Erfolge nie die Bodenhaftung verlor und immer authentisch geblieben ist. Persönliche Kontakte zu pflegen und Projekte, Ideen und Pläne direkt von Angesicht zu Angesicht zu besprechen – gern bei einer Zigarette oder einem Kaffee – das hat ihn nicht nur als Mensch nahbar gemacht, das war sein Geheimrezept und ein wichtiger Schlüssel seines Erfolges.
Sein Tod hinterlässt eine unersetzliche Lücke. Doch Josef Settele hat Spuren hinterlassen und ein Vermächtnis, sich weiter für das stark zu machen, wofür er sich so unermüdlich eingesetzt hat.
Unsere Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei seiner Familie und allen Menschen, die ihm persönlich nahestanden. Ihnen gilt unser tief empfundenes Mitgefühl. Wir wünschen ihnen in dieser schweren Zeit viel Kraft, Trost und Menschen an ihrer Seite, die ihnen Halt geben.
Prof. Katrin Böhning-Gaese I Wissenschaftliche Geschäftsführerin UFZ
Dr. Sabine Matthiä I Administrative Geschäftsführerin UFZ
Prof. Ingolf Kühn I Leiter UFZ-Themenbereich Ökosysteme der Zukunft
Torn from Life Too Soon – We Mourn the Loss of Our Colleague and Friend Josef Settele
Prof Dr Josef Settele was an agroecologist by profession, a biodiversity and insect researcher by passion, a science communicator driven by his conviction and concern for biodiversity, and a great humanitarian. On 9 October, 2026, he passed away suddenly and unexpectedly at the age of 65. Our deepest sympathies go out to his family.
On October 9, 2026, Josef Settele passed away suddenly and unexpectedly. With his passing, we have lost a colleague who was highly regarded by his colleagues at the UFZ, in the scientific and political communities at both the national and international levels, among associations and organizations, and by journalists for his impressive professional expertise and dedication to his work.
Josef Settele was a nationally and internationally renowned biodiversity researcher with outstanding expertise in the fields of “conservation and evolutionary biology of insects” as well as “biodiversity, climate change, and land use.” He headed the UFZ Department of Conservation Biology, was an adjunct professor at Martin Luther University Halle-Wittenberg, an associate professor at the University of the Philippines, an honorary professor at Babeș-Bolyai University in Cluj-Napoca (Romania), and a member of the German Center for Integrative Biodiversity Research Halle-Jena-Leipzig – iDiv. Since 2020, he has been a member of the German Advisory Council on the Environment (SRU); since 2020, a member of the Leibniz Association’s Senate Committee on Competition; since 2022, a member of the Focus Group on Biodiversity – Land Use – Climate of the German National Academy of Sciences Leopoldina, as well as a member of the Multidisciplinary Expert Panel of the Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES), and, since 2024, a member of the Scientific Advisory Board on Natural Climate Protection (WBNK) of the German Federal Government. Since 2014, Josef Settele has been ranked among the world’s most influential scientists in his field in the annual “Highly Cited Researchers” ranking. In addition to his countless scientific publications, he has authored or co-authored numerous popular science books, including several editions of the butterfly guide “Die Tagfalter Deutschlands“ (The Butterflies of Germany), “Die Triple Krise“ (The Triple Crisis, 2020), and “Keine Zeit für Pessimismus“ (No Time for Pessimism, 2025).
Josef Settele started his scientific career at the University of Hohenheim, where he studied agricultural biology from 1982 to 1988 and earned his doctorate in 1992 with a dissertation on the effects of intensified rice cultivation on arthropods in Philippine rice terraces. In 1993, he joined the newly founded UFZ in Leipzig as a researcher, where he completed his habilitation in 1997 and gained experience co-coordinating large collaborative projects (FIFB, MOSAIK).
In 2002, the MACMAN project (Maculinea Butterflies of the Habitats Directive and European Red List as Indicators and Tools for Habitat Conservation and Management) provided him the opportunity to lead his first major EU project on his own. Already in this project, it became clear how he was able to effectively bring together scientists from nearly 20 countries. This was followed in 2004–2009 by ALARM, the largest EU project on terrestrial biodiversity research to date, involving 67 partners from 35 countries. The project focused on potential risks to biodiversity, such as climate change, the loss of pollinators, environmental pollutants, and the invasion of non-native animal and plant species. This project resulted in over 1,000 scientific publications – including more than 15 in the journals NATURE and SCIENCE. Other notable follow-up projects included the Federal Ministry of Research, Technology and Space (BMFTR) project LEGATO (2011–2016), which investigated how traditional cultural landscapes in Southeast Asia are changing and how local knowledge can be harnessed for sustainable land use, and the STACCATO project (2015–2020), which focused on sustainable agriculture.
The broad scientific expertise he acquired over the years, combined with his skills in interdisciplinary collaboration and the coordination of research projects, provided the ideal foundation for his involvement in the intergovernmental science-policy platforms – the Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) and the Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES).
From 2010 to 2014, he served as Coordinating Lead Author for the chapter “Terrestrial Ecosystems and Inland Waters” in the IPCC’s Fifth Assessment Report. In 2014, he began his work with the Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES), where he held many different roles: as Coordinating Lead Author for the Pollinator Assessment (2014–2016), as Lead Author for the regional Asia-Pacific Assessment (2015–2018), as one of three Co-Chairs of the Global Assessment (2016–2019), and, since 2022, as an elected member of the Multidisciplinary Expert Panel.
That biodiversity is vital to humanity’s survival and that a broad alliance of science, politics, business, and civil society is needed to preserve it – hardly anyone knew this better than Josef Settele. In 2005 this was the impetus for the launch of one of Germany’s best-known citizen science projects, the German Butterfly Monitoring Scheme. At the same time, throughout his research career, he devoted an increasingly large portion of his work and free time to communicating about his research, the importance of biodiversity, the status of ecosystems, the drivers of biodiversity loss, action to safeguard ecosystems in the long term, and how each individual can live more sustainably.This is evident in countless contributions on radio, in print, and on TV, as well as in his activities at the intersection of politics and other stakeholders. For example, he answered questions with great openness from members of various committees and political parties at the state, federal, and European levels, and sought dialogue with groups pursuing controversial political or economic goals and holding differing views.
With Josef Settele’s passing, we also lose Sepp – who was cherished by many for his open, friendly, and approachable nature – a man who, despite his scientific achievements, never lost touch with reality and always remained authentic. Cultivating personal relationships and discussing projects, ideas, and plans face-to-face – often over a cigarette or a cup of coffee – not only made him approachable as a person; it was his secret recipe and a key to his success.
His death leaves an irreplaceable gap. Yet Josef Settele has left his mark and a legacy to continue championing the cause for which he worked so tirelessly.Our thoughts are with his family and all those who were close to him personally during these difficult hours. Our deepest sympathies go out to them. We wish them much strength, consolation, and the support of loved ones during this difficult time.
Prof Katrin Böhning-Gaese I Scientific Director UFZ
Dr Sabine Matthiä I Administrative Director UFZ
Prof Ingolf Kühn I Head of UFZ Research Unit Ecosystems of the Future
Kondolenzbuch / Book of Condolences
Hier haben Sie die Möglichkeit, sich in ein Kondolenzbuch einzutragen. Ihre Kondolenz wird mit dem von Ihnen eingetragenen Namen – in der Regel innerhalb von ein bis zwei Werktagen – auf dieser Seite veröffentlicht.
Here you have the opportunity to sign the book of condolences. Your message of condolence will be published on this page along with the name you provided – usually within one to two business days.
Lieber Sepp, es ist für mich unbegreiflich und traurig, dass du so plötzlich von der Welt gehen musstest. Du warst für mich immer ein hervorragender Mitarbeiter und Zuhörer in allen Fragen am Departement Naturschutzforschung. Mein herzlichstes Beileid gilt ganz besonders der Familie.
Marlies Uhlig (ehem. UFZ)
Die Nachricht macht mich sehr betroffen. Josef Settele war Mitte der 90er mein erster UFZ-Kontakt. Ich habe ihn kennengelernt, als ich als Hiwi im Sommer mit dem damaligen Doktoranden Wolfgang Seufert die Berghexe auf den Porphyrkuppen um Halle untersucht habe. Die Wege haben sich danach getrennt, aber der Sommer war sehr einprägsam und bleibt unvergesslich.
Till Luckenbach (UFZ)
Gerade noch, gerade drei Wochen her, da habe ich dich bei der Weidetagung in Kirchberg anmoderiert und hab, dir zu Ehren, ein Schmetterlings-T-Shirt getragen. Du hast die Keynote gehalten und warst wie immer: so freundlich, so uneitel und so zuversichtlich trotz all der traurigen Befunde aus deiner Forschung, so überzeugt, dass es sich lohnt weiterzumachen mit Naturschutz und Forschung und Politikberatung. Und am nächsten Tag bist du gleich weiter, zur nächsten Konferenz. Ach hätte ich geahnt, dass wir uns nicht mehr sehen! Wer kartiert jetzt deine Falter weiter? Farewell!
Tanja Busse (Moderatorin und Autorin)
I am deeply saddened by the passing of Sepp. I met him during my PhD, through the ALARM project. For a young economist among ecologists, his trust and kindness made all the difference. Our paths crossed many times since, in European projects and at IPBES. Each time I found the same Sepp: accessible, empathetic and always friendly, a great scientist who never lost his warmth or his simplicity. My heartfelt condolences to his family, friends and colleagues at the UFZ. Thank you, Sepp. You will be greatly missed.
Nicola Gallai (ENSFEA, Toulouse, France)
Die Nachricht vom Tod von Prof. Dr. Josef Settele erfüllt uns im Phyllodrom e. V., mit tiefer Trauer. Wir verlieren mit ihm nicht nur ein geschätztes Mitglied unseres Vereins, sondern einen großherzigen Mentor und Wegbegleiter. Trotz seiner unzähligen internationalen Verpflichtungen und der ständigen Zeitnot, die seine bedeutende Arbeit mit sich brachte, hat er eines nie verloren: den Blick für die Basis. Für uns als ehrenamtlich arbeitenden Verein hatte er immer ein offenes Ohr. Er war stets ansprechbar, hörte zu und begegnete unserer Arbeit mit echtem Interesse und Wertschätzung. Unvergessen bleibt auch sein wissenschaftlicher Beitrag für unseren Verein, den er unter anderem mit seiner Publikation im Phyllodrom-Journal hinterlassen hat. Er hat uns gezeigt, dass wahre Größe in der Wissenschaft auch darin liegt, nahbar zu bleiben und die Begeisterung für den Schutz unserer Natur zu teilen. Wir werden Josef Settele ein ehrendes Andenken bewahren. Sein Geist und sein Engagement wirken in unserer Vereinsarbeit weiter. Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie und allen Angehörigen.
Bettina Grallert (Phyllodrom, Museum und Institut für Regenwaldökologie e.V. (Regenwaldmuseum Leipzig))
My dear Sepp, it's hard to believe it. On Friday you wrote "regards from Bangkok", and on Monday I heard the dreadful news. Having known you for good 25 years, the head is full of so many thoughts and memories when I think of you or see your picture. Your presence was probably one of your greatest skills: be there, even when you're not. At any meeting or conference, one would always know that if one looks for you, or needs to speak to you, you'd be standing outside smoking a cigarette, being available to speak to whoever needs it. Relaxed, full of positive energies even when stressed and even when things are not so positive. This is how you managed people, projects and many situations. You have inspired and supported uncountable number of people and projects, helping people navigate through difficult time, into success. You'll continue being there. Thank you.
Guy Pe´er (UFZ / iDiv)
Lieber Sepp, liebe Familie - wie so viele andere finde ich es schwer, diese traurige Nachricht zu verinnerlichen und die Konsequenzen zu verstehen. Du wirst auch mir fehlen, ganz persönlich, aber die Erinnerungen an IPCC-, ALARM- und andere Meetings auf verschiedenen Kontinenten werden bleiben. Bewundert habe ich insbesondere Deine - wie soll ich es nennen - "Bodenständigkeit"? Du hast uns den Eindruck vermittelt, dass die Situation sehr sehr ernst ist, aber Du hast niemals Panik ausgestrahlt. Und das, obwohl ich mir sicher bin, dass die eiskalte und herzlose Gaslobby-Politik der aktuellen Bundesregierung Dich mindestens so sehr zur Verzweiflung gebracht hat wie mich und wahrscheinlich die Mehrzahl unter uns Trauernden hier. Deine Stimme wird fehlen. Ganz herzliche Grüsse an Deine Familie.
Wolfgang Cramer (CNRS, Frankreich)
Habe Professor Josef Settele gerade eben in „Nano“ auf 3 SAT kennengelernt und erfahren, dass ein so großartiger Menschen- und Schmetterlingfreund, ein Mensch, der uns die Bedeutung von Biodiversität und Schutz der Natur glaubhaft nahebringt, dass so ein Mitstreiter für ein besseres Miteinander und Füreinander von uns gegangen ist. Obwohl ich Professor Josef Settele nur knapp 15 Minuten kennengelernt habe, war ich sofort mit ihm verbunden und bin tief betrübt, dass er so plötzlich und voll Tatendrang aus dem Leben gerissen wurde. Ich fühle mich mit ihm über seinen plötzlichen Tod hinaus verbunden und verbunden mit allen, die um ihn trauern.
Ilse Schönherr (Ärztezentrum Grossenzersdorf, Österreich)
Heute Herrn Setteles Film gesehen, seine Forschungsreise nach Armenien .. wunderbar, Forschung und Umwelt wird ihn sehr vermissen.
Holger Siegmund (MOVE effiziente Energiesysteme)
Ich habe die schier unglaubliche Nachricht im Internet erfahren. Mein Beileid speziell der Familie. Seid stark. So wie Sepp immer stark war. Ich habe Sepp zuerst zur Tagung des Westdeutschen Entomologentages in Düsseldorf getroffen und erlebt und es war sofort ein tolles kollegiales, freundschaftliches Zusammensein. Ich erinnere mich noch wie wir zu einer Tagung Tropenökologie in Bremen fuhren und Sepp lautstark White Snake hörte und wir aber trotzdem über Schmetterlingsschutz redeten oder als wir von einer Tagung irgendwo in der Rhön, über Kranichfeld fuhren, meiner Heimatstadt und er beim Kaffee allen Schokoladenkuchen von uns gegessen hatte, ohne dass wir ein Stück davon abbekamen. Erst am Ende hatte er es mitbekommen und wir alle mussten sehr lange darüber lachen. Mit Sepp verlieren wir einen vehementen Verfechter des Tagfalterschutzes im Speziellen, aber noch viel, viel mehr. Sein Einsatz für Biodiversität, Klimaschutz und Nachhaltigkeit ist kaum zu beschreiben.
Ein sehr, sehr großer Verlust für die Entomologie und für uns alle, die gut mit ihm befreundet waren.
Ulf Buchsbaum (Kranichfeld/Thüringen und Zoologische Staatssammlung München (ZSM))
Prof. Settele kam einen Tag vor seinem Tod zu mir, um mit mir zu sprechen. Ich bin IPBES-Stipendiat, das heißt, ich bin neu in der Plattform und wusste vor dieser Begegnung nicht viel über ihn. Der Grund für seinen Besuch war, mir zu einer Initiative zu gratulieren, die ich vorantreibe, und mir mitzuteilen, dass er gerne daran teilnehmen würde. Dann unterhielten wir uns kurz auf Deutsch, und er zeigte, wie geduldig er als Mensch ist – am bewegendsten war jedoch zu erfahren, wie viele Leben er verändert hat, indem er Autoren aus Entwicklungsländern die Teilnahme ermöglichte. IPBES ist für mich ein lebensverändernder Moment, und er hat den Menschen die Möglichkeit gegeben, Teil von IPBES zu sein. Ich empfand es als Privileg und Ehre, dass ich mich mit ihm unterhalten durfte – wenn auch nur für 10 Minuten. Es ist nun schon mehr als zwei Wochen her, und ich möchte seiner Familie einfach mitteilen, dass ich immer noch an all die Sätze aus diesem 10-minütigen Gespräch mit ihm denke und sie in Gedanken noch einmal durchspiele. Ich möchte seiner Familie sagen, dass er ein großartiger Mensch war und dass er eine Lücke hinterlassen wird, jetzt, da er nicht mehr da ist.
Diego Portugal Del Pino (University of Bonn & IPBES fellow)
Lieber Sepp, manchmal bleibt die Zeit kurz stehen um uns zu erinnern. In den Garten vor Eurer Terrasse hatte Deine Mutter einen Strauch gepflanzt, der jedes Jahr von zahlreichen Schmetterlingen umschwärmt wurde ... als wir als Teenager an Bachläufen entlang durch die Wiesen und Wälder rund um Kohlhunden streiften um Aurorafalter, Landkärtchen und andere schöne Schmetterlinge für Deine Sammlung zu finden, war das ein bisschen Abenteuer ... als Du in der achten Klasse eine lepidopterologische Fachzeitschrift abonniertest und plötzlich große exotische Schmetterlinge in Deinem Schaukasten zu bestaunen waren ... sensationell ... als Zivi hast Du lange nach einer passenden Stelle gesucht ... 'Bachaue Schaichtal' hieß das Buch an dem Du mitgearbeitet hast ... Du konntest in einem erfolgreichen Projekt Menschen kennenlernen, die es verstanden Naturschutz im Interesse der Allgemeinheit durchzusetzen ... dann das Studium ... auf dem Rückweg von der Frankfurter Buchmesse hast Du glücklich sehr schwer getragen ... schnell war klar Du promovierst ... auf den Philippinen im Reisfeld ... und dann diese Wissenschaftskarriere ... ab irgendeinem Zeitpunkt mähten Schüler und Mitarbeiter unserer Schule einmal im Jahr für den Erhalt des Wiesenknopfameisenbläuling in der Königsbrunner Heide im Herbst das Gras ... beim Tagfalter-Monitoring sagtest Du mir voraus, dass ich auf einem Transsekt zwischen intensiv bewirtschafteten Wiesen und Feldern im Unterallgäu nicht viel finden werde ... in all den Jahren waren es wirklich nur drei: ein Zitronenfalter, ein Weißling und ein Distelfalter ... damit ist klar wo wir heute stehen ... als Vertreter eines kritischen Realismus konnte ich Deinen Optimismus leider nicht teilen ... aber ohne Hoffnung geht nichts Positives voran ... also hoffe ich, dass Dir ebenso fähige, begeisterte, humorvolle und herzenswarme Menschen in ihrem Dienst an der Bewahrung unserer natürlichen Lebensgrundlagen, in der Wissenschaft und in der Politikberatung nachfolgen werden ... Du hast Deinen Anteil jedenfalls herausragend beigetragen und ich kann Dir für all das Gute, das ich mit Dir erleben durfte nur Danke sagen. Deiner Familie und allen Angehörigen meine aufrichtige Anteilnahme und ein bisschen Hoffnung, dass mit dem irdischen Leben nicht alles aus ist ... schließlich habe ich die traurige Nachricht von Deinem Tod am Tag meines ersten Besuchs in Fatima erfahren. Und diesem Ort war Deine Mutter sehr verbunden.
Thomas Bose (privat)
What a sad news indeed to learn about Prof. Josef Settele’s passing. We worked together in the LEGATO project and he visited our university (Visayas State University) in Visca, Baybay, Leyte, Philippines several times. It was a delight to have worked with Josef for his intellectual leadership. He will be missed. Condolences to his family.
Monina Escalada (Visayas State University, Leyte, Philippines)
Sepp war für uns guter Freund und außergewöhnlicher Kollege. Wir werden ihn nicht vergessen.
Susanne und Reinart (UFZ)
It is really a very very sad news. Last year, Josef was invited to visit us and had an excellent pressentation about biodiversity conservation progress, in Zhejiang province, China. When he lead the LEGATO project, we collaborated very well, even in 2016 Intl Congress of Entomology in Orlando, Florida, USA, I presented the project's general results requesst by Josef in a section. Prof. Dr. Josef Settele accepted our invitation, to be one of the international members of the newly established journal Crop Health, and contributed significantly. We miss Josef in deep. Please accept my condolences (节哀顺变).
Zeng-Rong Zhu (Institute of Insect Sciences, Zhejiang University)
Deepest condolences to wife and daugther. Sepp was a great friend. We worked together in LEGATO and ALARN projects. Late last year to accepted my invitation to speak in a Conference in Jim Hua China. His talk on ecosystems services was highly appreciated by Chinese ecologists. Sepp's sudden demise is so shocking and we lost a great scientist. We met in the Philippines in the 1990s when he was doing his PhD in Banaue.
K.L. Heong (Zhejiang University Hangzhou China)
Ich habe eben über das UFZ erfahren, dass Josef von uns gegangen ist. Leider habe ich ihn nicht persönlich kennen lernen dürfen, aber sein Wirken hat mich immer inspiriert. Die Welt verliert einen Kämpfer für den Natur- und Umweltschutz. Mein Beileid gilt seinen Angehörigen.
Roland Kraus (privat)
Lieber Sepp, wir haben uns 1972 im Gymnasium kennengelernt. Deine Schmetterlingssammlungen waren damals schon was Besonderes, Du als Mensch ebenso. Mein Beileid gilt deiner Familie. R.I.P.
Eckart Eiberle (Mitschüler)
Ich und andere KollegInnen haben Josef Settele über viele Jahre immer wieder als empathischen wie hochkompetenten Interview- und Diskussionspartner in Sachen Biodiversität erleben dürfen. Sein Tod ist neben dem persönlichen Verlust auch ein herber Verlust für den Umweltjournalismus. Mein Beileid gilt allen Angehörigen und Freunden.
Axel Weiß (Red. Umwelt und Klima, Südwestrundfunk)
Unfassbar - und dennoch unumkehrbar … Die Ökologie der Insekten - insbesondere der Schmetterlinge - ist eine gemeinsame Leidenschaft. Josef Settele, Du warst und bleibst mein großes Vorbild. Danke! Ruhe in Frieden …
Manfred Rauh (LPV Lichtenfels)
Josef Settele war für uns ein wichtiger Weggefährte und Wegzeigender. Sepp war immer ein warmherziger, zuvorkommender Kollege. Auf ihn war Verlass. Trotz seines hohen Engagements in nationalen und internationalen Gremien war er stets für uns ansprechbar und präsent. Weil wir Sepp als außergewöhnlichen Menschen kennengelernt haben, können wir vielleicht erahnen, wie schmerzlich der Verlust für seine Familie sein muss. Der Würdigung von Sepps großen Leistungen zum Schutz der Biologischen Vielfalt und beim Aufzeigen globaler Zusammenhänge möchten wir zwei persönliche Gedanken hinzufügen, die aus seiner Mitarbeit im Kuratorium des Naturschutzbund Deutschland resultieren: Sepp hat sich trotz seiner hohen Fachkompetenz und internationalen Anerkennung nie in den Vordergrund gestellt und sein Wissen nie höher bewertet als die Kenntnisse anderer. Seine Gelassenheit und sein Humor werden für uns unvergessen bleiben. Sein Tod kommt völlig überraschend. Wir erhielten die traurige Nachricht, als wir Termine für unsere nächsten Treffen abgestimmt hatten. Wir hätten sehr gerne weiter mit Sepp zusammengearbeitet und sind froh über die Jahre, in denen wir diese Gelegenheiten hatten.
Peter Mucke (Kuratorium des Naturschutz Deutschland / Vorsitzender)
Ich kann es noch kaum glauben, dass Sepp von uns gegangen ist. Ein Besuch bei ihm im nächsten Jahr war schon fest geplant. Mit ihm verliert der nationale und internationale Naturschutz einen seiner größten Fürsprecher und Inspiratoren, und wir alle verlieren einen unglaublich sympathischen, liebenswerten und zugewandten Menschen. Es ist nun an uns, sein Andenken zu ehren, indem wir nicht müde werden, für unsere gemeinsamen Überzeugungen weiter zu kämpfen, in Beruf und Ehrenamt. Lieber Sepp, danke für alles, was du für den Erhalt der Biodiversität getan hast und vor allem Danke für deine menschliche Wärme.
Markus Monzel (TH Bingen)
Wir haben Sepp Settele als großen Wissenschaftler geschätzt, sein umfassendes Wissen zur weltweiten Biodiversität bewundert und ihn als ganz liebenswerten Menschen hochgeachtet. Es ist ein Verlust für uns alle. Wir sind tief bestürzt. Seiner Frau und seiner Familie wünschen wir viel Kraft, den Schicksalsschlag zu verarbeiten.
Klaus Mandery (Institut für Biodiversitätsinformation e.V. (IfBI), Ebern)
Lieber Sepp, als ich die Nachricht von Deinem Tod erhielt, konnte ich es nicht fassen und kann es im Grunde immer noch nicht; denn Du wirktest in Deinem Elan für die Biodiversitätsforschung, für die Politikvermittlung der Forschungsergebnisse, für die Beratung der Politik und für die Sache des Naturschutzes stehts frisch, unverbraucht und unverzagt. Deine ruhige, unaufgeregte und ausgeglichene Art schien mir immer ein Garant dafür, dass Du dein wissenschaftliches und politisches Wirken bis ins hohe Alter mit Freude fortsetzen kannst, und nun bist Du viel zu früh gegangen und fehlst. Die Biodiversitätsforschung verliert ein Schwergewicht, die Umweltkommunikation und die Politikberatung eine Galionsfigur, die als "Mann mit der Weste" unverwechselbar war, und wir alle verlieren einen lieben Menschen, der trotz aller staunenswerten Aktivitäten nie den Eindruck hinterließ, dass es einmal zu viel werden könnte. Es fällt nicht schwer, sich Dich, Sepp, als einen glücklichen Menschen vorzustellen. Und das ist dann auch ein Trost, dass Du gewissermaßen „im Sattel“ gestoben bist, als tätiger Mensch für die Ziele und Aufgaben, die Dir wichtig waren und die der Menschheit wichtig sein sollten. Wir werden Dich nicht vergessen.
Wolfgang Köck (UFZ, SRU, WBNK)
Lieber Sepp, wir kannten uns seit 2007, als ich ans UFZ kam und Du dort schon einige Jahre tätig warst. Ich war damals durchaus unsicher und hatte gemischte Gefühle angesichts der vielfältigen Herausforderungen in dem für mich völlig neuen Umfeld eines Großforschungszentrums. Doch dann einem Menschen wie Dir zu begegnen – mit Deinem einzigartigen Wissen, Deiner großen Passion für die Sache, Deiner tief empfundenen Liebe zur Natur und als Kollege im besten Sinne des Wortes –, hat mir schnell die Gewissheit gegeben, auch hier am richtigen Platz zu sein. Das hat sich über all die Jahre immer wieder bestätigt. Es war ein wirkliches Privileg, mit Dir zusammenzuarbeiten. Dafür bin ich Dir von Herzen dankbar. Du hinterlässt eine Lücke, die nicht zu füllen sein wird, aber auch ein Vermächtnis, das fortwirken wird. Zuletzt haben wir uns über die Perspektiven des Ruhestands ausgetauscht, in den ich etwas früher als Du eintreten konnte. Es macht mich sehr traurig, dass Dir diese Zeit nicht mehr vergönnt ist und uns die Gelegenheit genommen wurde, uns über die dadurch gewonnenen Freuden und Freiheiten mit einem Augenzwinkern auszutauschen. Mein Mitgefühl gilt auch Deiner Familie, die ich zwar nicht persönlich kannte, der ich aber von Herzen viel Kraft, Trost und Zuversicht wünsche, um mit diesem unfassbaren und viel zu frühen Verlust weiterleben zu können.
Dietrich Borchardt (UFZ/Technische Universität Dresden)
Lieber Sepp, die Nachricht von Deinem plötzlichen Tod hat uns tief getroffen. Es ist schwer zu begreifen, dass Du zukünftig nicht mehr bei uns bist. Ich bin sehr dankbar, dass ich Dich in so vielen Gesprächen und gemeinsamen Sitzungen des SRU erleben durfte. Deine Lebensfreude, Dein Humor und Deine ansteckend gute Laune waren etwas Besonderes. Oft habe ich mich gefragt, wie Du es als so profunder Kenner der Biodiversität und ihrer Bedrohungen geschafft hast, Dir diesen unerschütterlichen Optimismus zu bewahren. Wahrscheinlich geht es nur auf diese Art und Weise. Mit Deiner ganz eigenen Leichtigkeit konntest du von den kleinsten Lebewesen zu den großen Fragen der Naturschutzpolitik wechseln und uns dabei immer wieder vor Augen führen, wie eng alles miteinander verbunden ist. Du hast uns viel gezeigt, Du hast uns zum Nachdenken gebracht, und Du hast uns etwas mitgegeben für die Zukunft. Daran werde ich mich immer erinnern. Mein tiefes Mitgefühl gilt Deiner Familie und allen, die Dir nahestanden.
Claudia Hornberg (Vorsitzende Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU))
Lieber Sepp, Gelegenheiten uns beide zu verwechseln - aus welchen unverständlich Gründen auch immer - gibt es nun leider nicht mehr. Wehe ich bekomme noch eine e-mail die eigentlich für dich ist! Was soll ich damit nun machen? Ich werde deine Ruhe und Ausgeglichenheit vermissen, immer zusammen mit einem aufmunternden Wort, egal was um uns herum passiert. Es war eine Freude, mit dir zusammenzuarbeiten. Ich hoffe wir können ein wenig deines "Spirits" weitergeben.
Ralf Seppelt (Uni Luxembourg)
Die Nachricht vom plötzlichen Tod vom Sepp hat uns alle schwer getroffen. Als Anästhesist und aktiver Notarzt kann ich die Dramatik und das Leid erahnen, die Sepp´s Familie durchgemacht hat. Wir kennen uns seid 1972, als wir gemeinsam das Claretiner Kolleg in Weißenhorn besucht haben. Das war vor 54 Jahren. Unsere Wege trennten sich dann vorübergehend 1977. Im Biologieleistungskurs im Nikolaus Kopernikus Gymnasium kommen wir wieder zusammen und haben dort Abitur gemacht. Es war immer schön den Sepp auf den Klassentreffen zu sehen und wir waren immer wieder stolz, wenn er im Fernsehen in Interviews zu sehen und zu hören war. Er war immer einer von uns. Wir werden in nicht vergessen.
Stefan Subatzus (Mitschüler)
Lieber Sepp, vor 19 Jahren dürfte ich Dich das erste Mal beim Workshop für Tagfalter und Widderchen in Leipzig kennenlernen und habe es immer genossen mich fachlich auszutauschen. Du warst trotz Deines wissenschaftlichen Renommees immer ein nahbarer und sehr interessanter Gesprächspartner. Leider bist Du nun zu früh von uns gegangen, aber Dein Wirken hat viele Menschen beeinflusst, die jetzt Deine Pionierleistungen in der Biodiversität fortsetzen. Du hast mich beeinflusst in meinem Denken und mich immer überzeugt am Ball zu bleiben mit meiner wissenschaftlichen Karriere, obwohl ich schon die Flinte ins Korn werfen wollte, vielen Dank nochmals dafür.
Oliver Böck (RKU München)
Lieber Sepp, ich bin sehr, sehr traurig, dass Du nicht mehr da bist. Die Zusammenarbeit mit Dir in diesem tollen Projekt LEGATO hat mich wissenschaftlich so sehr geprägt. Du hast Dir neben all Deinen vielen Aufgaben, Projekten, Publikationen, Gremienarbeiten sogar noch Zeit genommen für Unterstützung, die über reine Projektarbeit hinausging. Du warst ein toller Wissenschaftler, ein Vorbild für mich in Bezug auf Wissenstransfer, voller Leidenschaft für Dein Thema und weit darüber hinaus. Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich mit Dir zusammenarbeiten durfte. Ein außergewöhnlicher Wissenschaftler und Mensch, der viel zu früh gehen musste. Du fehlst. Mein tiefstes Beileid für Deine Familie.
Vera Tekken
... so kommst du also nie mehr auf einen Schwatz in mein Büro. Du schienst bei allem, was du gemacht hast, nie in Eile zu sein. Nun ist keine Zeit mehr. Du wirst fehlen. Aber in Erinnerung und Vorbild bleiben uns der unaufgeregte und unabhängige Macher und Inspirator, der die Menschen verbinden konnte und so viel(e) erreicht hat. Liebe Doris und Familie: mein herzliches Beileid.
Walter Durka (UFZ)
Mit großer Bestürzung und Trauer nehmen wir Abschied von Josef Settele, der unserer Universität als Alumnus und Wissenschaftler eng verbunden war. Josef Settele hat sich mit außergewöhnlichem Engagement für den Schutz der biologischen Vielfalt eingesetzt. Mit seiner wissenschaftlichen Arbeit und seiner Fähigkeit, die Bedeutung der Biodiversität weit über die Fachwelt hinaus zu vermitteln, hat er viel bewegt. Sein Wirken wird Spuren hinterlassen – in der Wissenschaft und darüber hinaus. Wir verlieren einen herausragenden Wissenschaftler und einen geschätzten Wegbegleiter unserer Universität. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, seinen Freundinnen und Freunden sowie seinen Kolleginnen und Kollegen am UFZ. Ihnen allen gilt unser tief empfundenes Mitgefühl.
Christoph Schneider (Universität Hohenheim)
All of us from the Finnish Environment Institute (Syke) and from elsewhere in Finland who knew and worked with Sepp are in shock at this terribly sad news. We collaborated in the ALARM project, and if it hadn’t been for Sepp’s initiative, it is doubtful whether some of us writing here would have worked together within Syke, let alone with all our many contacts in Europe and beyond. Sepp was one of those rare individuals who, through clear scientific curiosity and foresight of the big picture, yet with apparent ease, could combine depth of his own research specialisms with enormous breadth across a wide range of topics and disciplines that most of us would find daunting and well beyond our “comfort zones”. It also helped a lot that our leader had considerable charisma, a deep understanding of human nature and great humour. ALARM was one of the first large projects where researchers across the newly formed PEER (Partnership for European Environmental Research) network of environmental institutes were able to combine their interdisciplinary expertise, though this represented only a small sub-group of institutions among the incredible consortium that Sepp managed to bring together. ALARM was, and is, an exemplary study of interdisciplinarity for the ages. Certainly, that experience set us up at Syke for fruitful collaboration that continues to this day. We suspect the same is true among PEER colleagues, ALARM colleagues and anyone else who was fortunate enough to run into Herrn Prof. Dr Josef Settele, as many of us continued to do after the project ended. We will miss him greatly, and it is with a heavy heart that I sign off on behalf of my colleagues, now for the last time, and as I did in all my emails as an in-joke between us, having earlier lived in Austria: Servus Sepp!
Tim Carter, Stefan Fronzek, Risto Heikkinen, Juha Pöyry, Raimo Virkkala (Finnish Environment Institute (Syke))
Dear Sepp, There are few human beings among all those that one meets in a lifetime whom you can remember vividly and seemingly as if you just met them yesterday because the communication was so easy and yet so intense. You were one of those few and I am glad I was happy to have had a chance to meet you. You left too quickly for sure, but the spirit of trust and hope that you instilled in all of the lucky members of the ALARM project will live on forever. I hope you can oversee all of us a little bit here and then with your wisdom and profound kindness.
Bernard Vaissière (INRAE (French National Institute for Agriculture, Food and the Environment))
Das kam wirklich unerwartet und ist ein Schock! Josef war wirklich ein Motor in der recht übersichtlichen deutschen SciPol Landschaft, ich glaube nur ganz wenige haben in so hervorragender Weise Wissenschaft mit dem notwendigen Schuss Aktivismus verbunden! Ruhe in Frieden!
Klaus Riede (Global Register of Migratory Species)
Verbunden in der Liebe zur Natur
Konrad Euler
Dear Sepp, thank you, for your support and for being my buddy in the UFZ-supervisory board. My deepest condolences to family, friends and colleagues.
Ivonne Nijenhuis (UFZ)
Lieber Sepp, wir können und wollen es noch immer nicht glauben. Es ist einfach unfassbar, dass Du nicht mehr unter uns bist. Über so viele Jahre hinweg hast Du als Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des Bayerischen Klimaforschungsnetzwerks unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler begleitet und ihnen mit Deiner freundlichen, zugewandten und zugleich klaren Art immer wieder wertvolle Orientierung gegeben. Deine außergewöhnliche fachliche Weitsicht, Dein unermüdliches Engagement und Deine Fähigkeit, Menschen zusammenzubringen und zu begeistern, waren beispielhaft und haben bei allen, die mit Dir zusammenarbeiten durften, tiefe Spuren hinterlassen. Wir haben die Zusammenarbeit mit Dir außerordentlich geschätzt. Deine menschliche Wärme, Deine Verlässlichkeit und Deine ebenso besonnene wie zielgerichtete Art haben unsere Arbeit in den Netzwerkprogrammen bayklif und bayklif2 auf ganz besondere Weise geprägt und bereichert. Du hast nicht nur mit Deinem Wissen und Deiner Erfahrung überzeugt, sondern vor allem auch durch Deine Menschlichkeit. Unsere Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei Deiner lieben Familie und all den Menschen, die Dir nahestanden. Mit Dir verlieren wir nicht nur einen herausragenden Wissenschaftler und eine prägende Persönlichkeit, sondern vor allem einen wunderbaren, liebgewonnenen Menschen, der uns allen so viel gegeben hat. Lieber Sepp, Du wirst uns sehr fehlen. Wir sind unendlich dankbar für die gemeinsame Zeit und werden Dich immer in bester und herzlichster Erinnerung behalten. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dieser Netzwerkprogramme wowie Deine Kollegen im Wissenschaftlichen Beirat von bayklif1 und 2 und die Vertreterin des Bayerischen Staatsministeriums MRin Frauke Preißinger und die Mitglieder der Geschäftsstelle von bayklif1 und 2, Ulrike und Julius.
Ulrike Kaltenhauser für das Bayerische Klimaforschungsnetzwerk (LMU München)
Lieber Sepp! Am Freitag, den 2. Oktober haben wir noch eine knappe Stunde über Zoom miteinander über Biodiversität gesprochen und Du hast von Deinen Plänen für die nächsten Monate berichtet. Eine Woche später lebst du nicht mehr! Das ist unfassbar! Deinen Angehörigen, Freunden, engen KollegInnen und Kollegen in dieser schweren Zeit viel Kraft. Ich werde Dich schmerzlich vermissen.
Ralf Schulz (RPTU Kaiserslautern-Landau, Umweltwissenschaften)
Sepp lernte ich 1988 kennen, als er Zivildienst am Pfalzmuseum für Naturschutz leistete. Von da an war er mir Freund und wissenschaftlicher Wegbegleiter. Sein unermüdlicher Tatendrang stecken mich an und motivierten mich seitdem stets. So wird es bleiben über seinen viel zu frühen Tod hinaus.
Alban Pfeifer (ehem. UFZ)
Lieber Sepp, wir sind noch ganz schockiert von der traurigen Nachricht, dass Du so unerwartet und so früh gegangen bist. Wir alle hatten ganz verschiedene Berührungspunkte mit Dir. Was uns eint, ist die Erinnerung an Deine Herzlichkeit, Bodenständigkeit, Zugewandtheit und Deinen Humor, die Erinnerung an einen großartigen Menschen, der wirklich was bewegt hat. Unser tiefstes Mitgefühl und aufrichtiges Beileid an Deine Familie.
Die NSF-Alumni Alica, Axel, Bernd, Bianca, Christiane, Henning, Sebastian, Simone und Uta (UFZ-Alumni)
Josef Settele, ein Visionär, Vordenker und Lehrer, wurde aus dem Leben gerissen. Prof. Settele war ein hervorragender Wissenschaftler, der das Leben auf der Erde lange, bevor es sich zu dem entwickelt hatte, was wir heute kennen, genauso beschrieben hat. Durch seinen Blick über den Tellerrand hat er Zusammenhänge erkannt, die weit über sein eigentliches Tätigkeitsfeld hinausgehen. Diese Kompetenz brauchen Lehrende sowohl an Hochschulen als auch an Schulen. Darum war Josef Settele ein begehrter Fortbildner für Lehrkräfte. In seinen Fortbildungsveranstaltungen am Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA) in Halle hat er die Lehrkräfte in erster Linie zum Nachdenken angeregt, sie aber auch Zusammenhänge erkennen lassen, die heute an den Schulen des Landes im Kontext der BNE zum Grundstock unterrichtlichen Arbeitens geworden sind. Nur wenige Wissenschaftler verstehen es, ihr Forschungsgebiet direkt in die Schule zu bringen – Josef Settele war einer von ihnen.
Frank Wengemuth (Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA))
Lieber Sepp, die Nachricht von Deinem plötzlichen Tod hat mich tief getroffen und macht mich sehr traurig. Als Mentor meiner Diplomarbeit zu den Wiesenknopf-Ameisenbläulingen, als mein Doktorvater und als Hauptinitiator des Tagfalter-Monitorings Deutschland hast Du meinen beruflichen Werdegang 33 Jahre lang gefördert und geprägt. Deine enorme Fachkompetenz, Dein Vermittlungsgeschick, aber auch Deine wertschätzende Art und Dein großes Vertrauen werden uns „Zöglingen“ fehlen – Dein unerschütterlicher Optimismus angesichts globaler ökologischer Herausforderungen und Dein zuweilen schräger Humor ohnehin. Dem UFZ-Team und allen Weggefährten gilt mein tiefes Mitgefühl. Und natürlich besonders auch Dir, liebe Doris. Für die kommende Zeit wünsche ich Dir und Eurer Tochter von ganzem Herzen viel Kraft!
Birgit Binzenhöfer (TMD-Koordinatorin)
Lieber Sepp, dass du jetzt bereits von uns gehen musstest erfüllt mich mit tiefer Trauer. Du hast großartiges für den Schutz der Biodiversität initiiert, bewegt und erreicht! Dir stets verbunden, Sandro.
Sandro Pütz (Bundesamt für Naturschutz)
Lieber Sepp, es ist wohl sehr schwer das plotzliche Verschwinden in den Tod einer geschätzten Person zu verstehen oder ertragen. Ich werde dir zu Ehren, heute einen wundervollen Feuerstein im Friedhof der Inselkirche auf Hiddensee hinlegen. Es war eine Ehre und ein Vergnügen mit dir im Wissenschaftlichen Beirat Natürlicher Klimaschutz (WBNK), die letzen Jahre zu arbeiten, und ein offenes Sprachrohr für das Offenland zu sein. Du warst immer sehr klar in deiner Kommunikation, tief in deinem Wissen und so voller Lebendigkeit und Würde. Du hast immer ein gutes Wort parat, wenn es nötig ist, aber Du hast auch klare Grenzen gesetzt. Du hast uns immer wieder zum Lachen gebracht. Wir verlieren einen topp Wissenschaftler, ein Riese in der Science- Policy Welt und ein ganz besonderer Mensch. Du fehlst uns und so vielen anderen jetzt schon. You were a giant, a big friendly giant. It's going to take a long time to process this loss. Doris und der Familie wünsche ich viel Kraft und wir denken an euch.
Vicky Temperton (Leuphana Universität Lüneburg)
Josef Setteles viel zu früher Tod hat mich tief betroffen gemacht. Anlässlich der Unterschriftensammlung für das Anti-Wasserkraft-Memorandum deutscher Gewässerökolog*innen im Jahr 2021 hat er mich mit großer Zugewandtheit und Hilfsbereitschaft beraten, obwohl das Thema nicht zu seinem engeren Fachgebiet gehörte. Seine vielfältigen und herausragenden wissenschaftlichen, organisatorischen, kommunikativen und publizistischen Leistungen sind umso höher zu schätzen, als ein solch breites Engagement im deutschen Wissenschaftssystem nicht immer Unterstützung erfährt. Was für ein menschlicher und wissenschaftlicher Verlust! Josef Settele war ein herausragendes Vorbild für die vielen Mitglieder der internationale wissenschaftliche Gemeinschaft, die sich mit Leidenschaft und Überzeugung für den Erhalt der biologischen Vielfalt einsetzen.
Mein tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie und seinen Freunden.
Martin Pusch (Blue Rivers Foundation)
Sepp war ein Studienfreund und Mitbewohner in Hohenheim. authentisch, gradlinig, immer interessiert an Neuem und sehr bodenständig sind Eigenschaften, die auf ihn zutreffen. Und er war enorm klug und weitsichtig, halt ein käpsele! Er hat so viel erreicht für unsere Welt und er hat seine Überzeugung zum Beruf gemacht und gelebt! Wir sind froh und glücklich Sepp, Schmetterlings-Sepp, kennengelernt zu haben! Wir sind mit unseren Gedanken bei seiner Frau und Tochter! Unser aufrichtiges Beileid! Die wirklich Guten sterben viel zu früh!
Ralf Over (Landwirtschaftsverwaltung Baden-Württemberg)
Sepp was a great colleague in the MEP IPBES. His calm voice brought balance inside our group for the first and now the second term as a MEP. I treasure and value his opinions and views. It is a huge loss for the International community fighting for Biodiversity. May his soul rest in peace. Condolences to family and friends.
Mihaela Antofie (Lucian Blaga University of Sibiu, Romania)
Die Arbeitsgruppe Umwelt, Klima, Naturschutz und nukleare Sicherheit der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen trauert um Prof. Dr. Josef Settele. Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt seiner Familie und allen, die ihm nahestanden. Mit Josef Settele verlieren wir einen herausragenden Biodiversitätsforscher und vor allem einen warmherzigen, lebensfrohen Menschen. Er bereicherte die Arbeit unserer Fraktion regelmäßig als Sachverständiger, Impulsgeber und Redner bei Veranstaltungen. Josef Settele war ein Mensch, der vor Ideen sprühte, unsere Arbeit kritisch-konstruktiv begleitete und der auch angesichts der großen Herausforderungen unserer Zeit nie seinen Optimismus verlor. Als einer der führenden Köpfe der Biodiversitätsforschung hat er Generationen geprägt. Seine Leidenschaft galt dabei nicht nur den großen Zusammenhängen, wie er sie durch seine Arbeit im IPBES voranbrachte, sondern auch den kleinen Wundern der Natur, den einzelnen Schmetterlingsarten. Als Dank für sein Engagement wurde die Gattung Setteleia mit den vier Nachtfalterarten Setteleia witti, Setteleia carota, Setteleia lourensi und Setteleia bakunawa nach ihm benannt. Wir danken ihm für seinen unermüdlichen Einsatz für Wissenschaft, Natur und biologische Vielfalt. Sein Wirken bleibt uns dabei Ansporn und Verpflichtung, dem Schutz der biologischen Vielfalt in der Politik die Priorität einzuräumen, für die er sein Leben lang geworben hat. Bei der Vertragsstaatenkonferenz der UN-Biodiversitätskonferenz hat die Weltgemeinschaft dazu die nächste Gelegenheit.
Jan-Niclas Gesenhues, Lisa Badum, Karl Bär, Harald Ebner, Linda Heitmann, Steffi Lemke, Julia Schneider (Arbeitsgruppe Umwelt, Klima, Naturschutz und nukleare Sicherheit der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen)
Lieber Sepp, liebe Trauerfamilie und -freunde. Ich versuche seit Tagen Worte zu finden, die den Verlust irgendwie beschreiben können. Dein viel zu früher Tod reißt eine immense Lücke, wir verdanken dir so viel. Du hast Forschung immer so verstanden, dass sie auch den Schutz des Klimas, der Natur und seiner Menschen, die darin leben, in ihrem täglichen Tun weiterhelfen. Sei es bei der Erfassung von Ökosystemleistungen in Reisanbaugebieten Südostasiens, Biodiversitätsberichte für Politik und Gesellschaft oder viele Empfehlungen für Verhandlungen bei den COPs, deine warme, herzliche Art komplexe Dinge verständlich und völlig entspannt auf den Punkt zu bringen, war eine echte Gabe. Deine offene, herzliche Art, dein offenes Ohr für alle möglichen Fragen und Überlegungen hat viele ermutigt, dich anzusprechen, du warst für viele einfach erreichbar. Dein alpiner Bass wird noch lange nachklingen, wenn es darum geht den globalen Biodiversitätsschutz in seinen Berichten und Verhandlungen weiter voran zu bringen. Wir werden in deinem Geiste versuchen, die Forschung weiter voranzubringen und im Sinne des IPBES Lösungen erarbeiten, um die Klima- und Biodiversitätskrise zu bewältigen. Lieber Sepp, ruhe in Frieden. Ich wünsche allen Angehörigen, Freunden und allen, die dich in deiner Karriere begleitet haben, viel Kraft. Mein herzliches Beileid.
Kirsten Thonicke (Leibniz-Forschungsnetzwerk Biodiversität am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung)
Unsere Wege kreuzten sich nur unregelmäßig und oft unerwartet – im Flieger aus Brüssel, auf dem Weg vom/ins Allgäu oder einem Projekttreffen. Was mir von diesen Begegnungen besonders in Erinnerung bleibt, ist die große Herzlichkeit und Freundlichkeit, mit der Sepp mir begegnet ist. Und ich habe mich oft gefragt, wie er all seine Arbeit schafft – seine Tage schienen mehr als 24 Stunden und seine Wochen mehr als sieben Tage zu haben. Mit seiner klaren Haltung zur Biodiversitätskrise und seinen Vorstellungen von möglichen Lösungen, mit all seinem unermüdlichen Wirken, hat er mich immer wieder inspiriert. Er wird mir sehr in Erinnerung bleiben. Mein aufrichtiges und herzliches Beileid gilt seiner Familie und allen, die ihm nahestanden.
Sonja Jähnig (Universität Duisburg-Essen/ Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei)
Du fehlst!
Claudia Hornberg
Lieber Sepp, Du warst ein wunderbarer Sparring-Partner für spleenige Ideen, von denen Du Dir während unserer vielen gemeinsamen Jahren beim Aufbau des iDiv, aber auch im Faktencheck Artenvielfalt, so einige von mir hattest anhören müssen. Mit sicherer Hand has Du immer klar erkannt, was von diesen Ideen möglicherweise Sinn machen könnte und was man lieber gleich vergessen sollte. Das hast Du immer mit einem ausgesprochenem politische Feingefühl gemacht, was letztlich auch Schlecht-Durchdachtes in Eleganz verwandelt hat. Auch Dein Humor wird mir fehlen, mit denen Du Dich, mich und andere motivieren konntest, auch die unangenehmen Dinge anzugehen. Dein Motto "Never give up" wird auch für mich in der Zukunft wegweisend bleiben. Du wirst mir sehr, sehr fehlen.
Helge Bruelheide (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)
Lieber Sepp, liebe Angehörige, wir vermissen Dich. Du hattest soviel zu geben: ein offenes Ohr für Fragen zu Deinem Wissen, konstruktive Beiträge bei strittigen Diskussionen, inspirierendes Nachdenken über visionäre Zukünfte. Ich denke beispielsweise an den befruchtenden Austausch über Fachsilos hinweg, die Bereitschaft sich bei EU-Anträgen gegenseitig vorbehaltlos zu unterstützen, Anregungen zu erhalten wie parlamentarische Anhörungen vorzubereiten sind. War es Dein Humor, der Deine Kreativität so sprühen ließ? Ich werde jedenfalls mit dieser Annahme weiterleben und von Dir ermutigt 'The Deeper Meaning of Liff' (Douglas Adams) suchen. 'The ships hung in the sky in much the same way that bricks don't' (auch D.Adams). Tschüss, Sepp.
Rolf Altenburger (UFZ)
On behalf of BeeLife, our heartfelt condolences to Sepp’s family and colleagues. He was a fine researcher and colleague, whose fundamental work on neonicotinoids with the Task Force on Systemic Pesticides will not be forgotten. He will be greatly missed.
Noa Simon (BeeLife - European Beekeeping Coordination)
Was für ein Verlust. Wir waren gerade noch gemeinsam für Dreharbeiten in Armenien unterwegs und ich habe Sepp so humorvoll, lebensfreudig und leidenschaftlich erlebt. Ich hätte mir gewünscht, dass er das Ergebnis unserer Reise noch hätte sehen können. https://www.3sat.de/wissen/nano-doku/261015-biodiversitaet-kranich-nano-doku-ndk-100.html Mein tiefes Mitgefühl gilt der Familie.
Ingolf Baur (3sat)
Lieber Sepp, es ist nicht zu begreifen. Unsere letzte Begegnung war beim Weidekongress in Kirchberg, wo du die große Frage "Brauchen wir einen Paradigmenwechsel im Naturschutz?" so anschaulich und klar bedient hast. Was für eine Ehre, dass ich dir im letzten Jahr des Öfteren begegnen durfte - so traurig, dass wir uns erst so spät kennengelernt haben. Es hätte noch so viel auszutauschen und gemeinsam zu denken gegeben. Mein tiefes Mitgefühl an deine Familie und dein enges Team.
Bärbel Stammel (Bayerische Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege)
Liebe Familie, ich wünsche mein herzliches Beileid! Josef durfte ich auf diversen gemeinsamen Veranstaltungen der ANL kennenlernen. Neben seiner Expertise und beeindruckenden wissenschaftlichen Arbeit, bleibt mir seine ruhige, besonnene, zugängliche Art besonders in Erinnerung!
Susanne Reichhart (Bayerische Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege)
I first met Josef when he coordinated the ALARM project, and was immediately impressed by his scientific knowledge and his unique capacity to lead such big projects. Then, we met on several occasions during meetings. His disappearance is an immense loss for the scientific community in ecology.
Alain Roques (INRAE)
My deepest condolences. Thank you for your broad insights and inspiration in environmental research.
May-Birth Ohman Nielsen (University of Agder)
Lieber Sepp, ich habe an dir vor allem bewundert mit welcher (äußerlichen?) Gelassenheit und Selbstverständlichkeit du diese riesigen wissenschaftlichen Mammut-Projekte geplant, koordiniert und zu einem erfolgreichen Ende gebracht hast. Das war nur möglich durch die Verbindung höchster wissenschaftlicher und sozialer Kompetenz. Unvergessen die Nacht, in der wir die Endfassung von Legato erstellt haben - wir hier in Halle und du in Banaue mit einer Internetverbindung, durch die nicht mal Word-Dateien gepasst haben. Generell werden die Legato-Jahre unvergesslich bleiben! Liebe Doris, es gibt keine Worte dafür, wie leid mir dieser Verlust für dich und deine Familie tut! Es ist immer bewundernswert, dass man fast egal in welchem Winkel der Welt immer auf Leute trifft, die euch beiden nicht nur wissenschaftlich, sondern auch zutiefst menschlich und freundschaftlich zugetan sind. Die Legato-Jahre mit euch beiden zählen mit zu den besten Jahren meines Berufslebens. Zusammen habt ihr das UFZ, meine wissenschaftliche Heimat, geprägt und mich in dem einen oder anderen Projekt über meinen Tellerrand schauen lassen. Ich wünsche dir in diesem Moment viel, viel Kraft!
Martin Schädler (UFZ)
A true champion using knowledge to make the world a better place. Sepp you will be greatly missed by family, friends and colleagues. You leave an incredible legacy through your work, friendships, and passion for nature and people. You helped many careers with your guidance, inspiration and good humour. My deepest condolences to all who knew you.
Simon Potts (University of Reading, UK)
Lieber Sepp, als Schüler hast du in deiner Allgäuer Heimat begonnen, dich mit Schmetterlingen und den Bedingungen ihrer Entwicklung zu befassen. Die Schmetterlinge sollten dich ein ganzes Menschenleben lang begleiten. Die Erkenntnisse aus deiner wissenschaftlichen Leidenschaft haben dich zu einem Vordenker, Theoretiker, aber auch Pragmatiker gemacht, der sich schon sehr früh verantwortungsvoll für ein Zusammendenken von Biodiversitätsschutz und Klimaschutz eingesetzt hat und seine umfassenden Fachkenntnisse, sein Verhandlungsgeschick auf allen Ebenen eingebracht hat. Dein Tod ist für uns unfassbar, schmerzlich und für den Naturschutz und das gedeihliche Zusammenleben der Menschen in und mit ihrer Umwelt ein unermesslicher Verlust.
Werner Schulze & Peter Sprick (Bundesfachausschuss Entomologie im NABU)
Lieber Josef, ruhe in Frieden! Herzliches Beileid seinen Angehörigen und Freunden! Bin ein ehem. Nachbarkind, fast gleich alt!
Christine Settele geb. Hosp (privat)
I had the privilege of knowing Dr. Settele during my postgraduate studies. While he was not my direct supervisor, we frequently interacted during department meetings and academic events. He was a genuinely warm individual, always generous with his guidance to students and possessing a great sense of humor. His passing is a profound loss, given the kind person he was and the significant contributions he made to science and biodiversity conservation. My deepest condolences go to his family, friends, and colleagues at the Department of Community Ecology. It was certainly too soon to say goodbye.
Natalia Carrasco Farias (Fundación Chilco, Chile)
Eulogy to Prof. Sepp Settele. It is with great sorrow that we have learnt of the passing away of Sepp, a respected and much cherished colleague who held an honorary position at the Martin Luther University Halle-Wittenberg (MLU). As an internationally leading academic in the field of insect ecology, with a penchant for butterflies, he gave entomology and us entomologists at MLU tremendous scientific outreach. Moreover, his keen pastoral and supervisory roles as academic supervisor enriched our educational portfolio, to the benefit of countless postdocs, PhD, MSc and BSc students. We will sorely miss his keen insight into global issues at the science-society interface and his warm, encouraging and generous spirit.
MLU’s entomological professors past and present: Robin Moritz, Claudia Fricke, Michael Gerth, Jürgen Krieger, Gerald Moritz, Hans Ferenz and Robert Paxton (Martin Luther University Halle-Wittenberg, Germany)
Der Tod von Josef Settele hat mich persönlich sehr betroffen gemacht. Ich hatte die große Freude, in den letzten Jahren wiederholt mit ihm gemeinsam Veranstaltungen durchzuführen. Dies gab mir die Möglichkeit, ihn auch persönlich näher kennen und schätzen zu lernen. Mit Josef Settele verliert der deutsche und internationale Biodiversitätsschutz einen seiner bedeutendsten Vertreter. Er hat es meisterhaft verstanden die zentrale Bedeutung der Biodiversität zu vermitteln und so zu transportieren, dass er damit viele Menschen direkt erreicht hat. Seine Liebe zur Natur und seine Begeisterung dafür konnte jeder seiner Zuhörer direkt erfahren. Er hat damit viele Menschen für den Naturschutz gewonnen. Für mich selbst war eine Begegnung mit ihm immer eine große Bereicherung und Ermutigung, denn er hat gerade auch durch sein öffentliches Wirken die vielen Ehrenamtlichen im Naturschutz honoriert und motiviert. Sowohl der nationale als auch der internationale Naturschutz verdankt ihm viel.
Hubert Weiger (Ehrenvorsitzender des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND))
Mit großer Betroffenheit haben wir vom Tod von Prof. Dr. Josef Settele erfahren. Er trat unermüdlich für eine gute Zukunft ein, seine umfassende Arbeit zum Klimawandel und zur Erforschung der Biodiversität wird fehlen. In tiefer Trauer und unser Mitgefühl für seine Angehörigen und allen, die ihm nahestanden.
Helga Egetemeier (für den Verein und die Ehrenamtlichen der Klimabuchmesse, Leipzig)
Dear Sepp, You left us way too soon, and we are all still just trying to comprehend this loss. Your work has had a profound impact on biodiversity conservation from a local, regional, and global perspective. Your legacy will live on in the many scientists that you mentored, the public that you engaged with, and your community of collaborators, co-workers, and friends. Your motto of “Never give up!” will live on in the hearts and minds of so many of us that you have inspired. My deepest condolences to your family.
Diana Debinski (Montana State University, USA)
Wir haben mit großer Trauer vom plötzlichen Tod von Prof. Dr. Josef Settele erfahren. Mit seiner wissenschaftlichen Arbeit zur Ökologie und Evolution von Insekten und zu den Auswirkungen der Landnutzung auf die biologische Vielfalt leistete er einen herausragenden Beitrag zum Verständnis und Schutz der Biodiversität. Er baute das Tagfalter-Monitoring in Deutschland auf und prägte die Arbeit des Weltbiodiversitätsrats (IPBES) maßgeblich mit. Als Experte, Berater, Leitautor und Vorsitzender in zahlreichen Gremien setzte er sich unermüdlich für den Schutz der Biodiversität ein. Auch mit seiner Wissenschaftskommunikation trug er dazu bei, das Bewusstsein für die Biodiversitätskrise zu stärken. Seine Leidenschaft für diese Themen durften wir erst beim Taxonomie-Kongress in Stuttgart im Oktober 2025 selbst noch dankbar erleben. Sein Tod ist ein besonderer Verlust für die mehr denn je wichtige Biodiversitätsforschung und die Wissenschaftskommunikation zu diesem Thema und damit für alle, die sich für den Schutz der biologischen Vielfalt einsetzen. Wir verlieren einen engagierten und verlässlichen Mitstreiter. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und denen, die ihm nahestanden. Wir wünschen ihnen in dieser schweren Zeit viel Kraft.
Johannes Steidle, Martin Hasselmann, Lars Krogmann, Ann-Catrin Fender (Vorstand und Geschäftsführung von KomBioTa (Kompetenzzentrum für Biodiversität und integrative Taxonomie - Universität Hohenheim und Naturkundemuseum Stuttgart))
Lieber Sepp, noch immer kann ich nicht begreifen, dass Du nicht mehr unter uns bist und war fassungslos, als ich die Nachricht las. Sehr gut kann ich mich an unsere vielen gemeinsamen Doc-Auswahlgespräche erinnern, als die besten Kandidaten für Deine großen EU-Projekte gesucht wurden. Junge Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen sollten es sein, die genau wie Du, begeistert und fasziniert vom jeweiligen Forschungsprojekt waren. Sie, deren wissenschaftliche Laufbahn Du maßgeblich geprägt hast mit Deinem Wissen, Deiner Geduld, der Zielstrebikeit und Deinem Humor werden Dein Vermächtnis erhalten und weitertragen. Wesentlichen Anteil hattest Du auch vor gut 20 Jahren bei der Konzipierung von HIGRADE, unserer Doktorandenschule. So liefertes Du, wie auch bei Deinen vielen EU-Projekten, das passgenaue Acronym. Leider können wir nun beim nächsten Treffen der Freunde und Förderer des UFZ zusammen kein "Pfeiffchen" vor der Tür mehr rauchen und in Erinnerungen schwelgen. Liebe Frau Vetterlein, Ihnen und Ihrer Familie gilt mein aufrichtiges Beileid verbunden mit dem Wunsch für Kraft und Stärke in dieser so schweren Zeit.
Brigitte Großer (ehemals UFZ)
Was für eine traurige Nachricht! Ich habe Sepp 1998 als Student der Uni Jena kennengelernt, als wir auf einer gemeinsam mit dem UFZ organisierten Exkursion nach Südafrika reisten. Diese Exkursion hat viele geprägt, auch weil sie so unheimlich angenehm war, mit Sepp als Exkursionsleiter. Diese Sepp'sche Form des Leaderships, unwiderstehlich sympathisch aber gleichzeitig klar und strategisch wenn nötig. Das war einfach seine Superpower, Leute zusammenzubringen und Kräfte zu einen. Später waren wir am UFZ Kollegen, und mir bleiben vor allem die vielen guten Lunch-Gespräche in Erinnerung. Mein herzliches Beileid an seine Familie.
Oliver Bossdorf (Universität Tübingen)
Diese Nachricht macht mich tief betroffen und ist nur schwer zu verarbeiten. Danke, Sepp, für Deine zuverlässige Unterstützung und dass Du immer ansprechbar warst. Probleme hast Du scheinbar mühelos, aber immer genau auf den Punkt, gelöst, oft mit Humor. Du hast die offene, konstruktive und freundschaftliche Atmosphäre im Departement wesentlich mitgeprägt. Danke! Karin
Karin Ulbrich (ehem. UFZ)
Sepp war ein Meister darin, Menschen zusammenzubringen. Mit den großen Forschungsprojekten, die er initiiert hat, hat er für viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einen Grundstein gelegt und vielen Zukunftschancen ermöglicht, die sie ohne die Arbeit in seinen internationalen und interdisziplinären Projekten nicht gehabt hätten. Auch wir durften im LEGATO-Projekt davon profitieren und sind dankbar dafür. Von seinem Tod lesen zu müssen hat uns sehr traurig gemacht und wir haben an die schönen alten Zeiten zurückgedacht. Manchmal stand Sepp gutgelaunt am Rand der Reisfelder, die wir beprobt haben und hat mit den asiatischen Kollegen und Bauern geredet und gescherzt. Er hat auf beeindruckende Weise gezeigt, dass neben der Expertise Lockerheit, Humor, ein Plausch hier und eine Anekdote dort ein guter und positiver Weg zum Erfolg sein können – auch wenn gerade die Lockerheit sicher nicht immer einfach war. Ein Klassiker in seinen Präsentationen war seine Selbstironie, wenn er alte Fotos von sich bei seinen ersten Forschungsaufenthalten auf den von ihm so geliebten Philippinen zeigte. Sepp und die Zeit in Vietnam, auf den Philippinen und in Halle im Rahmen des LEGATO-Projekts bleiben für uns unvergessen. Unser tiefes Mitgefühl gilt Doris und seiner ganzen Familie.
Anika und Thimo Klotzbücher (ehem. UFZ und MLU)
Gerade noch mit Sepp in der Terminabsprache, hat mich die Nachricht von seinem Tod erschüttert. Mit seiner Begeisterung für die Forschung und seiner Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge nachvollziehbar zu vermitteln, hat Sepp die Akademie als Dozent bereichert und die Teilnehmer:innen unserer Veranstaltung inspiriert. „Was hat der Klimawandel mit Biodiversität und Infektionskrankheiten zu tun?“ Sepps Vorlesung dazu generierte Leuchtturm-Effekte. Neben aller fachlichen Exzellenz wird mir vor allem seine originelle, zugewandte und menschliche Art in Erinnerung bleiben sowie seine Überzeugung, dass Wissen Verantwortung bedeutet und Veränderung möglich macht – eine Haltung, die im Einklang mit unserer Bildungsarbeit steht. Wir verlieren mit Sepp nicht nur einen herausragenden Wissenschaftler und geschätzten Kollegen, sondern auch einen außergewöhnlichen Menschen. Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt seiner Familie und allen, die ihm nahestanden.
Sybille Somogyi (Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen in Düsseldorf)
Lieber Sepp, ich brauchte ein paar Tage für einen Eintrag an dieser Stelle. Was soll man auch schreiben, wenn man nicht wahrhaben will, dass du gestorben bist - so plötzlich und schmerzlich mitten aus dem Leben gerissen? Du wirst fehlen - als Mensch, als Wissenschaftler, als leidenschaftliche Stimme für die Natur. Es gibt diesen Satz: Die, die von uns gegangen sind, leben weiter in denen, die an sie denken. Ich glaube, viele werden jetzt und künftig sehr oft an dich denken, wenn sie an den Themen weiterarbeiten, die auch dir so wichtig waren. Ja, du wirst fehlen, und es wird nicht dasselbe sein - aber du wirst immer auch ein bisschen unter uns bleiben. Farewell, lieber Sepp! Es war ein Geschenk, mit dir arbeiten zu dürfen.
Ralf Röchert (Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung)
"Keine Zeit für Pessimismus", dein Buchtitel und auch Lebensmotto, dass ich sehr bewundert habe, angesichts aller Krisen in denen wir uns aktuell befinden. Zukunftsängste können uns lähmen, aber dem hast du keinen oder kaum Raum gegeben. Wieviel hast du bewegt und unermüdlich nach vorn geschaut. Eine absolut bewundernswerte Lebensleistung die ihresgleichen sucht. Allen Hinterbliebenen mein tiefe Anteilnahme für diesen schweren Schicksalsschlag.
Susanne Dunker (UFZ/iDiv Leipzig)
Eigentlich hätte Josef Settele am 9. Oktober 2026 unseren 1. KNAK-Artenkenntniskongress in Hannover mit einer Keynote bereichern wollen. Doch seine Verpflichtungen beim Weltbiodiversitätsrat IPBES führten ihn nach Bangkok. Wie gerne hätten wir ihn bei uns gehabt! Mit seiner wissenschaftlichen Kompetenz, seiner ansteckenden Begeisterung und seiner charismatischen Ausstrahlung wäre er ein wunderbarer Botschafter für das gewesen, was auch uns antreibt: Artenwissen darf kein Privileg weniger Spezialistinnen und Spezialisten bleiben. Es muss wieder an die Küchentische und mitten in unsere Gesellschaft getragen werden. Josef verstand es wie kaum ein anderer, wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich zu vermitteln, Menschen für die faszinierende Vielfalt des Lebens zu begeistern und zugleich deutlich zu machen, dass der Schutz der Biodiversität eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. Er war nicht nur ein herausragender Wissenschaftler, sondern auch ein leidenschaftlicher Vermittler und Brückenbauer zwischen Forschung, Politik und Gesellschaft. Sein plötzlicher Tod macht uns tief betroffen. Wir hätten gerne noch mit ihm diskutiert, von ihm gelernt, mit ihm gelacht und gemeinsam für mehr Artenwissen geworben. Nun müssen wir diesen Weg ohne ihn weitergehen. Aber wir werden es auch in seinem Sinne tun. Seine Begeisterung, seine Überzeugungskraft und sein unermüdliches Engagement bleiben uns Vorbild und Ansporn. Wir werden Josef schmerzlich vermissen und ihm ein dankbares Andenken bewahren. Unsere aufrichtige Anteilnahme gilt seiner Familie, seinen Freunden und allen, die ihm nahestanden.
Ralf Schulte & Eva Lammek (KNAK-Projekt des NABU HM-HO-AE)
Die Edel-Verlagsgruppe trauert um Prof. Dr. Josef Settele. Als Autor hat uns Josef Settel mit seinem Buch "Die Triple-Krise" ein wichtiges und immer noch aktuelles Werk hinterlassen. Aber vor allem als Mensch werden wir ihn erinnern - mit seiner Zugewandtheit, seinem Optimismus und seiner großen Neugier. Unser herzliches Beileid gilt seiner Familie.
Marten Brandt (Edel Verlagsgruppe GmbH)
Sepp hat vor vielen Jahren meine Diplom-Arbeit zu einem der von ihm so geliebten Ameisenbläulinge betreut. Ich verdanke ihm sehr viel und kann es kaum fassen, dass er nun nicht mehr da ist. Schade, ich hatte mich sehr auf ein Wiedersehen beim nächsten Tagfalter-Workshop in Leipzig gefreut. Meine Gedanken sind bei den Angehörigen, den Kollegen vom UFZ und Freunden. Mein Beileid!
Kirsten Kockelke (Untere Naturschutzbehörde, Stadt Stuttgart)
Mit großer Trauer habe ich vom Tod von Sepp erfahren. Mit ihm haben wir wir nicht nur einen herausragenden Wissenschaftler, sondern auch einen Menschen, der sich mit großer Leidenschaft und Überzeugung für den Schutz unserer Biodiversität und unserer natürlichen Lebensgrundlagen eingesetzt hat, verloren. Seine fachliche Kompetenz, sein Engagement und seine Persönlichkeit werden in dankbarer Erinnerung bleiben. Ich werde ihn als geschätzten Kollegen und Freund in Erinnerung behalten. Meine Gedanken sind bei seiner Familie und seinen Angehörigen. Ihnen gilt mein aufrichtiges Mitgefühl und meine tiefe Anteilnahme.
Ralf Vögele (Universität Hohenheim)
Rest in Peace. A part of you and your work will stay alive, because of your great research.
Lunja Ernst (Thünen Institute of Biodiversity Braunschweig)
Es gibt Nachrichten, die man nicht glauben kann, die wirklich nicht zu verstehen sind und die man kaum verarbeiten kann! Lieber Sepp, wir kennen uns seit 1993, wir haben über mehr als drei Jahrzehnte am UFZ zusammengearbeitet. Viele nationale und internationale Projekte sind Dir zu verdanken, Deine wissenschaftlichen und gesellschaftspolitischen Leistungen stehen wie ein Fels in der Brandung! Sie sind gerade heute von unschätzbarem Wert und sie weisen weit in die Zukunft. Die Zusammenarbeit mit Dir wird mir immer im Gedächtnis bleiben. Ich denke an die vielen Diskussionen über die inhaltliche und strategische Ausrichtung des Departments Biozönoseforschung und des ganzen Themenbereiches Ökosysteme der Zukunft am UFZ. Deinen Rat und diese visionären Diskussionen werde ich schmerzlich vermissen. Wir haben uns immer gern über die ökologische Geländearbeit ausgetauscht; ich fand es toll, wie Du es jedes Jahr geschafft hast, Deine Feldtransekte in der Pfalz ungeachtet Deiner internationalen Verpflichtungen zu erfassen. Die letzten Jahre haben wir uns ein Büro in Halle geteilt, jetzt wird dieses Büro niemals mehr so sein wie es war, Du wirst fehlen. Deiner Familie gilt mein tiefstes Mitgefühl! Ich wünsche viel Kraft in dieser schweren Zeit!
Stefan Klotz (UFZ)
You left us far too early, your work and research results will always guide us
Andreas Gettkant (GIZ Project PoliLAC)
Wie alle anderen dies in ihren Kondolenzen zum Ausdruck brachten, sind auch wir erschrocken und erschüttert über die Nachricht des plötzlichen, völlig unerwarteten Todes von Sepp. Wir denken an die Familie, Angehörigen, und Freunde, denen unser tiefstes Mitgefühl gilt, sowie an die ganzen Mitarbeiter, die Prof. Dr. J. Settele in seiner exzellenten Arbeit (Forschung und Lehre, Politikberatung, Engagement und sein dadurch resultierendes Vermächtnis) begleitet haben. Wir hatten 2020 unsere erste Kontaktaufnahme. Grund dafür war der "Atlas of Biodiversity Risk", welcher im Original (Erstausgabe) kaum bzw. nicht mehr zu erwerben war ("Biodiversitäts-Bibel" in stud. Kreisen genannt), auch weil eine unserer Töchter Biodiversität in Gießen und Wien studierte. Als engagierte Tierschützer in den 70er- und 80er-Jahren in den Bereichen Schildkröten, Tierfelle/Pelzindustrie, Elfenbeinschmuggel (Zoll Frankfurt Airport) zusammen mit Prof. Dr. B.Grizmek und meinem Onkel Ing. G. Peter, Gründer der Initiative "Rettet die Schildkröten" und Mitgründer der AGA "Aktionsgemeinschaft Artenschutz", habe ich mit Erfolg Sepp direkt kontaktieren können und dabei einen (wie besonders oft wertschätzend hervorgehoben) tollen Menschen, ohne Standesdünkel, sehr hilfsbereit, kennenlernen dürfen (leider in den ganzen Jahren fast ausschließlich digital). Wir hatten regelmäßig Kontakt u.a., da sein Geburtstag mit dem meiner Frau korrelierte und Sepp sich herzlich über die "Duplizität" amüsiert hatte. Wie schon viele schrieben: Mit Sepp/Josef ist ein ganz Großer gegangen – mir/uns wird sein "Merci" in Erinnerung bleiben und fehlen!
Wolfgang A., Susanne Bartholomä-Peter, Olivia Peter (JLU, UKGM Standort MR HCH Perfusionist i.R.)
Lieber Sepp, es ist so unglaublich traurig und Du – als beeindruckender Mensch und Wissenschaftler – würdest doch noch so sehr gebraucht! Vielen Dank für Deinen unermüdlichen Einsatz für die Biodiversität, für eine lebenswerte, zukunftsfähige Welt mit all ihrer großen Vielfalt. Du bist viel zu früh gegangen und es bleibt eine große Lücke. Im Moment bin ich einfach nur erschüttert und traurig, aber es ist ein kleiner Trost, dass Dein Lebenswerk weiter gelebt und noch in der Zukunft wirken wird, da Du so viele Menschen unterstützt und durch Deine Arbeiten beeindruckt und inspiriert hast. Mein herzliches Beileid für die Familie von Josef Settele und viel Kraft für die folgende, schwere Zeit.
Sandra Mann (HS Anhalt, LPV Saaletal)
Ich durfte Prof. Settele bei der Arbeit für die Publikation des Umweltforschungszentrums kennenlernen. Seine Begeisterung für sein sehr spezielles Fach, aber auch die Menschen um ihn herum und überhaupt alles Lebendige war ansteckend. Sein Humor, nie versiegender Optimismus und seine überhaupt nicht abgehobene Art, zu erklären und erzählen, haben sich mir tief eingeprägt. Nie vergessen werde ich unser Gespräch über die "ameisennestbrütenden Schmetterlinge"... RIP, Sepp!
Gundula Lasch (freie Journalistin)
Sepp, jetzt bist du schon gegangen. Wir waren 5 Doktoranden von der GTZ auf den Philippinen. Du warst mit Abstand am eifrigsten an den Schmetterlingen interessiert. Für deine Familie meine aufrichtige Anteilnahme. Alle Berühmtheit und Auszeichnung des Verstorbenen hilft über den Schmerz nicht hinweg.
Andreas Pölking (Konsortium - Wolfenbüttel)
Lieber Sepp, vielen Dank, dass wir Dich erleben durften. Die (Schmetterlings-) Exkursionen mit Dir und einigen Studenten von der Arbeitsgruppe Hohenheim auf die Schwäbische Alb (z. B. Schandental mit Günter Baisch, BNO, Anfang der 1980er) werden uns unvergessen bleiben. Wir trauern um Dich.
Werner Simon (Bund Naturschutz Alb-Neckar e.V., Sitz Reutlingen)
Das sind traurige Nachrichten. Seine Verdienste um die Berücksichtigung von Biodiversität in internationalen Abkommen sind beeindruckend. Näher kennen gelernt habe ich ihn leider erst in diesem Jahr im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung von Helmholtz KLIMA im Berliner Naturkundemuseum. Die Helmholtz-Gemeinschaft verliert eine wichtige Stimme.
Katja Matthes (GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel)
Lieber Sepp! Dein plötzlicher und zu früher Weggang aus dem Leben reißt eine riesen Lücke. Du warst mit deiner großen Menschlichkeit, deiner Brillianz und deinem Humor nicht nur zentral für die Biodiversitätsforschung, -kommunikation und -politik, sondern auch ein unsäglich guter Vorgesetzer, Mentor, unermüdlicher Mutmacher und Vorbild für viele. Der Verlust schmerzt mich sehr. DANKE für so vieles...Mein Mitgefühl gilt deiner Familie.
Elisabeth Veronika Henn (UFZ)
Lieber Sepp, ich konnte es erst gar nicht glauben und immer noch nicht richtig fassen! Vor zwei Wochen warst Du noch als Panelist im Rahmen unserer internationalen CBC2026-Konferenz im Einsatz und hast Deine langjährigen Erfahrungen in der evidenz-basierten Politikberatung zum Schutz von Biodiversität und Klima in Zeiten von Populismus und Falschinformation mit uns geteilt. Wir kennen uns seit 1993, d.h. den Anfangszeiten des UFZ. Die Departments NSF und OESA waren dabei von Anfang an enge Partner und haben im Schulterschluss von Freilandökologie und Modellierung „gemeinsame Sache“ bei der Erforschung der Auswirkungen von Habitatverlust, Fragmentierung, Klimawandel und intensiver Landnutzung auf die Überlebensfähigkeit von Populationen verschiedener Artengruppen gemacht. Diese Symbiose hat bis heute Bestand. Wir haben uns die ganze Zeit aber auch gefragt, wie man das alles neben dem Wirken als Top-Wissenschaftler überhaupt schaffen kann: erst die ganzen großen EU-Projekte und dann zunehmend die Politikberatung auf allen Ebenen zu essentiellen Themen. Dabei aber noch ein großartiger Kollege zu bleiben, ein „Fels in der Brandung“ in schwierigen Momenten mit Deiner besonderen Gabe, mit trockenem Humor in angespannten Debatten alle zum Lachen zu bringen und so wirksam zu deeskalieren. Und nun diese Entsetzlichkeit. Wie kann man denn das riesige Loch, das Dein plötzlicher Tod gerissen hat, jemals füllen? Wegen Unmöglichkeit - gar nicht! Wir alle können nur versuchen, Dein Vermächtnis als Auftrag zu nehmen, Dein unermüdliches Ringen um den Erhalt von Biodiversität und Klima nach Kräften fortzuführen. Jetzt gilt aber erstmal unser ganzes Mitgefühl den KollegInnen Deines Departments NSF und vor allem natürlich Deiner Familie, denen wir alle Kraft der Welt wünschen, diese schwere Zeit durchzustehen. Unsere Gedanken sind bei ihnen.
Karin Frank (UFZ, Department OESA)
Lieber Sepp, ich versuche seit Tagen, die passenden Worte zu finden, doch die gibt es einfach nicht. Gerade sendest du noch Grüße von der IPBES Konferenz, und plötzlich bist du nicht mehr da. Deine Stärke war ganz klar, Teams in jeder Größe zu leiten und immer die passenden Worte zu finden, damit eine gute Zusammenarbeit gelingt. Trotzdem deinem Standing warst du immer bodenständig, nahbar, humorvoll und hattest immer einen guten Ratschlag. Dein Optimismus war ansteckend - am Ende auch anstrengender Emails stand stets ein "Never give up". Liebe Doris, lieber Sam, mein aufrichtiges Mitgefühl. Ich wünsche euch viel Kraft. Sepp, du fehlst uns. Und du wird der Biodiversität auf so vielen Ebenen fehlen.
Annegret Grimm-Seyfarth (UFZ und HTWD)
Lieber Sepp, die schreckliche Nachricht von deinem plötzlichen Tod hat mich und meine Kolleg*innen sehr getroffen und geschockt. Es war eine Ehre mit dir zusammenzuarbeiten und von dir zu lernen. Du warst es, der mir die ersten Schritte auf der unüberschaubaren Science-Policy Bühne der CBD COPs erleichtert und mir die neusten Entwicklungen, gespickt mit persönlichen Anekdoten, erklärt hat. Du warst immer eine laute Stimme für den Erhalt unserer Natur und du wurdest gehört, denn du wusstest wie du was an wen kommunizieren musstest, ein wahrer Moderator zwischen den Welten und Disziplinen. Du warst ein Vorbild und eine Inspiration für so viele, bodenständig, nahbar, verlässlich, herzlich und unermüdlich, immer mit dem richtigen Maß an Optimismus. Du hast dir immer Zeit für einen genommen, keine Nachricht, keine Anfrage blieb unbeantwortet, egal von welchem Ort aus, ein reines „nein - geht nicht“ gab es nie. Es ist unglaublich, welch große Spuren du international aber auch bei der FEdA hinterlassen hast. Du hast gezeigt was ein einzelner Mensch bewirken kann und das gibt uns allen Mut und Kraft weiterzumachen - never give up. Wir vermissen dich als Wissenschaftler, Mentor und Freund und sind in Gedanken bei deiner Frau, deiner Familie und deinen Freunden.
Julian Taffner & das Team der FEdA-KS (FEdA)
Lieber Sepp, wie furchtbar traurig, dass Du schon so früh gehen musstest! Du wirst fehlen. Du warst nicht nur ein großartiger Wissenschaftler sondern auch ein so freundlicher, hilfsbereiter und humorvoller Mensch, der eine große Lebensfreude ausstrahlte. Deiner Familie mein aufrichtiges Beileid und viel Kraft für diese schwere Zeit. Kurt
Kurt Jax (ehem. Department Naturschutzforschung am UFZ)
Im Jahr 2023 sprach Prof. Settele bei uns in Dillingen an der Donau vor einem großen Publikum. Wir lernten ihn als leidenschaftlichen Wissenschaftler und gleichzeitig als nahbaren und freundlichen Menschen kennen. Unser Mitgefühl gilt der Familie und allen, die um ihn trauern. R.i.P.
René Brugger (Kath. Akademikerkreis Dillingen/Donau)
Liebe Doris, lieber Sam, der plötzliche Tod von Sepp ist auch nach Tagen noch schwer zu begreifen und macht mich sehr traurig. Sepp war großzügig – nicht nur mit materiellen Geschenken im Kollegenkreis. Er verschenkte Zeit. War immer erreichbar und wusste Lösungen. Berichtete entspannt und fröhlich über die transporttechnischen Erschwernisse und Miseren, die fast alle seine Dienstreisen begleiteten aber ihn nie aus der Ruhe brachten. Diese Gelassenheit habe ich immer bewundert. Das verschmitzte Kichern, mit dem er erzählte, sein Gruß in schönster hallescher Mundart auf dem Weg zum stets überquellenden Postfach und unsere running gags werden mir fehlen. Ich fühle mit Euch und wünsche Euch Kraft. In herzlicher Anteilnahme, Ellen
Ellen Selent (UFZ)
Ich bin sehr traurig. Immer wieder habe ich Sepp treffen können, auf Podien, in Veranstaltungen, Pläne geschmiedet, Infos ausgetauscht. Jedes Mal war ich danach inspiriert und motiviert. Ich habe immer seine Gabe bewundert trotz der intensiver Beschäftigung mit wahrhaft frustrierenden Fakten immer einen positive, zupackende Einstellung zu zeigen. Das war ansteckend und wird mir weiter ein Vorbild sein. Die Lücke aber wird bleiben und ich sende mein herzliches Mitgefühl an seine Familie und engen Freunde.
Konstantin Kreiser (NABU)
I am deeply saddened by the sudden passing of Josef Settele. Over twenty years ago, I first met him as a very thoughtful and visionary PI of the EU FP6 project ALARM, bringing together researchers from across Europe and beyond to address the major risks facing biodiversity. This also included a substantial support for the foundation of the South American GLORIA network, which actively continued as an international mountain biodiversity monitoring effort until today. His commitment to biological conservation and translating scientific knowledge to the public will be profoundly missed.
Harald Pauli (GLORIA Network (ÖAW & BOKU University, Vienna))
Lieber Sepp, Dein viel zu frühes Scheiden aus dem Leben macht mich zutiefst betroffen. Ich durfte Dich als liebherzigen Menschen und zielstrebigen hoch kompetenten Wissenschaftler am UFZ kennenlernen. Deine leitende Arbeit im MACMAN-Projekt hat dieses zu einem Meilenstein in der Biodiversitäts- und Naturschutzforschung gemacht. Du konntest komplexe ökologische Zusammenhänge meist leicht verständlich erklären. Die von Dir ins Leben gerufenen jährlichen Tagfalterworkshops waren ein Jahreshöhepunkt im Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch für jeden entomologisch Interessierten. Du brachtest professionelle Wissenschaftler und ehrenamtliche Bürgerwissenschaftler auf Augenhöhe zusammen. Besonders beeindruckt hat mich Dein Kampf gegen den Missbrauch bürgerwissenschaftlicher Forschungsergebnisse des Tagfaltermonitorings durch internationale Großkonzerne der agrochemischen Industrie. Persönlich und im Namen des Teams des Naturkundemuseums Leipzig möchte ich Deinen Angehörigen und Freunden unser herzlich empfundenes Beileid aussprechen.
Karl Heyde (Naturkundemuseum Leipzig, Kurator Botanische Sammlungen)
Ein großer Schock und schwer verdaulich. Ca. 40 Jahre ist es her, dass wir uns beim Entomologischen Arbeitskreis in Bad Dürkheim kennenlernten und ich dann über Jahrzehnte sein immenses Schaffen bewundern und hin und wieder auch persönlich bei Vorträgen und Tagungen in lockerem Kontakt bleiben konnte. Er hätte noch so viel bewirken können. Seiner Familie wünsche ich alle nötge Kraft bei der Verarbeitung dieses plötzlichen Verlustes.
Rolf Mörtter (SMNK Karlsruhe)
Mein tief empfundenes Beileid der Trauerfamilie und allen, die Sepp nun vermissen müssen. Es ist ein Schock und macht mich sehr traurig, einen so liebenswürdigen, lebensfrohen und leidenschaftlichen Menschen und Erforscher des Lebens verabschieden zu müssen. Dein Vorbild und Dein Erbe werden in den Herzen und Erinnerungen vieler Menschen weiterleben - und in dem, was sie bewegt und wofür sie sich einsetzen. Ich schick' Dir einen Großen Feuerfalter - Deinen Lieblingsfalter, wie ich gelernt habe - hoch in den Himmel, in die Atmosphäre oder dorthin, wo Du gerade bist.
Eva Rahner (Leibniz-Forschungsnetzwerk Biodiversität am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung)
Viel zu früh und tief erschüttert. Die internationale Biodiversitätscommunity hat mit dem Tod von Sepp eine zentrale Figur verloren. Ich habe Sepp im Rahmen des Faktencheck Artenvielfalt kennengelernt. Er war stets ein Unterstützer und Fürsprecher der sozial-ökologischen Perspektive und Forschung. Er hinterlässt eine große Lücke. Mein herzliches Beileid an seine Familie und Weggefährten! Marion
Marion Mehring (Institut für sozio-ökologische Forschung (ISOE), Frankfurt)
Ich bin erschüttert. Ich habe Sepp Settele vor mehr als 30 Jahren beim FIFB-Projekt als Kollegen und Unterstützer kennengelernt und hatte über die Jahre immer wieder Kontakt zu ihm. Sowohl menschlich als auch fachlich trauere ich über seinen frühen Tod.
Monika Apelt (privat)
Mit großer Bestürzung und tiefer Trauer nehmen wir Abschied von Josef Settele, einem geschätzten Wegbereiter unseres Zentrums. Sein Tod erfüllt uns mit Fassungslosigkeit. Mit ihm verliert die Monitoringgemeinschaft einen herausragenden Wissenschaftler, einen leidenschaftlichen Fürsprecher der biologischen Vielfalt und einen geschätzten Kollegen, dessen fachliche Kompetenz ebenso beeindruckte wie seine menschliche Zugewandtheit. Wir werden seine Expertise, seine Impulse und seine freundliche, authentische Art vermissen. Vor allem aber wird uns der Mensch fehlen, der hinter all den wissenschaftlichen Leistungen stand. Unsere Gedanken sind in dieser schweren Zeit bei seiner Familie und allen Menschen, die ihm persönlich nahestanden. Ihnen gilt unser aufrichtiges und tief empfundenes Mitgefühl. Wir wünschen ihnen Kraft, Trost und Menschen an ihrer Seite, die ihnen Halt geben. Wir sind dankbar, mit Josef Settele gearbeitet und ihn gekannt zu haben. Wir werden ihm ein ehrendes und herzliches Andenken bewahren. Dr. Karin Glaser, für das Team des Nationalen Monitoringzentrums zur Biodiversität
Karin Glaser (Nationales Monitoringzentrum zur Biodiversität)
Für mich ist es immer noch unbegreiflich und wird es wohl auch noch eine Weile bleiben, dass Du, lieber Sepp, nicht mehr unter uns bist. Es ist unfassbar traurig. Du hast Dein Lebenswerk mit stets großer Begeisterung und Liebe jedem Menschen vermittelt, auch wenn die Bühne noch so klein war und auch nur über ein ganz wackeliges Netz für Dich erreichbar. Lieber Sepp, Du warst ganz bei Dir „Selbst“ und bist auf Deinem unheimlich vielfältigen Weg ganz bei Dir geblieben. Ich bin unendlich dankbar, Dich als Weggefährten gehabt zu haben.
Du hinterlässt eine große Lücke, aber Deine Begeisterung lebt in unseren Herzen. Liebe Doris, liebe Familie & Angehörige, ich wünsche Dir und Euch ganz ganz viel Kraft und Zuversicht.
Cornelia Baessler (UFZ)
Ich bin immer noch fassungslos und sehr traurig. Erst vor kurzem haben wir noch per mail gewitzelt, wie schwer es ist, in Sepps voller Agenda einen Tag herauszuschälen für eine Naturschutzkonferenz bei uns nächsten Januar, und nun ist er nicht mehr da. Dabei bräuchten wir ihn doch ganz dringend, mit seinem ganzen Wissen, Erfahrung, Humor und Gelassenheit. Keine erbaulichen Gespräche und gemeinsames Geblödel mehr auf IPBES oder CBD meetings, spontane Interviewhilfen, "stets zu Diensten"-mails. Ein sehr schmerzlicher Verlust!
Eva Spehn (Forum Biodiversität Schweiz)
Sepp, der Student der Agrarbiologe, der seine Autorenschaft in den Skripten für nachkommende Semester mit dem Schmetterling kennzeichnete war schon damals ein Vorbild. Danach auch immer unbeirrbar in seinen Zielen und mit vielen Talenten versehen. Uns als für die Beratung zuständige Nationale Kontaktstelle für das EU-Rahmenprogramm brachte er bei, dass man den EU-Antrag für das Projekt ALARM auch in 8 Wochen schreiben und erfolgreich sein kann. Ich bin sehr traurig über die Nachricht seines Todes. Mein Mitgefühl gilt seiner Familie.
Elisabeth Osinski (Projektträger Jülich, Nationale Kontaktstelle in Horizont Europa)
Lieber Sepp, ruhe in Frieden. Du hast viele Spuren in der Wissenschaft und im Naturschutz hinterlassen, für mich wirst Du immer mit den Tagfalter-Workshops und dem Tagfaltermonitoring in Verbindung stehen. Ich möchte den Angehörigen, den Kolleginnen und Kollegen und dem Freundeskreis meine aufrichtige Anteilnahme aussprechen.
Ronald Schiller (ehemals Naturkundemuseum Leipzig)
Dear Josef, I feel so sorry that you have left this Earth you loved so much, and so suddenly. You probably still had millions of ideas in your head, so many things to do and say, so many more ways to make a difference. You'll be missed in so many ways, in so many corners of our scientific lives, and often at the most unexpected moments. From your professional advice to your personal support, from your jokes to your emails at 11:30 pm and your never-failing optimism, you had a way of being there. You amazed me with your availability, despite a Minister's agenda. You seemed to come from another planet when it came to managing your time and travels. Maybe this is simply where you have gone, to a place where people have greater respect for biodiversity... Now, in your absence, we will find traces of you in the work we continue, in the challenges we face, in the moments when we would have turned to you for guidance, and in the quiet, unexpected moments when we simply wish we could have one more conversation. Like so many others, I'll miss your emails ending with "Never give up!"...one of your many clever ways of infecting us all with your optimism I think. Dear Josef, I would still have so much to say. Like how I was looking forward to sharing a panel with you at the UFZ Career Day. Or how, even after more than 20 years of collaboration, I never managed to bring myself to call you Sepp. Somehow, I feel that continuing to call you Josef became a little bond of our own. Thank you, dear Josef, for everything. With heartfelt gratitude, and my deepest sympathy to all your loved ones. And to all, if I may: "Never give up!"...
Marie Vandewalle (UFZ and Lund University)
Welch ein Verlust eines hochgeschätzten Wissenschaftlers und Menschen, der so viele andere mit seinem Wissen inspiriert hat. Wir konnten ihn gleich zu Beginn seiner Laufbahn mit einem Stipendium für einen Aufenthalt auf den Philippinen unterstützen – eine Chance, die er hervorragend zu nutzen wusste: "Zur Ökologie der terrestrischen Arthtopodenfauna philippinischer Reisterrassen (Provinz Ifugao, Nord-Luzon) - unter vergleichender Betrachtung der Verhältnisse bei "traditioneller" und "moderner" Anbauweise", 1987. Großartig, was er damals schon sah und analysierte. Wir müssen ihm für seine große wissenschaftliche Leistung und seinen Einsatz für das Verständnis von Biodiversitätsschutz mehr als dankbar sein.
Andrea Fadani (Stiftung fiat panis / Eiselen-Stiftung Ulm)
Wir sind tief erschüttert von der Nachricht, dass unser Kollege Sepp verstorben ist. Wir möchten Ihnen, liebe Frau Vetterlein, und Ihrer Familie unser aufrichtiges Beileid aussprechen und sind in diesen unfassbar schweren Stunden in Gedanken bei Ihnen.
Die Kollegen aus der UFZ-Versuchsstation Bad Lauchstädt (Department Biozönoseforschung)
Lieber Sepp, bei IPBES, im SRU, aber vor allem auch neben all den Gremien, wo Du so viel bewirkt hast, warst Du nie aufgeregt, wichtigtuerisch oder gar eitel, sondern immer ein guter Ratgeber, offener Gesprächspartner, selbst ein Reason for Hope, wie Jane Goodall gesagt hätte, für so viele beim Schutz unserer so bedrohten biologischen Vielfalt. Du wirst uns, aber noch mehr Deinen Liebsten, denen mein Mitgefühl gilt, ungeheuer fehlen, und ich möchte DANKE sagen für Deinen Einsatz!
Ulrich Stöcker (Helversen´sche Stiftung für Arten- und Biotopschutz)
Ich bin erschrocken über diese Nachricht, die mich erst heute erreichte, und ich kann und will es immer noch nicht glauben: Sepp ist tot! Kennengelernt haben wir uns bereits im vorigen Jahrhundert, als er gerade nach Leipzig gekommen war. „Was halten Sie von einer Tagung über Tagfalter?“ war die Frage. Das Gespräch führte zur Geburtsstunde des Tagfalter-Workshops, der in diesem Jahr zum 28. Mal stattfand. Der nächste Höhepunkt war die freundliche Einladung (zusammen mit Reinart), Mitautor für „Die Tagfalter Deutschlands“ (2000) zu werden. Das führte zu einer vertieften wissenschaftlichen Zusammenarbeit, in deren Ergebnis – mit weiteren Autoren - die 1. Auflage 2005 des Bestimmungsbuches „Schmetterlinge – Die Tagfalter Deutschlands“ entstand (4. Auflage 2025). Bei einem weiteren Projekt kam es zu fruchtbarer Zusammenarbeit: „Tagfalter von Sachsen“. Die erfolgreiche Idee und deren Umsetzung im Tagfalter-Monitoring Deutschland von Sepp und seinem UFZ-Team erbrachte riesige Datenmengen. So lag der Gedanke eines Tagfalteratlasses in der Luft. Das Projekt wollte ich dann schon aufgeben, doch Sepp sprach Mut zu. Mit veränderter Konzeption und durch Einbindung weiterer Datenbanken konnte er die Zusammenarbeit mit dem Ulmer-Verlag erreichen, so dass das datenträchtige Werk 2020 erscheinen konnte. Eine wunderbare Zusammenarbeit des gesamten Teams, und wie überall, Sepp als Koordinator, verständnisvoller Partner und kritisch-akribischer Kollege. Schade, dass es nunmehr keine Fortsetzung geben kann. Sepp hat mit seiner unverwechselbaren, sympathischen Art, seinem umfassenden Wissensstand und mit klarer Haltung dazu beigetragen, dass die Insekten in der Artenschutzproblematik Beachtung finden. Für mich war er ein Vorbild und ich fühle mich geehrt, viele Dinge mit ihm gemeinsam voran getrieben zu haben. Ich werde ihn sehr vermissen! Der hinterbliebenen Familie mögen die Worte ein wenig Trost spenden, dass er ein so geachteter Mensch war.
Rolf Reinhardt (Mittweida)
Lieber Sepp, Dein plötzlicher Tod hat tief geschockt und ist noch immer nicht real. Und doch haben wir Dich nicht mehr unter uns. Wir werden Dich als einen wunderbaren und so humorvollen Menschen und als einen großartigen Wissenschaftler in dankbarer Erinnerung behalten und in Deinem Sinne weiter für unsere Umwelt wirken. Nachhaltigkeit und Biodiversität lagen Dir am Herzen. Und auch, wie Menschen, Tiere und Pflanzen besser miteinander leben können, als sie es gerade tun. Du hast Dich mit viel Geduld und Kraft den Kleinen in der großen Biodiversität gewidmet und hast so viele wunderbare neue Erkenntnisse mit uns geteilt, so lange Jahre. Es wird brauchen, Deinen Verlust nicht nur tief zu betrauern, sondern, wie hier schon viele liebe Menschen geschrieben haben, in Kraft zu verwandeln, in Deinem Sinne weiterzuforschen für eine diverse Umwelt. Du fehlst, Sepp, und bist doch immer weiter da. Wir sind in Gedanken bei Deinen Lieben und wünschen von ganzem Herzen Kraft für die kommende schwere Zeit.
Annegret Haase, Dagmar Haase (UFZ, Humboldt Universität zu Berlin)
Unfassbar. Ein hochaktiver Wissenschaftler und immer freundlicher Mensch ist nicht mehr da. Wir Zähler werden ihn sehr vermissen bei unseren Treffen in Halle und in Leipzig. Herzliches Beileid an Sepps Familie.
Rotraud Krüger (TMD Falterzählerin)
Der plötzliche Tod von Sepp hat mich tief getroffen. Was für ein feiner Mensch und großartiger Kämpfer für Biodiversität und Naturschutz musste und viel zu früh gehen. Unsere Gespräche bei den SRU-Sitzungen und an den Donnerstagabenden beim Absacker in Berlin habe ich so sehr genossen. Unfassbar, dass es diese nun nicht mehr geben wird. Mein tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie.
Christina Dornack (TU Dresden / SRU)
Mein herzliches Beileid Dir, liebe Doris, Euerer Tochter und der ganzen Familie. Ich wünsche Dir viel Kraft und Beistand in dieser schweren Zeit. Ich möchte Sepp besonders wegen seiner Nähe zu allen Mitarbeitern ohne Standesdünkel und mit einer freundlichen aufgeschlossenen Haltung. Natürlich ist sein wissenschaftliches Wirken weltweit unangefochten und stets zukunftsorientiert und das bleibt vom ihm. Sei herzlich still umarmt.
Gabi Stams (privat)
I have met Josef just once at a conference. His charisma and passion shone through and are unforgettable. My warmhearted condolences
Iryna Herzon (University of Helsinki)
In Erinnerung an Josef Settele, einen herausragenden Wissenschaftler, der sich mit großer Leidenschaft für den Schutz der biologischen Vielfalt und den Dialog zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft eingesetzt hat. Die Nachricht von seinem plötzlichen Tod hat uns, das Team von Helmholtz KLIMA, sehr bestürzt. Sein Engagement, wissenschaftliche Erkenntnisse in politische Entscheidungen einzubringen, und seine Stimme in der Politikberatung werden fehlen. Unser herzliches Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Wegbegleiter:innen und allen Kolleg:innen am UFZ.
Laura Marie Garbe (Helmholtz-Klima)
The unexpected passing of Prof. Dr. Josef Settele is a great loss. My heartfelt condolences to his family and loved ones. May he rest in peace.
Melesech T. Gabi (UFZ)
Pof. Settele war nicht nur ein besonderer Wissenschaftlicher sondern auch ein besonders angenehmer Mensch.
Simone Pusch (UFZ, im Ruhestand)
Unlängst waren wir noch gemeinsam in Begutachtungen. Josef Settele gehört für mich zu den starken, unbeirrten Kollegen mit einem aufrichtig holistischen Wissenschaftsverständnis, dabei Natur- und Sozialwissenschaften wechselseitig anerkennend verstehend und lebend. Wir sprachen mehrfach über die Möglichkeiten, Artenvielfalt in Städten zu stärken. Seine unaufgeregten, fairen und ehrlichen Bewertungen in gemeinsamen Begutachtungen werden mir als wertvolle Begegnungen in guter Erinnerung bleiben. Mein herzliches Mitgefühl gilt seiner Familie!
Frauke Kraas (Stadt- und Sozialgeographie, Universität zu Köln)
Der unerwartet frühe Tod von Sepp ist erschütternd. Menschlich und in seiner wichtigen Rolle für die kritische Diskussion um die aktuelle Biodiversitätslage. Ein schmerzhafter Verlust. Ich hätte gerne mit ihm weiter über Wespen gesprochen.
Michael Ohl (Museum für Naturkunde Berlin)
Ich bin tief erschüttert über den Tod eines so engagierten Wissenschaftlers und tollen Menschen, dessen Ausstrahlung außergewöhnlich war. Er konnte auch bei Fachfremden in wenigen Augenblicken ein Feuer, eine Begeisterung für sein Fach entzünden. Danke für so viel, in der Hoffnung, dass dieser Schwung für unsere Umwelt viele weitere Menschen voranbringt.
Mario Helm (F&U confirm, Universidad de Concepción, Chile)
Mein tiefes Beileid und Mitgefühl für Doris und Sepp’s Familie - Sepp ist viel zu früh gegangen. Sein großes Vermächtnis für den globalen, nationalen und lokalen Naturschutz in Wissenschaft und Politik wird weiterleben in den großen Assessments und vielen Netzwerken, die Sepp aufgebaut und inspiriert hat - mögen sie Kreise ziehen und weiterwirken.
Aletta Bonn (UFZ)
Mein Beileid an die Hinterbliebenen. Wie ungerecht das Leben manchmal ist!
Ana Zenclussen (UFZ)
Mit Josef Settele verlieren wir viel zu früh einen zugewandten Menschen, einen engagierten Wissenschaftler und jemanden, der sich ohne lang zu fragen in den Dienst der Sache gestellt hat. Er ist dadurch groß geworden, dass er andere groß gemacht hat. Ich werde ihn nie vergessen.
Wolfram Mauser (LMU München)
Wir hatten das große Glück, Josef Settele kennen gelernt zu haben. In tiefer Trauer für das Team der Buchhandlung Jacobi & Müller.
Raimund Müller (Buchhandlung Jacobi & Müller)
Mein tief empfundenes Beileid für die Familie und die Forschergemeinschaft. Ich bin mit Herrn Prof. Settele in den 80er Jahren durch die Philippinen gereist und er hat mich schon damals durch sein grund-solides und seriöses, im tieferen Sinne des Ausdrucks, Engagement für Biodiversität beeindruckt. So werde ich ihn in Erinnerung behalten.
Mathias Braun (Privatier)
Sepp hatte für heute bei unserer Online-Fortbildung des Landesverbands Bayern im VBIO zum Thema „Biodiversität unter Druck – Ökosystemleistungen, Landnutzung und Handlungsoptionen“ zugesagt. Sepp fehlt! Tiefes Mitgefühl seinen Angehörigen, Freunden und wissenschaftlichen Wegbegleitern.
Carsten Roller (VBIO)
Herzliches Beileid an alle Verwandten, Freunde und Kollegen, -innen.
Ulrike Ferstl (Mitglied naturwissenschaftlicher Verein Karlsruhe)
Seine Dissertations- und seine Habilitationsschrift legten bereits Zeugnis von Josef Setteles überaus großem Verständnis für ökologische Zusammenhänge und seinem Engagement für die Komplexität der (Agrar)Ökologie und die weltweiten Konsequenzen ökologischen Missmanagements ab. Sein wegweisendes Wirken und seine Schriften für den sorgsamen Umgang und Erhalt von Ökosystemen und Biodiversität ist von ihm auch für Laien verständlich nahe gebracht worden. Die von ihm hinterlassenen "Fußstapfen" sind, wenn überhaupt, nur sehr schwer auszufüllen sein. Ich wünsche seiner Familie die nötige Kraft, den Verlust von Josef Settele zu tragen.
Claus P. W. Zebitz (Universität Hohenheim)
Wir sind sehr bestürzt und traurig. In der kommenden Woche wollte Sepp an unserer Tagung zur Insektenvielfalt im Grünen Band teilnehmen. Wir haben uns so darüber gefreut. Er wird uns sehr fehlen. Seiner Familie wünschen wir viel Kraft in dieser schweren Zeit.
Liana Geidezis (Nationales BUND Kompetenzzentrum Grünes Band)
Lieber Sepp, wie traurig es ist, dass du so früh schon von uns gegangen bist. Ich hätte dich und dein bewundernswertes Wirken hier auf so vielen Ebenen so gerne noch etwas länger gewusst. Du hast mir während meiner Doktorarbeitszeit am UFZ in Halle beigebracht, dass es sich immer lohnt nach den Sternen zu greifen und sich dabei nicht allzu ernst zu nehmen und über ein Scheitern genauso zu schmunzeln, wie sich über jeden erreichten Meilenstein oder eingefangenen (und wieder freigelassenen) Ameisenbläuling zu freuen. Nun bleibt mir nur, dir alles erdenklich Gute auf deiner Weiterreise zu wünschen und deine Botschaft weiter in die Welt zu tragen. Du wirst hier sehr fehlen, aber deine Botschaft lebt weiter und wächst und blüht und wird weiterhin viele Früchte tragen. Das ist so gewiss wie dein humorvoller Optimismus und deine stete Aufmunterung nach jedem Rückschlag. Deiner Familie und deinen Angehörigen wünsche ich viel Kraft in dieser schweren Zeit des Verlustes und der Trauer. Möget ihr etwas Trost darin finden in eurer Trauer um einen ganz besonderen Menschen nicht allein zu sein.
Sylvia Jaschinsky (privat)
I am deeply saddened by the sudden passing of Prof. Dr. Josef Settele. His remarkable contributions to science and biodiversity conservation will always be remembered. My heartfelt condolences go to his family, friends, and colleagues during this difficult time. May his soul rest in peace.
Abebaw Misganaw Ambaw (UFZ)
Liebe Familie Settele, mit Bestürzung habe ich auf die Nachricht von Josef reagiert. Wir hatten uns vor zwei Wochen noch in einer Jurysitzung getroffen und er war zugewand und offen für die Entscheidungen, so wie ich Ihn in jedem Treffen zuvor wahrgenommen habe. Wir werden ihn sehr vermissen. Ich wünsche Ihnen viel Kraft und ein gutes Netzwerk in dieser traurigen Zeit. Mit herzlichen Grüßen,
Mathias v. Mirbach (ackern &bewegen e.V.)
Ich hatte das große Glück "Sepp" Josef Settele zu kennen und von ihm lernen zu dürfen. Sein früher Tod erschüttert mich, was hätte die Forschung von ihm noch gehabt - unendlich viel. Senior-Wissenschaftler erreichen ja gerade im Rentenalter eine wissenschaftliche Blütezeit mit Veröffentlichungen von späten, reifen "Lebenswerken". Davon hat Sepp ja schon ein paar auf dem Kerbholz, aber es wäre sicher noch viel mehr gekommen. Bin sehr traurig, er war als Mensch ausgesprochen warmherzig und zugänglich...
Jens Kipping (BioCart Ökologische Gutachten, Taucha b. Leipzig)
Ich hatte nur zweimal das Privileg, Sepp persönlich zu begegnen, einmal bei einem "Bodenforum" und einmal während der Evaluierung eines Leibniz-Instituts. Dennoch haben beide Begegnungen einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Besonders beeindruckt hat mich seine Verbindung von Herzlichkeit und natürlicher Autorität, ganz ohne jede Selbstdarstellung. Er hatte die bemerkenswerte Fähigkeit, Menschen die Befangenheit zu nehmen. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir sein Umgang mit den Promovierenden während der Evaluierung. Er schaffte es, ihnen bei der Vorstellung ihrer Forschung die Nervosität zu nehmen und ihnen das Gefühl zu geben, dass ihre Arbeit geschätzt wird. Sepp hat gezeigt, wie echte Führungsstärke ganz selbstverständlich aus Wissen, Großzügigkeit und menschlicher Wärme erwächst. Sein Tod ist ein großer Verlust für unsere Gemeinschaft. Mein aufrichtiges Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Freunden und allen Kolleginnen und Kollegen.
Rudolf Meier (Museum für Naturkunde Berlin)
I enjoyed very much working with Josef during all thèse years. Not only was he a bright scientist but such a nice character. I will miss him. Take care.
Anne Teller (European Commission)
Mit großer Bestürzung haben wir vom Tod von Prof. Dr. Josef Settele erfahren. Das Thünen-Institut hat mit ihm in verschiedenen Gremien und Projekten vertrauensvoll zusammengearbeitet. Wir werden ihn als sehr geschätzten Wissenschaftler und engagierten Kooperationspartner in Erinnerung behalten. Der frühe Tod von Folkhard Isermeyer hat uns selbst vor Augen geführt, wie tief der Verlust einer prägenden Persönlichkeit eine wissenschaftliche Einrichtung und die Menschen, die mit ihr verbunden sind, treffen kann. Wir fühlen, wie schwer dieser Verlust für die Kolleginnen und Kollegen am UFZ wiegt. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, seinen Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des UFZ. Ihnen wünschen wir in dieser schweren Zeit viel Kraft, Zusammenhalt und Zuversicht. In aufrichtiger Anteilnahme,
Birgit Kleinschmit (Thünen-Institut)
Mit großer Bestürzung haben wir vom Tod von Prof. Dr. Josef Settele erfahren. Das Thünen-Institut hat mit ihm in verschiedenen Gremien und Projekten vertrauensvoll zusammengearbeitet. Wir werden ihn als sehr geschätzten Wissenschaftler und engagierten Kooperationspartner in Erinnerung behalten. Der frühe Tod von Folkhard Isermeyer hat uns selbst vor Augen geführt, wie tief der Verlust einer prägenden Persönlichkeit eine wissenschaftliche Einrichtung und die Menschen, die mit ihr verbunden sind, treffen kann. Wir fühlen, wie schwer dieser Verlust für die Kolleginnen und Kollegen am UFZ wiegt. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, seinen Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des UFZ. Ihnen wünschen wir in dieser schweren Zeit viel Kraft, Zusammenhalt und Zuversicht. In aufrichtiger Anteilnahme,
Birgit Kleinschmit (Thünen-Institut)
Lieber Sepp, wie so viele hier bin ich völlig sprachlos. Du selbst warst es hingegen nie. Zwischen all Deinem Engagement für Forschung, Biodiversität und die Welt hattest Du immer einen Rat, nahmst Dir immer Zeit für Fragen und so oft nicht nur kluge und hilfreiche, sondern auch humorvolle Antworten. Deine Energie und Inspiration werden der Welt fehlen!
Katharina Weiss-Tuider (Autorin, Moderatorin)
I am speechless because of this very sad news! I will always remember Sepp as a biodiversity expert and a very nice colleague with a great sense of humour. My sincere condolences to his family, friends and colleagues at the UFZ.
Nicole van Dam (IGZ/FSU Jena)
Lieber Sepp, du bist gegangen, einfach so, ohne Ankündigung, du bist einfach weg. Ich bin unendlich traurig, es schmerzt. Du wirst mir sehr, sehr fehlen. Auch wenn wir uns nicht oft sahen und miteinander sprachen, sondern nur schrieben, warst du mir ein Freund, ein Freund, den ich sehr schätzte und sehr, sehr schmerzlich vermissen werde. Du hattest einen Leitsatz: Never give up. Sepp, ich verspreche dir, ich werde nicht aufgeben und mich in meinem Rahmen auch weiterhin für das einsetzen wofür auch du gekämpft hast und letztlich dein Leben opfertest. Alle meine guten Wünsche gehen an deine Frau und deinen Sohn. Ihnen beiden gilt mein herzliches, tief empfundenes Beileid.
Regina Noack (privat)
Ich habe ihn als ausgesprochen freundlichen, zugewandten Kollegen kennengelernt, der weit über Disziplingrenzen hinaus im Sinne der gemeinsamen wissenschaftlichen Sache dachte und handelte. Seine Offenheit, sein Engagement für die Biodiversitätsforschung und seine menschliche Haltung werden mir in dankbarer Erinnerung bleiben.
Anja Bosy-Westphal (Universität Kiel)
Sepp war für mich Mentor. Sepp motiverte mich sehr stark. Tagsüber forderte er Effizienz und Ergebnisse im Gespräch, abends beim Bier hörte er empathisch zu. Und er erzählte ganz privat von seinem Leben. Ich habe so viel von ihm gelernt! Ich habe ihm viel zu verdanken. Unbeschreiblich ist Sepp für mich die umfassende Rückversicherung gewesen. Sepp, Du hast alles gegeben! Sepp, Du wirst immer Orientierung für mich und mein Team sein!
Hans-Dietrich Reckhaus (Insect-Respect)
Dear Sepp, I'm deeply saddened and shocked by your passing... I cannot thank you enough for our field sessions together, sharing your vast knowledge on butterflies, the times we laughed and the coffees we shared. You will be remembered as a wonderful scientist and human being.
Bréa Raynaud-Berton (MLU)
"Biodiversitätsschutz und Klimawandel gemeinsam denken" - dieses Credo von Josef Settele begleitet mich jeden Tag. Ich bin tief erschüttert und betroffen von seinem Tod und wünsche der Familie Kraft und Zuversicht in diesen schweren Stunden. Sein nachhaltiges Vermächtnis wird in unseren Herzen und Köpfen weiterleben!
Karin Hindenlang Clerc (Stiftung Wildnispark Zürich)
Was für eine schreckliche Nachricht, ich bin zutiefst betroffen. Mitten aus dem Leben und Schaffen gerissen, ein unglaublicher Verlust für die Biodiversitätsforschung in Sachsen, Deutschland und auf internationaler Ebene. Mein tiefes Mitgefühl gehört der Familie sowie den Kolleginnen und Kollegen des UFZ, ich wünsche Ihnen Kraft und Zuversicht.
Annerose Beck (MR'in a. D.)
This news comes as a real shock! It is deeply saddening. I got to know Josef during my trips and stays at the UFZ in Halle in connection with the ALARM project. I hold Josef in high regard as both an excellent human being and a professional. We used to banter about German and Argentine soccer during one of the World Cups. His innate ability to organize projects and research, along with his contributions to the dissemination and public understanding of biodiversity - extending well beyond his specialization in Lepidoptera - leaves a huge void and a deep sense of sadness. It is hard for me to imagine the UFZ in Halle without Josef.
Ricardo Ojeda (IADIZA, CONICET, Mendoza,Argentina)
I remember Sepp through our shared interests in insect conservation, pollinator research and our work within IPBES. He combined outstanding scientific expertise with a genuine commitment to biodiversity and a remarkable ability to bring people together. A kind and nice personality. He will be greatly missed.
András Báldi (Centre for Ecological Research, Hungary)
"Und euer Leben, ihr Schmetterlinge, Huscht sowieso wie ein Sternschnupp vorbei." (Auszug: Jene brasilianischen Schmetterlinge / Joachim Ringelnatz) Auch dieses Leben war leider zu kurz. Mein aufrichtiges Beileid allen Nahestehenden von Josef Settele.
Jette Wüst (UFZ)
Lieber Sepp, unglaublich, was und wen Du alles bewegt hast: wir vermissen Dich als großartigen Wissenschaftler, großartigen Menschen und Freund - Dein Impact und die Erinnerung an Dich und Dein "never give up" bleiben!
Volker Mosbrugger (FEdA / Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung)
Mit großer Bestürzung habe ich eben von Sepps Tod erfahren. Der Schock sitzt noch tief. Ich kannte dich aus dem FIFB-Projekt, in das du als Koordinator eingestiegen warst - meines Wissens deine erste Stelle dieser Art, mit recht frischer Promotion aus den Philippinen eingeflogen. Du hattest den Laden schnell im Griff: ein großer, freundlicher, ruhiger, zugewandter Mensch, dem trotz Vorbehalten schnell allerseits die Türen geöffnet wurden. Deine späteren Forschungen und übergeordneten Publikation sind für mich ein fast regelmäßiges Arbeitsmittel. Du wirst uns fehlen, lieber Sepp.
Andreas Sundermeier (Bundesanstalt für Gewässerkunde, Koblenz)
Mach es gut, lieber Sepp. Ich werde immer an deine Herzlichkeit, deinen Humor, deine Ausstrahlung, deine unzähligen Schmetterlingsgeschichten, dein chaotisches Büro und die tolle Zusammenarbeit denken. Danke!
Thomas Schmoll (Autor und Literaturagent)
I will always remember you for your excellent and friendly coordination of EU projects with always good humor. You were the driver in the internationallization of many of us. I own you a lot! My condolences to your family and close friends.
Montserrat Vilà (Estación Biológica de Doñana (EBD-CSIC)
Ich bin tief betroffen von Josef Setteles Ableben. Mit ihm verlieren wir einen in der Öffentlichkeit unermüdlichen Kämpfer für die Biodiversität!
Thomas Frank (BOKU University Vienna)
Ich bin sprachlos. Mit Sepp geht ein ganz grosser. Seine Fachkompetenz, sein Engagement und seine Herzlichkeit werden uns allen fehlen. Mein tiefstes Beileid.
Thomas Tscheulin (Universität der Ägäis, Griechenland)
Dies ist eine erschütternde Nachricht, über die ich mehr als einmal nachdenken musste, um ihre ganze Tragweite zu begreifen. Die mehr als dreißig Jahre unserer Kameradschaft und Zusammenarbeit enden hier aber nicht. Wie für so viele andere Kollegen warst und bleibst Du für mich eine Quelle der Inspiration, ein Vorbild im Denken und im Handeln, welches sich voll und ganz dem Verständnis und dem Erhalt der biologischen Vielfalt und der natürlichen Welt gewidmet hat. Gemeinsam mit den Schmetterlingen, die Dir so sehr am Herzen lagen, wirst du stets bei uns sein. Auch die Babeș-Bolyai-Universität in Cluj betrauert den Verlust eines geschätzten, engen Kollegen. Unser Beileid geht auch an Deine Familie. Wir sind in tiefer Trauer und Anteilnahme mit Ihnen verbunden.
László Rákosy (Babes-Bolyai Universität, Cluj, Rumänien)
Lieber Sepp, ob beim Biodiversitätspreis für die Wirtschaft oder beim UBi-Dialogforum, mit Dir zu arbeiten, hat mir immer große Freude gemacht. Deine unkomplizierte, direkte und zugewandte Art, Dein erfrischender Humor und Deine Menschlichkeit werden mir fehlen. Mach's gut, Sepp. Viel Kraft wünsche ich den Angehörigen, Freunden und Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern.
Ulrike Liebchen (ehemals Biodiversity in Good Company Initiative e.V.)
In Erinnerung an einen begeisterten Wissenschaftler - wir werden dich vermissen!
Claudia Schütze (Umweltbundesamt)
Sepp das war viel zu früh - mit dir verlieren wir nicht nur einen herausragenden Wissenschaftler und engagierten Fürsprecher für die Biodiversität, sondern auch einen geschätzten Kollegen, Co-Autor, Projektpartner und Freund.
Wir sind Sepp von Herzen dankbar, dass er den Aufbau des HIFMB Transferbüros mit seiner Expertise, seinen Ideen und seiner Unterstützung begleitet hat. Wir werden seine wissenschaftlichen Impulse, seine Bereitschaft zuzuhören und seinen Erfahrungsschatz sehr vermissen. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und allen, die ihm nahestanden.
Ute Jacob & Doro Hodapp (im Namen des HIFMB Transferbüros)
Leben und Bedeutung. Denke ich an unser gemeinsames Exoten-Studium Agrarbiologie an der Universität Hohenheim, erinnere ich mich an denkwürdige Exkursionen und die vielen großartigen Lehrer. Studierende, die heute mal auf die Schnelle den Bachelor machen, könnten sich fragen, ob es nicht doch etwas Gutes hatte, wenn du bei Pflanzenexkursionen immer unauffindbar warst, weil du gerade wieder irgendwelchen Faltern nachgesprungen bist...
Horst Tremp (Limnoterra)
Seine fast lässige, unaufgeregte und doch maximal kompetente Art ist mir unvergesslich.
Walter Schön (Ehrenmitglied Lepiforum e.V.)
Lieber Sepp, seit dem Jahr 2014 warst du in die Arbeit des Weltbiodiversitätsrats IPBES in verschiedenen Rollen eingebunden - vom koordinierenden Leitautor in verschiedenen Assessments über den Co-Chair im Globalen Assessment (2019) bis hin zum Mitglied im Multidisciplinary Expert Panel (seit 2022). Und auch dort hast du als Mensch, exzellenter Wissenschaftler, geduldiger Verhandler und gefragter Kommunikator tiefe Spuren hinterlassen. Das zeigt nicht zuletzt die große Anteilnahme im IPBES-Kondolenzbuch, auf das wir in diesem Rahmen gern verweisen möchten.
Pressestelle UFZ
Lieber Sepp, mit Dir verlieren wir einen herausragenden Wissenschaftler und einen großartigen Menschen. Deine Offenheit, Hilfsbereitschaft und Dein Engagement werden mir in guter Erinnerung bleiben. Mein tiefes Mitgefühl gilt Deiner Familie und allen, die Dir nahestanden.
Luis Samaniego (UFZ, Department Hydrosystemmodellierung)
Sepp, du warst immer eines meiner Vorbilder. Ein Mentor, der mich auf meinem Weg seit der Schulzeit regelmäßig mal mehr mal weniger begleitete. Du wirst uns fehlen. Deine Philosophie, dein Engagement, die Gelassenheit und doch auch mal harten Worte - immer aber auch das verbindende suchend und mit einem Lächeln im Gesicht. Tatsächlich musste ich die letzten Tage immer wieder einmal an einen spaßigen Moment auf einer gemeinsamen Autofahrt zu deinen Untersuchungsflächen in der Pfalz zurück denken. Und jedes Mal wieder musste ich schmunzeln, wenn ich so zurück dachte. Ich behalte den Moment für immer in Erinnerung - und werde immer ein Lächeln im Gesicht tragen, wenn ich an unsere gemeinsame Feldarbeit zurückdenke...
Toni Kasiske (Thünen-Institut für Biodiversität)
Auch wenn wir uns die letzten Jahre etwas aus den Augen verloren hatten, war es immer beruhigend zu wissen, dass Du Sepp im Hintergrund da bist und bereit stehst einem wertvolle Auskunft oder Hilfe zu geben, wenn es mal wieder wo diskursiv wurde. Ja, Lücke ist wohl das fast richtige Wort oder gar eher Leerstelle, die kaum zu füllen sein wird. Danke einen (kleinen!) Teil miteinander gegangen zu sein. Viel Kraft und Erfolg allen die nun nachrücken müssen um sein Werk weiter ausfüllen zu dürfen. Danke für das Engagement für Vielfalt, Lebensqualität, Ökosystemleistungen und Naturschönheit kurz Biodiversität.
Andreas Zehm (Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV))
Schade, hätte ihn gerne nochmal gesprochen. Wir haben einst zusammen das Abitur gemacht.
Mein Mitgefühl für seine Familie!
Barbara Unseld (privat)
Lieber Sepp, wir beide gehören zu denjenigen, die in den Anfangsjahren des UFZ ein neues Forschungsverständnis entwickelten, nämlich Natur- und Sozialwissenschften respekvoll zusammenzudenken. So haben wir uns u.a. über die Arbeitsbedingungen der Menschen auf den philippinischen Reisfeldern ausgetauscht. Es folgten viele wertvolle Begegnungen. Die Erinnerung bleibt.
Sigrun Kabisch (UFZ, Stadt- und Umweltsoziologie)
Ich bin sehr traurig - er und seine Forschung werden sehr fehlen. Eine immens wichtige Stimme ist verstummt. Seinen Angehörigen wünsche ich ganz viel Kraft dafür, damit umzugehen, dass er nicht mehr für sie da sein kann…
Corinna Hägele (EduFarm GmbH, Parents und Berlin for Future und Viele mehr)
Wir wünschen der Familie und Freunden unser tiefstes Mitgefühl und Beileid! Sepp war ein großartiger Mensch. Als seine ehemalige Doktorandin und Postdoktorandin hat er meine wissenschaftliche Karriere sehr geprägt. Ich habe viel von Sepp gelernt. Er hat es immer geschafft, eine Lösung zu finden und wegweisende Ratschläge zu geben. Sein plötzlicher Tod ist ein Schock, und wir sind in tiefer Trauer.
Cornelia Sattler und Julian Schrader (ehemals UFZ, Uni Halle)
Mit großer Betroffenheit hat der NABU Leipzig die Nachricht erhalten, dass Professor Josef Settele verstorben ist. Unser Mitgefühl gilt seinen Angehörigen. Josef Settele war als Mensch ein Vorbild und als Wissenschaftler ein Wegbereiter. Mit seiner Forschung und seinem öffentlichen Auftreten lieferte er wichtige Argumente für den Schutz der Biologischen Vielfalt und des Klimas und betonte stets, dass beides untrennbar zusammengehört. Das ist ein Ansatz, dem auch der NABU Leipzig folgt. In seinem „wilden Garten“ in Halle hat Josef Settele demonstriert, wie man auch im eigenen Alltag diese Prinzipien umsetzen kann. Mit „Citizen Science“ gewinnt der Naturschutz wertvolle Daten, um die Arten wirksam zu schützen und ihre Entwicklung zu verfolgen sowie Menschen mit der Artenvielfalt vertraut zu machen und für den Schutz der Lebensräume zu begeistern. Das ist ein besonders wertvoller und nachahmenswerter Ansatz im Naturschutz – Josef Settele war ein Vorreiter dieser Idee.
2024 freuten wir uns bei einem gemeinsamen Termin in der Luppeaue über die Wiederentdeckung einer in Sachsen ausgestorbenen Wildbienenart. Dieser Nachweis zeigt, dass konsequenter Schutz der Lebensräume die essenzielle Grundlage im Artenschutz ist, und dass artenreiche Kulturlandschaften, die naturverträglich gepflegt und erhalten werden, einen besonders wichtigen Beitrag zum Schutz darauf angewiesener Arten leisten. Josef Settele war dem NABU eng verbunden. Als Mitglied des NABU-Kuratoriums stand er den Naturschutzmacher*innen als wissenschaftlicher Berater zur Seite. Es ist schade, dass seine gewichtigen Argumente und Erkenntnisse nicht noch konsequenter in politisches Handeln eingeflossen sind. Sie sind ein Vermächtnis, und wir werden uns weiter für Biodiversitäts- und Klimaschutz einsetzen. Seine Stimme und seine Überzeugungskraft werden fehlen, seine Erkenntnisse und Mahnungen bleiben.
René Sievert (NABU Leipzig)
Lieber Sepp. Ich war zutiefst getroffen von dieser Nachricht. Es war immer wieder ein angenehmes Arbeiten mit dir. Ich habe vieles gelernt und hätte mir eine weitere Zusammenarbeit mit dir sehr gewünscht. Deine Standhaftigkeit im Sturm der populistischen Medien, deine Professionalität im Umgang mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und deine Art, Dinge auch außerhalb des wissenschaftlichen Diskurses konstruktiv anzusprechen haben mich sehr beeindruckt. Danke, dass ich dich kennenlernen durfte.
David Eichenberg
Über viele Jahre hatte ich das Glück, Josef Settele im Präsidium der Akademie als wichtigen Berater und hervorragenden Wissenschaftler zu haben. Er hat durch seine bodenständige und herzliche Art seine wichtigen wissenschaftlichen Erkenntnisse in Sachen Biologische Vielfalt und Biodiversität immer für alle verständlich präsentiert. Die Akademie hat Sepp Settele sehr viel zu verdanken. Ich bin sehr traurig und ich werde seine humorvolle Art sehr vermissen.
Dieter Pasch (ehem. Direktor der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege)
Der plötzliche Tod von Josef Settele hat mich sehr erschüttert. Ich habe ihn in den 1990ern, kurz nach seinem Start beim UFZ, im Rahmen der Arbeit des GFÖ-Arbeitskreises "Agrarökologie" als offenen Kollegen kennen und schätzen gelernt. Er war einer der wenigen, die es geschafft haben, gekonnt Wissenschaft und naturschutzpolitisches Handeln miteinander zu verknüpfen und komplexe Sachverhalte prägnant und leicht verständlich zu erklären. Seine Stimme wird im nationalen und internationalen Artenschutz und der Biodiversitätsförderung fehlen und in ihrer Art nicht zu ersetzen sein. Seinen Angehörigen gilt mein tiefes Mitgefühl.
Wolfgang Büchs (Universität Hildesheim)
Die vielen herzlichen Worte in diesem Kondolenzbuch sind mehr als nur Zeilen; sie sind ein Zeugnis für einen besonderen Menschen. Josef Settele war eine wahre Größe im Naturschutz. Er blieb sich dabei immer treu: bodenständig, ohne jede Eitelkeit und mit einer klaren, ehrlichen Stimme. Er wusste zu kämpfen, weil er wusste, dass der Schutz unserer biologischen Vielfalt nicht mehr und nicht weniger als die Existenzgrundlage der Menschheit ist. Und er tat dies im karierten Hemd und seiner Lederweste, immer mit einer Prise Humor, die uns alle inspiriert hat. Wir werden ihn sehr vermissen.
Wolfram Adelmann (Bayerische Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege)
Es ist unfassbar und sehr traurig: Sepp hinterlässt eine große Lücke - menschlich wie fachlich und das mit seiner immer freundlichen, beharrlichen und humorvollen Art. Ich bin sehr dankbar, ihn bei verschiedenen Gelegenheiten erlebt und mit ihm auch zusammengearbeitet zu haben und werde ihn vermissen.
Margret Binot-Hafke (DLR Projektträger)
Zuallererst mein aufrichtiges Beileid an die Familie, aber auch an das Team im UFZ. Als ich die Nachricht vernahm, war ich erst mal baff und musste innehalten. Lieber Sepp, die Lücke, die Du hinterlässt, wird schwer zu schließen sein. Ein großer Dank für Dein Engagement in der lepidopterologischen Forschung im Speziellen und für die Natur im Allgemeinen. Wir hatten nicht sooo viel miteinander zu tun, aber wenn, bleibt das als sehr angenehm in der Erinnerung.
Uwe Fischer (Entomofaunistische Gesellschaft)
Liebe Doris, lieber Sam, wir möchten Euch unser tiefes Mitgefühl und Beileid aussprechen. Es ist unfaßbar traurig, dass Sepp gestorben ist. Ihr hattet so viel Schönes vor und wolltet das Leben weiter machen. Mein Kennenlernen mit Sepp begann mit dem bislang größten EU Projekt am UFZ "ALARM", das Sepp koordinierte und all die vielen Menschen, Charaktere, Fachrichtungen und die wissenschaftlichen Arbeiten genial zusammenhielt. Danach folgten sehr viele weitere Projekte mit immer freundschaftlicher, wertschätzender, lösungsorientierter Zusammenarbeit, garniert mit einem Augenzwinkern und oft einer Anekdote am Rande, die alles mit Herz und Leben erfüllte. Immer konnten wir Dich fragen, wenn wir neue Schmetterlinge oder Insekten entdeckten. Ich danke Dir zutiefst dafür. Wir sind fassungslos, dass dies alles zumindest hier im irdischen Leben plötzlich zu Ende ist. Euch als Familie wünschen wir alle Kraft in dieser unendlich traurigen Zeit. Silke & Flynn
Silke Rattei (UFZ)
Über die Spuren die Josef Settele hinterlässt, wird so schnell nicht Gras wachsen.
Karl Hurle (Universität Hohenheim)
Lieber Sepp! Unerwartet und plötzlich hast du uns verlassen. Du warst ein großer Schmetterlingsfreund und hast dich dein Leben lang für ein besseres Verständnis von Insekten und ihren Schutz eingesetzt. Du hast die Begeisterung von Bürgerinnen und Bürgern in Turnhallen für Biodiversität und Naturschutz geweckt. Und du hast dich auf internationaler Bühne für den globalen Erhalte der Artenvielfalt und Natur eingesetzt. Du warst Freund, Wissenschaftler, Politiker - bescheiden und klar in der Ansage! Du wirst eine unendlich große Lücke hinterlassen, und ein noch größeres Vermächtnis! Wir werden dich sehr vermissen, und an dich denken.
Jan Habel (FB Umwelt & Biodiversität, Universität Salzburg, Österreich)
Dear Sepp, thanks for all your hard work on biodiversity conservation and the great collaboration over the years.
Yde de Jong (PESI / Fauna Europaea)
We'll miss you - just as much as we'll miss your remarkable commitment to a better world. Take good care of yourself, Sepp, wherever you are now...
Patrick Gros (Haus der Natur Museum Salzburg)
Als ich von Josef Setteles (Sepps) Tod hörte, konnte ich es zunächst nicht glauben. Wenn der Tod einen geschätzten Menschen so jäh mitten aus dem Leben reißt, fühlt sich das ungerecht an. Bei Sepp kommt hinzu, dass er noch so viel bewegen konnte und gerade in einer Zeit, in der seine Stimme dringend gebraucht wird, so plötzlich fehlt. Sepps viel zu früher Tod erschüttert alle, die ihn kennenlernen durften – als akademischen Lehrer und Mentor, als Wissenschaftskommunikator und als geachteten Fachkollegen. Wohl kaum ein anderer Entomologe unserer Zeit hatte eine solche Strahlkraft weit über die Fachgrenzen hinaus in Gesellschaft und Politik hinein. Mit Sepp verlieren wir nicht nur einen herausragenden Wissenschaftler und unermüdlichen Fürsprecher der Biodiversität, sondern auch einen zugewandten Menschen, dessen Rat, Humor, Zuversicht und Fähigkeit, Menschen zu verbinden, fehlen werden. Mein Beileid gilt allen, die ihm nahestanden, ganz besonders seiner Familie. Es fällt schwer, angesichts dieses schmerzlichen Verlustes Worte des Trostes zu finden. Mögen die vielen Erinnerungen an Sepp, an gemeinsame Gespräche, seine Herzlichkeit und seine Begeisterung für die Vielfalt des Lebens irgendwann Trost schenken. Die Lücke, die Sepp hinterlässt, ist groß. Vielleicht liegt gerade darin auch eine Verpflichtung für uns, die Zurückbleibenden: seine Arbeit fortzuführen und uns in seinem Sinne mit derselben Leidenschaft für den Schutz der biologischen Vielfalt einzusetzen. Lieber Sepp, du wirst uns fehlen – als Wissenschaftler, als Wegbegleiter und vor allem als Mensch. Was du bewirkt hast, wird weiterwirken. Und die Erinnerung an dich wird bleiben.
Oliver Schmitz (Entomologische Gesellschaft ORION Berlin e.V.)
Was für ein großer Verlust für die Wissenschaft! Zunächst wollte ich es gar nicht glauben. Bei meinen Besuchen am UFZ durfte ich über all die Jahre immer wieder viel Interessantes über Josef Settele, seine bedeutende Biodiversitätsforschung und seine Arbeiten zum Klimawandel erfahren. Die spannenden Einblicke in seine Forschung und die persönlichen Begegnungen mit ihm werden mir in guter Erinnerung bleiben. Mein tiefes Mitgefühl gilt seinen Angehörigen, Freunden und wissenschaftlichen Wegbegleitern.
Maik Veste (Universität Hohenheim und Cottbus)
Diese Nachricht lässt mich fassungslos zurück - eine engagierte Stimme für die Biodiversität ist verstummt, ein Kämpfer für den guten, richtigen Weg hat uns verlassen und hinterlässt eine große Lücke. Ich habe ihn an vielen Orten bei vielen Gelegenheiten getroffen und ihn als ruhige aber stets mahnende Stimme erlebt, der den Finger in die Wunde legte: Der Verlust von Arten, die er zusammen mit Kollegen und Kolleginnen im IPBES-Bericht schonungslos dokumentierte. Er fehlt!
Melanie von Orlow (NABU Berlin, BAG Hymenoptera)
Jeder einzelne Schmetterling wird immer ein Teil von Dir sein, lieber Sepp.
Carola Persiel
Mit Prof. Dr. Josef Settele verliert die Welt einen hoch engagierten und so unglaublich kompetenten Kämpfer für den Erhalt unserer dramatisch bedrohten Artenvielfalt, bei dem Insekten als Fundament und Schmetterlinge als Indikatoren zentral sind. Speziell Leipzig verliert einen der zentralen Naturschutzakteure und Treiber für den Erhalt oder genauer die Rettung des Leipziger Auwaldes, eines der wichtigsten Handlungsfelder vor Ort von Stadt und Region Leipzig wenn es um Naturschutz, Artenerhalt und Stadtentwicklung in Zeiten des Klimawandels geht. Ich bin sehr dankbar, dass sich unsere Wege hier immer wieder gekreuzt haben. Insbesondere als sächischer Umweltminister war Josef Settele für mich ein ganz wichtiger Treiber und Verbündeter. Leipzig und der Freistaat Sachsen verdanken ihm viel. Danke dafür.
Wolfram Günther (Sächsischer Staatsminister und stv. Ministerpräsident a.D., Mitglied des Sächsischen Landtags)
Sepp, eigentlich hast Du als unverwüstlich gegolten! Umso größer ist der Schock jetzt. Du konntest die unterschiedlichsten Geister vereinen. Wir vermissen Dich.
Ralf Bolz (silvana biome institut)
Lieber Sepp, ich danke Dir für eine sehr lange, gute und verlässliche Freundschaft sowie (viel zu kurze) gemeinsame Zeit bei Austausch zu Schmetterlingen und den großen und kleineren Herausforderungen dieser Welt. Wir verlieren mit Dir einen national wie international herausragenden Kollegen und unermüdlichen Protagonisten für die Biodiversitätsforschung und den Erhalt der biologischen Vielfalt - never give up! Mein tiefes Beileid und viel Kraft für die Familie und alle Freunde.
Christoph Häuser (Museum für Naturkunde Berlin)
Sepp, danke für Deine stete Inspiration! Europa verliert mit Dir einen großen Forscher und Fürsprecher für die Natur.
Erich Tasser (Eurac Research, Bozen)
I and my former colleagues at Furzebrook and Oxford are deeply saddened to hear this heart-breaking news. We and many others from the Macman and CLIMIT ‘families’ owe Sepp an enormous debt of gratitude for his wise, strong and kindly leadership of these major Framework biodiversity programmes. In addition to pioneering research and policy enlightenment, another of lasting legacy has been the subsequent awards of tenure at universities and Institutes across Europe (and beyond) to many former PhD and postdoc scientists whose careers were launched or inspired under his leadership. On a personal note, Sepp was a good and kind friend, highly intelligent of course and generous both professionally and personally. I shall miss him hugely, not least the little high-pitched giggle of excitement when things went well (as they so often did).
Jeremy Thomas (University of Oxford; Furzebrook Research Station)
Lieber Sepp, was für ein Schock, was für eine Tragödie, welch ein Verlust für die deutsche und internationale Wissenschaftslandschaft. Wir kannten uns vom IPCC AR5, und unsere Wege kreuzten sich immer mal wieder im Rahmen von IPCC oder IPBES. Du warst ein Grund für mich, auch als Nichtraucherin Raucherpausen zu machen. Danke für alles, und tiefes Mitgefühl an die Angehörigen, Gerrit
Gerrit Hansen (CEEP ANU)
Ich kann es noch immer nicht glauben. Unerwartet und viel zu früh bist du von uns gegangen. Vor über 20 Jahren durfte ich dich im Rahmen deines größten EU-Projektes „ALARM“ am UFZ kennenlernen. Nie wieder gab es am UFZ ein größeres EU-Projekt mit 55 Projektpartnern aus insgesamt 35 Ländern. Dein Engagement für Biodiversität, Naturschutz und Klimaschutz hat mich von Beginn an sehr beeindruckt. Du hast uns gezeigt, dass Wissenschaft und Administration auf Augenhöhe sehr gut funktionieren können. Egal, wo auf der Welt du gerade mal wieder dienstlich unterwegs warst, du hast dir immer die Zeit genommen, Dinge anzupacken und auf jede noch so kleine E-Mail zu antworten. In den allermeisten Fällen endeten deine Nachrichten mit einem freundlichen Smiley oder einfach mit „merci“. Deine wertschätzende, dankbare und freundliche Art bleibt für mich unvergessen. Die Lücke, die du am UFZ und auf der ganzen Welt hinterlässt, kann man nicht schließen. Ich bin sehr traurig, aber auch unendlich dankbar, dass ich dich kennenlernen durfte, und werde dich nie vergessen. Ruhe in Frieden, mein Freund, und ein letztes Mal merci für alles. Den Hinterbliebenen spreche ich mein aufrichtiges Beileid aus.
Karsten Zeunert (UFZ, Abteilung Forschungsförderung)
Lieber Sepp, du warst nicht nur ein herausragender Wissenschaftler, der es verstand, wichtige Themen, wie den drohenden Verlust der Biodiversität den politischen Akteuren unter die Nase zu halten, sondern hast mit Herz und Leidenschaft für eine Sache gekämpft, die von der Liebe zum Leben und unserem Planeten zeugt. Deine Nahbarkeit und Menschlichkeit verbunden mit einem klugen und wachen Geist bleibt mir sehr in Erinnerung. Dein Tod ist ein Verlust für die Wissenschaft, für das UFZ und besonders für deine Angehörigen, die mein tiefes Mitgefühl haben.
Barbara Timmel (UFZ Leipzig)
Liebe Familie, liebe Freunde und Kolleg*innen von Josef Settele, ich habe mit großer Bestürzung von seinem Tod gelesen. Ich wünsche Ihnen viel Kraft in dieser schwierigen Zeit. Josef Settele ist vor einigen Jahren unserer Einladung an die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle gefolgt und uns mit unglaublicher Offenheit und Neugier begegnet. Sehr nahbar und zugänglich hat er seine Expertise zum Thema Insekten und Biodiversität mit Designstudierenden geteilt. Er hat uns alle ausgesprochen inspiriert. Diese Inspiration lebt weiter. Unsere Wege haben sich danach noch in paar Mal gekreuzt – ich danke Josef Settele sehr für den Austausch und diese Begegnungen.
Mareike Gast (Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle)
Lieber Sepp, von der ersten Stunde meiner Schmetterlingsbegeisterung an warst du mein großes Idol. Dass ich dich über das TMD auch persönlich kennenlernen durfte, war eines meiner großen Highlights.
Danke für deine Arbeit, deine Begeisterung und deine Offenheit. Du hast unzählige Menschen für Schmetterlinge und die Natur begeistert und die Lepidopterologie für immer geprägt. Mein tiefes Mitgefühl gilt deiner Familie, Freunden und allen, die um dich trauern.
Simon Habermann (MEG / LBV)
Auch mich hat die traurige Nachricht vom plötzlichen Tod Sepp Setteles sehr überrascht. Mit Sepp verbindet mich die Erinnerung an unsere parallele Laufbahnen im Science Policy interface. Wir waren erst gemeinsam als Koordinierende Leitautoren verschiedener Kapitel im 5. Sachstandsbericht des IPCC tätig, dann folgten wir parallelen Wegen als Ko-Vorsitzende verschiedener Berichte, er im IPBES, ich im IPCC. Wir haben uns nie aus den Augen verloren und uns gerade erst aus verschiedenen Rollen im IPBES wieder häufiger getroffen. Im ersten gemeinsamen workshop-Bericht von IPBES und IPCC über Biodiversity and Climate Change 2021 war er ja auch dabei. Ich werde ihn sehr vermissen, seine kommunikative Art und sein ausgeprägter Humor werden mir in guter Erinnerung bleiben.
Hans-Otto Pörtner (Alfred-Wegener-Institut)
Sehr geehrter Herr Professor, Lieber Herr Settele, Im Jänner standen Sie noch an unserem Ausstellungsstand und wir diskutierten das Thema Artensterben. Wie unkompliziert Sie waren! Sie wollten im kommenden Jahr in unsere Kreisgruppe. 60 Personen waren nicht zu wenig für Sie, nein, Ihnen lag das Thema "Biodiversität" am Herzen. Ich danke Ihnen für Ihre Bücher, für Ihre Offenheit, dafür, daß SIe mit Vehemenz das Thema in die Öffentlichkeit brachten! Möge unser Herrgott Ihnen Aufnahme im Himmelreich gewähren!
Stefan Höpfel (Landesbund für Vogelschutz - Kreisgruppe Aichach-Friedberg)
Lieber Sepp: Das geht doch nicht! Wir sind geschockt, entsetzt und tief traurig. Noch vor kurzem warst Du bei uns um Deine jährliche Bestandsaufnahme der Feuerfalter und Ameisenbläulinge zu machen und wir haben uns auf noch viele Untersuchungsjahre gefreut. Du fehlst uns als guter Freund, herausragender Wissenschaftler und einfach als lieber Mensch. Wir werden Dein Andenken hoch halten.
Iris und Thomas (privat)
Josef war ein Wissenschafter wie wir es alle sein sollten. Seine Argumentation war immer faktenbasiert und messerscharf analysiert. Und er hat diese Meinung auch kundgetan und ist für sie mit Nachdruck eingetreten. Dabei hat er nie seinen Humor und seine Empathie verloren - ein grandioser Mensch. Mein herzliches Beileid an Freunde und Familie. Wir werden Josef in bester Erinnerung halten und seine Vorbildsfunktion weiterleben!
Michael Schaepman (Rektor, Universität Zürich, Schweiz)
Mit Betroffenheit habe ich vom Tod von Sepp Settele erfahren. Wir standen nicht in persönlichem Austausch, doch in der Schmetterlingskunde führte kein Weg an seinem Namen vorbei, und sein Engagement für Biodiversität und deren Vermittlung wird fehlen. Mein aufrichtiges Beileid an seine Familie, Freunde und Kollegen.
Sascha Koslowski (Geschäftsführer CONZYR GmbH, Mitglied im Naturwissenschaftlichen Verein Karlsruhe)
Lieber Sepp, wir alle sind fassungslos und unendlich traurig, dich viel zu früh und unerwartet als geschätzten und großartigen Kollegen verloren zu haben. Alle durften wir deine meist sehr großen, spannenden Projekte begleiten, mit denen du so viel erreicht hast. Deine wertschätzende, effektive und freundschaftliche Art hat die Zusammenarbeit mit dir stets zu etwas Besonderem gemacht, und wir haben sie sehr genossen. Wir werden dich sehr vermissen! Deine Abteilung FOR
Abteilung Forschungsförderung (UFZ)
Möge sein Wissen von uns weitergegeben und seine Überzeugungskraft nachgeahmt werden!
Thilo Schäfer (Umweltzentrum Tübingen e.V.)
Schwer zu ertragen, diese Nachricht. Sepp, die Lücke die Du hinterlässt wird so schnell keiner füllen (können). In trauerndem Gedenken an einen Großen unserer Zunft. JS
Jürgen Schmidl (bufos / bioform)
Wir als Wissenschaftlicher Beirat für Biodiversität und Genetische Ressourcen trauern um Josef „Sepp“ Settele. Er war ein herausragender Wissenschaftler und ein engagierter Vermittler der Bedeutung biologischer Vielfalt in der Agrarlandschaft - in Deutschland ebenso wie international, insbesondere im Rahmen des IPBES. Wir als Beirat haben stets vertrauensvoll und bereichernd mit Sepp zusammengearbeitet. Sein Optimismus und Humor wirkten auf viele von uns ansteckend und inspirierend. Er hinterlässt eine große Lücke in der wissenschaftlichen Gemeinschaft, aber auch als brillanter Vermittler zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft, insbesondere als Brückenbauer zwischen Naturschutz und Landwirtschaft. Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt seiner Familie und allen Angehörigen.
Maria Finckh, Inga Schleip und Jana Zscheischler (WBBGR)
Was für ein Verlust. Er hat wirklich bedeutende Spuren hinterlassen und war ein echter Menschenfreund. Es war immer eine große Freude zusammen zuarbeiten. Josef wird so fehlen. Tiefes Beileid geht an seine Familie und Angehörige, sowie enge Vertraute im beruflichen Umfeld.
Christin Liedtke (Helmholtz-Geschäftsstelle)
Lieber Sepp. Wie kann das Leben so ungerecht sein? Du hattest noch so viel vor. Du wirst uns fehlen. Dein warmes Herz, Güte und wissenschafltiche Exzellenz. Mein tiefst empfundenes Beileid an die Hinterbliebenen.
Beate Escher (UFZ)
Ich bin fassungslos und sehr traurig. Sepp habe ich immer ganz besonders geschätzt. Er ist immer zugänglich und menschlich geblieben, hatte Humor und war ein großer Lepidopterologe. Viel zu früh ist er von uns gegangen. Seiner Familie und seinen Kolleginnen und Kollegen vom UFZ sage ich mein herzliches Beileid.
Karl-Heinz Jelinek (Melanargia e.V.)
They say that butterflies are migrating, and I suppose Sepp decided to follow them somewhere. Have a good journey; we will miss you.
José M Moreno (Univ. Castilla-La Mancha)
Wir sind tief bestürzt über den Tod von Josef (Sepp) Settele und trauern um einen exzellenten Wissenschaftler, begabten Vermittler zwischen Wissenschaft und Praxis und einen ganz besonderen Menschen mit großer Weitsicht und bemerkenswerter Hilfsbereitschaft. Sepp verfügte nicht nur über einen herausragenden Wissensschatz, er teilte diesen auch uneigennützig mit vielen Menschen, die sich für die Biodiversität und den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen engagieren. Über seine umfassende wissenschaftliche Arbeit hinaus brachte er sich in zahlreichen nationalen und internationalen Gremien ein und unterstützte mit seinen kreativen Ideen viele Projekte. Wir vom Team AgriRestore der Hochschule Anhalt haben insbesondere von seinem umfassenden Wissen zur Wiederherstellung der Biodiversität und der damit verbundenen Ökosystemfunktionen in Agrarlandschaften profitiert und sind für seine fachliche Unterstützung sehr dankbar. Lieber Sepp – du hast so viele gute und wichtige Spuren auf dieser Welt hinterlassen und bist leider viel zu früh gegangen! Sabine Tischew und Christina Fischer für das gesamte AgriRestore-Team der Hochschule Anhalt
Sabine Tischew und Christa Firscher (Hochschule Anhalt)
Mein herzliches Mitgefühl für Familie und Weggefährten. Ebenso mein großer Dank für das Engagement und die Begeisterung die Sepp Settele für den Schutz unserer Umwelt und für die damit verbundene Forschung aufgebracht und damit nachhaltig wichtige Impulse gesetzt hat.
Stephan Wolf (ehem. MLU, RothRes, QMUL)
Josef was a very kind and incredible insect ecologist, and also a science and society interface policy global icon. I happened to have been in contact with Josef for almost 4 years now, but never met him until this year at CBC2026. I was already discussing proposals with Josef until this shocking news! It's indeed sad to lose an icon of such.
Gideon Gywa Deme (University of Turku, Finland / University of Jos, Nigeria)
Lieber Sepp, ich werden Dich als einen offenen, herzlichen und verbindenden Kollegen in Erinnerung behalten. Mit Deiner integrativen Art hast Du Menschen zusammengebracht und Dich mit großer Überzeugung und unermüdlichem Einsatz für den Erhalt der Biodiversität engagiert. Du hast nie aufgehört, für das zu kämpfen, was Dir wichtig war. Davon kann man viel lernen. Mein tiefes Mitgefühl gilt Deiner Familie. Du wirst uns fehlen.
Christoph-Martin Geilfus (Hochschule Geisenheim University)
Ein großer Verlust für den Naturschutz, bei uns und überall. Die Zusammenarbeit mit ihm war stets sehr gewinnbringend - ich werde ihn sehr vermissen.
Heinz Kowalski (NABU-Ehrenpräsidium)
Lieber Herr Settele, durch Ihre Arbeit haben sie Meilensteine gesetzt und unzählige Menschen inspiriert. Auch wenn ich Sie leider nicht persönlich kennengelernt habe, so waren Sie dennoch eine Größe in meinem beruflichen Werdegang und haben mich und viele andere mit Ihren Ideen geprägt. Herzlichen Dank für all Ihr Tun! Ihr Vermächtnis wird weiterbestehen in den Ideen, die Sie weitergegeben haben und in den Menschen, die Sie inspiriert haben. Mein herzliches Beileid an Ihre Familie.
Kristina Osen (Tropenwaldstiftung OroVerde)
I am shocked by this news. Sepp was such a lively wonderful person. He supported me in times that I needed help; he helped me to not give up but to stand up for that what we all love and need: Diverse nature and a stable climate. I will keep working on that with all my energy. But I will miss him a lot, even though I had not much contact with him. But knowing that there are people like him out there working on the same goals is inspiring and important to feel supported. Thank you, Sepp, for all your great work!
Maiken Winter (WissenLeben e.V. and Esbrennt)
Lieber Sepp, danke für alles, das Du mit uns geteilt hast - Dein Wissen, Dein wegweisendes Handeln, Deinen Humor und noch viel mehr. Liebe Doris und Familie, auch wenn gerade Trauer, Wut und Schmerz im Vordergrund stehen mögen, vertraut darauf, dass Die guten Erinnerungen an Kraft gewinnen werden.
Sonja Knapp (UFZ)
Prof. Josef Settele war menschlich wunderbar und wissenschaftlich exzellent. Die Heinz-Sielmann-Stiftung verliert mit ihm einen wichtigen Partner im Engagement für die Vielfalt der Arten. Er war einer unserer Träger des Deutschen Biodiversitätspreises. Wir werden Josef Settele immer in bester Erinnerung behalten, menschlich, wissenschaftlich und im Einsatz für die Schöpfung.
Fritz Brickwedde (Heinz-Sielmann-Stiftung)
Lieber Sepp, du wirst immer bei uns sein. In unseren Gedanken und in all den Schmetterlingen, die uns auf unseren Weg begegnen...Ich durfte dich damals als dein Hiwi kennenlernen und habe schon zu dieser Zeit deine herzliche, offene und unglaublich nahbare Art sehr geschätzt. Daran hat sich über all die Jahre nichts geändert. Du hattest immer ein offenes Ohr, hast andere unterstützt und bist ihnen stets auf Augenhöhe begegnet. Du warst nicht nur ein außergewöhnlicher Wissenschaftler, sondern vor allem ein unglaublich guter Mensch. Danke für alles, lieber Sepp. Du wirst mir fehlen! Mein aufrichtiges Mitgefühl gilt deiner Familie und deinen Freunden.
Anna-Maria Madaj (iDiv/UFZ)
Manche Schmetterlinge fliegen länger... Ihre Inspiration wirkt nah und fern. Gute Reise vom Störmi
Frank Beutner (UferLeben Störmthaler See e.V.)
Lieber Sepp, Ich bin zutiefst geschockt und getroffen. Letzte Woche saßen wir noch gemeinsam in einem Zoom. Mit dir haben wir wen sehr wichtiges verloren, sowohl in der Sache aber auch als Menschen. Du hast dir immer Zeit genommen und viele junge WissenschaftlerInnen unterstützt. Auch mich. Vielen Dank für Alles! Martin
Martin Husemann (Staatliches Museum für Naturkunde Karlsruhe)
Lieber Sepp, liebe Angehörige, das ist zu traurig, auch für unsere Community, und mir fehlen einfach die Worte. Jetzt sollten wir alle einmal innehalten. Das wäre dann Sepps letzte gute Tat, wenn das gelingt.
Robert Trusch (Staatliches Museum für Naturkunde Karlsruhe)
Ich bin tief erschüttert und kann es kaum glauben. Du, mit Deiner unerschütterlichen Gelassenheit, Deinem Frohsinn und Deinem unermütlichen Einsatz in der Wissenschaft und für die Welt. Mir fehlen die Worte. Das tut mir so unendlich leid, wir werden Dich alle vermissen. Als Mensch, als Wissenschaftler und als Freund. Meine tiefempfunde Anteilnahme mit Frau Vetterlein und der Familie. Leider gibt es kaum Worte, die trösten können.
Annett Lindner (UFZ)
Lieber Sepp, es fühlt sich noch gar nicht so lang her an, dass wir in größerer Runde Deinen 60. Geburtstag gefeiert haben - am UFZ, bei schönstem Sonnenschein. Für Deinen Ruhestand im kommenden Jahr hätten wir uns sicherlich auch etwas Geselliges überlegt und mit vielen Anekdoten (von denen es einige gab) an deine Zeit am UFZ zurückgedacht. Aber wenn wir ehrlich sind: so ganz ohne die Wissenschaft hättest Du es wahrscheinlich gar nicht lange ausgehalten. Ich wünsche vor allem Doris und der ganzen Familie viel Kraft für diese schwere Zeit.
In tiefer Anteilnahme, Julia.
Julia Schmidtchen (UFZ)
Es gibt wenige Menschen, die von ihren Monitoring-Flächen vor Ort bis zu IPBES Teams global so viel bewirkt haben, und so vermisst sein werden. Als verantwortungsvoller Wissenschaftler, kluger Botschafter und vor allem als offener, respektvoller, fröhlicher Mensch. Ich sende mein herzliches Beileid und wünsche Sepps Familie, Freund*innen und Kolleg*innen viel Kraft für schwere Tage, und uns allen fürs Weitermachen!
Franziska Tanneberger (Greifswald Moor Centrum GMC)
Seit 1998 immer ein witzig-scharfes Sprüchlein vor der Tür irgendeiner Tagung. Wird mir vermutlich fehlen! Ich wünsche deiner Familie die nötige Kraft!
Stefan Brunzel (Fachhochschule Erfurt)
Lieber Sepp, die Nachricht von deinem Tod ist nun schon mehrere Stunden alt und ich bin immer noch vollkommen fassungslos. Ich kann mich an dieser Stelle nur nachträglich für die immer sehr gute Zusammenarbeit bedanken, für deine Freundlichkeit, deinen immerwährenden Respekt, deine Menschlichkeit und Zugewandtheit. Ich bin in Gedanken bei deiner Familie, Freunden und Kolleg:innen und wünsche allen viel Kraft und Zuversicht, von denen Du immer so viel ausgestrahlt hast.
Sina Löschke (ex AWI/IPCC)
Ich bin wohl keine Wissenschaftlerin, habe aber gerne verfolgt was er zum Artenschutz der Insekten etc veröffentlicht hat- und versucht in unserem Garten umzusetzen. Menschen die über gewisse Dinge aufklären sind wichtig. Es tut mir sehr leid, dass diese Stimme nun verstummt ist, mein Beileid.
Elke Krämer (Stadtführerin, Frankfurt Main)
Fassungslos müssen wir als Vorstand der Deutschen Gesellschaft für allgemeine und angewandte Entomologie e.V. so plötzlich Abschied nehmen von unserem Vorstandsmitglied und Vizepräsidenten Prof. Dr. Josef "Sepp" Settele. Mit Sepps Tod verlieren wir eine zentrale, verlässliche, kompetente und versöhnliche Persönlichkeit – jemanden, der sowohl motivierend als auch kooperativ war – und der sein gesamtes Wissen, seine Erfahrung und seine Leidenschaft dem Erhalt der Artenvielfalt auf diesem Planeten gewidmet hat. Und das verbunden mit tiefgründigem Humor und einem klaren Bekenntnis zu konstruktivem Dialog. Für die DGaaE und die gesamte Entomologie war er bekannt als exzellenter Schmetterlingskenner und charismatischer Botschafter für gelebte Biodiversitätsforschung und im Kampf um den Erhalt der biologischen Vielfalt ein unglaublicher Motivator und Wegbereiter. Ein unfassbarer Verlust für uns – lieber Sepp, wir werden dich nie vergessen! Unser tiefstes Mitgefühlt gilt seiner Familie.
Der Vorstand der DGaaE (Annette Herz, Präs.) (Deutsche Gesellschaft für allgemeine und angewandte Entomologie e.V.)
Mit ihm geht ein leidenschaftlicher Wissenschaftler, der aber immer auch gleichzeitig durch seine Herzrlichkeit und Menschlichkeit beeindruckte. Ich bin dankbar,ihn kennengelernt zu haben.
Thomas Seifert (Universität Freiburg)
I met Sepp in Siegburg in 2014. He was this tall figure at the back of the room, wearing his signature vest. Since then I have had the privilege of getting to work very closely with him in various projects - but namely both the IPBES Pollination and Global Assessment. For every time there was a frenzied/panicked moment from me, it was met with a cool, positive response from Sepp. I will miss him very much and my sincerest condolences to his family and everyone out there suffering from this loss. <3
Hien (FAO)
Lieber Sepp, was für ein Schrecken! Wir kannten uns aus den Anfangszeiten des UFZ und ich habe immer gestaunt darüber, was Du alles erreichen und bewirken konntest in einem Arbeitstag und einer Arbeitswoche … und jetzt in einem so kurzen Leben. Und Du hattest Spass dabei und hast diesen Spass auch geteilt und weitergegeben an die Menschen, die mit Dir zu tun hatten. Das hätte noch lange so weitergehen müssen!
Felix Herzog (ehem. UFZ)
My deepest condolences to his wife, Doris, and to his daughter. Rest in peace, Sepp.
Victor Asio (Visayas State University, Leyte, Philippines)
Josef has been for many years a great source of inspiration for me, particularly for his work on butterfly conservation and ecology. It was a nice surprise to meet him a few months ago and discover that, beyond being a great scientist on paper, he was also truly personable. We had some good laughs, and he shared invaluable feedback. He will be sorely missed.
Federico Riva (Carleton University)
Liebe Familie, Kollegen und Freunde von Sepp, liebe Schmetterlinge! Mein Beileid von Herzen für diesen großen Verlust - für uns alle. Immer eine solche Freude auf Sepp zu treffen. Bei all den ewigen Sitzungen, Gremien, Programmen und Papieren dann doch was zum Freuen, Lachen, Planen, Nachdenken und Mitnehmen. Von Sepp überbracht. Und viele schöne Erinnerungen. Auch an Dein unermüdliches Engagement für die Öffentlichkeit, wie bei Silbersalz in Halle. Danke Dir, lieber Sepp.
Antje Boetius (Monterey Bay Aquarium Research Institute, Moss Landing, Kalifornien)
Die Nachricht von Sepps Tod macht mich zutiefst traurig, und meine Gedanken sind nun bei seiner Familie. Ich habe ihn als warmherzigen, humorvollen und - im besten Sinne - unkonventionellen Kollegen in Erinnerung. Keine Deadline war zu kurzfristig, keine Nachtschicht zu spät, keine Idee zu verrückt. Er hat viele Erfolge gefeiert, und von den dazugehörenden Niederlagen hat er sich nie unterkriegen lassen. Sepp, Deine Stimme wird fehlen, in Gesellschaft, im UFZ und im Privaten. Du bleibst vielen und mir ein Vorbild.
Michael Beckmenn (BTU Cottbus-Senftenberg)
Meine Güte, Lieber Sepp, ist das ein Schlag. Dein ehrliches Engagement hat mich von Anfang an sehr beeindruckt und ich habe jeden Moment mit Dir in guter Erinnerung. Du wirst uns fehlen. Ich möchte auch meine Anerkennung gegenüber Deiner Familie aussprechen, die Dich ganz offensichtlich sehr unterstützt hat und Dir den Freiraum für dein unglaubliches Engagement gegeben hat.
Karsten Rinke (UFZ, Dept. Seenforschung)
Damit Wissenschaft in der Gesellschaft wirklich tief wirken kann, braucht Sie ein menschliches Anlitz. Hierfür Stand Josef Settele. Zu oft wirkt Wissenschaft perfekt, technisch und für die meisten Menschen unverständlich. Ich erinnere mich noch an ein interview mit Herrn Settele in dem er mit erzählte, wie Wissenschaft wirklich gemacht wird, von Menschen, in konkreten Lebensumständen. Vielen Dank für deine motivierende und lebensbejahende Art, die viel Positives in mir und vielen Menschen bewirkt hat. Wie ein Flügelschlag eines Tagfalters!
Johannes Timaeus (Abteilung für Umwelt-, Klima- und Naturschutz, Stadt Ratingen)
Es gibt zu wenig Menschen wie Sie es waren! RIP
Gerald Brünink (Informa)
Mein allerherzlichstes Beileid gilt der Familie, den Freunden und den engen KollegInnen von Sepp Settele.
Ich bin sehr traurig und bestürzt über seinen plötzlichen und viel zu frühen Tod. Ich kenne Sepp seit seiner Zeit an der Universität Hohenheim. Wir haben uns danach immer wieder im Kontext des Biodiversitätsschutzes getroffen, in Deutschland und an einigen anderen Orten dieser Welt. Sein Wissen, seine Freundlichkeit und sein Optimismus werden uns allen, die wir uns für den Schutz und die nachhaltige Nutzung der Biodiversität einsetzen, arg fehlen.
Roland Melisch (KfW Entwicklungsbank (ex Uni Hohenheim))
I am super sad about his sudden passing! Sepp was my supervisor of my bachelor thesis back during covid time. Albeit our brief meetings, he was but kind, friendly, and knowledgeable individual. May he rest in peace.
Paulina Tjandraputri
Es ist mir eine Ehre, Prof. Settele bei der Verleihung des Euronatur Preuses 2021 persönlich getroffen zu haben und seine Leidenschaft für die Bewahrung der Vielfalt der Natur erleben zu können.
Gudrun Steinacker (Botschafterin a.D.)
Lieber Sepp, es ist so traurig! Gerade noch, gerade drei Wochen her, da habe ich dich bei der Weidetagung in Kirchberg anmoderiert und hab, dir zu Ehren, ein Schmetterlings-T-Shirt getragen. Du hast die Keynote gehalten und warst wie immer: so freundlich, so uneitel und so zuversichtlich trotz all der traurigen Befunde aus deiner Forschung, so überzeugt, dass es sich lohnt weiterzumachen mit Naturschutz und Forschung und Politikberatung. Und am nächsten Tag bist du gleich weiter, zur nächsten Konferenz. Ach hätte ich geahnt, dass wir uns nicht mehr sehen! Wer kartiert jetzt deine Falter weiter? Farewell!
Tanja Busse (Moderatorin und Autorin)
Ein großer Wissenschaftler ist viel zu früh gegangen. Sepp Settele hat mit seiner Arbeit und seinem Engagement ungemein viel bewirkt. Bei meinen wenigen persönlichen Begegnungen beeindruckte mich besonders seine Authentizität und Bescheidenheit, die in Kontrast zu seiner wissenschaftlichen Bedeutung standen. Menschen wie er sind selten. Er wird sehr fehlen. Mein tief empfundenes Beileid seiner Familie, seinen Freunden und allen, die ihm verbunden waren.
Stephan Bartke (UBA, ehem. UFZ)
Wir sind bestürzt und traurig über den plötzlichen Tod von Sepp Settele. Sepp war ein Pfundstyp. Er hatte eine einnehmende, positive Art beim Diskutieren auf lokaler und auf internationaler Bühne. Er genoß die Tätigkeit beim Internationalen Natur- und Umweltschutz, zugleich war er unermüdlich bei der regelmäßigen Erfassung der Schmetterlinge auf "seinen Wiesen". Sepp bleibt als engagierter, nahbarer Mensch unvergesslich! Wunderbar, dass wir uns über das UFZ kennenlernen durften.
Katharina Schmidt-Loske (Leibnitz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels, Museum König Bonn)
Ich trauere um meinen hochgeschätzten Autor Josef Settele und sende mein aufrichtiges Beileid an seine Familie. Viele Jahre durfte ich mit Sepp und seinem wunderbaren Autorenteam zusammenarbeiten und das Standardwerk "Schmetterlinge - die Tagfalter und Widderchen Deutschlands" in mehreren Auflagen als Lektorin begleiten. Mit ihm geht eine Ära zuende. Mach's gut, lieber Sepp.
Ina Vetter (ehemals Verlag Eugen Ulmer)
Sepp, thanks for all the knowledge, and all the joyful moments. Our laughs stay in my heart. Sybille (aka the eye of Moscow)
Sybille van den Hove (Bridging for Sustainability)
In tiefer Trauer
Mario Harnisch (privat)
Mit Bestürzung und großer Trauer habe ich vom Tod von Prof. Dr. Josef Settele erfahren. Mit ihm verlieren wir einen herausragenden Wissenschaftler, einen überzeugenden Vermittler zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft und einen unermüdlichen Fürsprecher der biologischen Vielfalt. Seit 2023 hat Josef sich als Mitglied des NABU-Kuratoriums mit großer Expertise, Weitsicht und Menschlichkeit eingebracht. Wir werden ihn nicht nur als international angesehenen Biodiversitätsforscher in Erinnerung behalten, sondern auch als offenen, freundlichen und zugewandten Menschen, der andere inspirierte und zusammenbrachte. Mein Mitgefühl gilt seiner Familie sowie allen Menschen, die ihm nahestanden.
Jörg-Andreas Krüger (NABU e.V.)
Lieber Sepp, was für ein schwerer Verlust... Das ist so unfassbar traurig. Du wirst mir als wunderbarer Mensch & beeindruckender Wissenschaftler immer in guter Erinnerung bleiben. Mein tief empfundenes Mitgefühl gilt deiner Frau & Familie!
Kirsten Körner (ehemals UFZ)
Lieber Sepp, mit dir geht - viel zu früh - ein Vorbild. Wissenschaftlich wie menschlich. Ich bin dankbar für viele bereichernde Begegnungen, von denen mir besonders dein Plädoyer für das Mit-, nicht das Gegeneinander bleibt! Mein tief empfundenes Mitgefühl gilt deiner Familie und allen, die um dich trauern.
Christian Hof (Universität Würzburg)
Du wirst uns, der Fachwelt und der Öffentlichkeit sehr fehlen. Der unermüdliche Einsatz für die biologische Vielfalt, die Geduld mit den Menschen und der Humor sind so wertvoll gewesen und werden es noch lange sein.
Thomas Hörren (Entomologischer Verein Krefeld)
Wen frage ich denn jetzt, wenn es kompliziert wird? … Dabei hast Du mich mit Deinem Wissen regelrecht ausstaffiert. Hattest damals gesehen, dass ich mit iDiv in etwas Großes hineingeraten war, wusstest, was da auf mich zukommt. Hast mir Privatstunden in Politikansprache gegeben, das Nähkästchen geöffnet, späte Mails beantwortet, hilfreiche Menschen vermittelt, Sorgenfalten gebügelt. Hast nichts dafür gewollt und hoffentlich doch etwas erhalten. Es wird nicht aufgehen. Schnell und präzise und mit Dialekt hast Du gesprochen. Der Gehard Polt der Biodiversitätsforschung. Ich musste genau hinhören, sonst hätte ich etwas Wichtiges verpasst. – So viel Rat in all den Jahren, und nun diese jähe Ratlosigkeit. Du bist nicht mehr da – und wirst doch bleiben. Du gehörst zu den Menschen, die nicht verblassen: zu einmalig, zu stimmig, zu gut. In meinem Büro hängt dieses Bild. Wir beide im Schloss Bellevue mit Steinmeier. Ich im feinen Anzug, Du mit Lederweste über kariertem Hemd. Mein Lächeln bemüht, Deines verschmitzt. Als würdest Du mir zurufen: „never give up!“, die Grußformel am Ende Deiner Mails. Eine Trostkapsel, die ich jetzt öffne. Was war Dein Lieblingsschmetterling? Danke, Sepp!
Christian Wirth (Universität Leipzig / iDiv)
Mannnoooo, zu oft gehen die wunderbaren Menschen zu früh, wie auch du, lieber Sepp. Deine stets wohltuenden Worte und deine frische Art, uns in unserem Tun zu bestärken, werden fehlen. Abgesehen davon, dass du als wertvoller Mensch dieser Welt fehlen wirst, ist es absolut misslich, dich gerade in diesen Zeiten als starke Stimme des Naturschutzes zu verlieren!! Wir alle müssen dann wohl nochmal ne Schüppe drauf legen. In Gedenken an dich. Danke für deinen Einsatz!!
Corinna Hölzer (Stiftung für Mensch und Umwelt)
Lieber Sepp, mit großer Traurigkeit habe ich von deinem Tod erfahren. Du warst ein so feiner Mensch. LEGATO hat uns zusammengebracht und wir haben deine außerordentlichen Fähigkeiten kennenlernen dürfen. Dein professionelles Handeln in der Forschung und vor allem deine menschlichen Werte und Stärken, die all die Projekte zusammengehalten haben. Du bist ein unbeschreiblicher Verlust! Deiner Familie viel Kraft in dieser schweren Zeit. Von Herzen,
Andreas Werntze (FriedWald GmbH / UFZ Alumni)
Lieber Sepp, tier betroffen und sprachlos müssen wir feststellen, dass neben und plötzlich eine riesengroße Lücke ist - und ich würde immer das Menschliche zuerst hervorheben. Nicht, dass das Fachliche unwichtig wäre, ganz im Gegenteil. Aber Du hast es auf vorbildliche Weise geschafft, beides miteinander zu vereinen. Wie hätten Dich noch sehr gebraucht in diesen nicht einfachen Zeiten! Möge das Andenken an Dich mit jedem Flügelschlag eines Schmetterlings weitergetragen werden. Mein Beileid, auch im Namen aller Kolleginnen und Kollegen, zuallererst an Deine Familie, aber auch an alle Kolleginnen und Kollegen weltweit. Du fehlst uns jetzt schon.
Eick von Ruschkowski (Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz / BANU)
Lieber Sepp, ich kann es nicht begreifen, es war doch viel zu früh… Wir haben uns immer nur ein paarmal im Jahr gesehen, aber das über fast drei Jahrzehnte, Du hast für mich zu dem gehört, was mir lieb und wert ist in der Arbeit und darüber hinaus. Nicht vergessen werde ich Deine Herzlichkeit, Deine bewundernswerte wissenschaftliche Arbeit und auch Deine Rolle als Rembrandt in einem kleinen Kunstprojekt… Ich hoffe von Herzen, dass die Physik auch diesmal Recht hat: Nichts geht je verloren.
Ogarit (F&U confirm, Ex-UFZ)
Leider habe ich Sie nie wirklich persönlich kennengelernt. Als unumstrittene Instanz waren Sie mir aber immer gegenwärtig. Mein Beileid gilt Ihrer Familie, Ihren Freunden sowie Ihren Vertrauten und Weggefährten. Es ist eben doch nicht jeder Mensch ersetzbar.
René Kallies (UBA, ex-UFZ)
Josef war ein großartiger Botschafter für das Thema Biodiversität. Sein Tod ist ein großer Verlust für uns alle und die gemeinsame Sache.
Frauke Fischer (Universität Würzburg)
Mein herzliches Beileid an Sepp's Familie, Freunde und Kollegen. Die Nachricht von seinem unerwarteten und viel zu frühen Tod hat mich schwer erschüttert. Ich kenne Sepp seit 1997, und 1998 waren wir mit einer interdisziplinären und interuniversitären Studierenden Exkursion in der Karoo. Diese Exkursion war unvergesslich schön und spannend. Dabei zeigte sich seine intellektuelle Neugier und Offenheit, seine Fähigkeit mit ganz unterschiedlichen Menschen aus vielen Disziplinen umzugehen, sein Humor und seine Warmherzigkeit. Seitdem hat er alle diese Fähigkeiten weiterentwickelt und wurde zu dem international anerkannten Forscher den wir jetzt so vermissen. Ich habe ihn später nur noch auf CBD meetings getroffen, als er schon weltweit bekannt war. Aber prägend für mein Bild von Sepp waren unsere gemeinsamen Wochen mit der Gruppe in der Karoo. Er wird fehlen.
Irene Hoffmann (Ex FAO)
Herr Settele war für den BUND - auch in seiner offenen Art - ein nicht zu ersetzender Gesprächspartner und Ratgeber. Er wird uns fehlen.
Herbert Lohner (BUND Berlin e.V.)
Eine wirklich unglaublich traurige Nachricht. Sepp, eine derartig wichtige Stimme des Naturschutzes, ein erfolgreicher und so bedeutsamer Forscher. Aber vor allem auch ein großartiger und zugewandter Mensch, irgendwie - trotz allem - immer Ruhe und Zuversicht ausstrahlend. Es bleibt Dankbarkeit dafür, dass wir in zwei Gremien gemeinsam wirken durften. Mein tiefes Mitgefühl gilt der Familie.
Pierre Ibisch (Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde)
Wir trauern um einen Freund!
Christian Wilhelm (Universität Leipzig)
Ich habe Josf Settele vor vielen Jahren in der internationalen wissenschaftlchen Zusammenarbeit der EU rund um Biodiversitaetsproblematiken kennen und sehr schaetzen gelernt. Seine Zugewandheit in Verbindung mit grossartiger wissenschaftlicher Arbeit war ein Vorbild fuer alle. Er wird sehr vermisst werden.
Cornelia E. Nauen (frueher EU-DG Forschung, jetzt Quantitative Aquatics (FishBase, SeaLifeBase))
Lieber Sepp, wir hatten nicht oft Kontakt aber immer, wenn ich dich kontaktierte, hast du mir geantwortet zuletzt hinsichtlich IPBES-Tätigkeiten. Ich habe deine unerschütterliche Tatkraft sehr geschätzt. Dein außergewöhnliches Engagement und deine enormen Leistungen für den nationalen und internationalen Artenschutz haben Maßstäbe gesetzt und werden ihresgleichen suchen. Gerade angesichts der großen Herausforderungen, vor denen der Artenschutz steht, brauchen wir Menschen wie dich mehr denn je. Dein Wissen und Weitsicht und dein unermüdlicher Einsatz werden eine schmerzliche Lücke hinterlassen. Nun bist du nicht mehr da – es ist sehr traurig. Mein tiefes Mitgefühl deiner Familie und allen, die dir nahestanden.
Mark Auliya (Museum Koenig Bonn - Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels)
Mein tiefstes Beileid!
Marcelo Inácio da Cunha (CIFOR-ICRAF)
Lieber Sepp, im Sommer haben wir noch gemeinsam in der Auwaldstation gesessen und über die Umsetzung der Wiederherstellungsverodnung, Schmetterlingsindexe & Co philosophiert ... ich kann gar nicht glauben, dass Du so plötzlich von uns gegangen bist! Danke für Deinen wunderbaren Spirit und alles, was Du als Wissenschaftler und Mensch hier auf Erden bewegt hast. Dein Geist wird weiterleben. Mein aufrichtiges Beileid an Deine Familie und Freunde!
Jessica Stubenrauch (UFZ)
Lieber Sepp, mit dir verlieren wir einen der stärksten Verfechter der Biodiversität und des Schutzes von Bestäubern in Deutschland und Europa. Ich kann noch immer nicht wirklich glauben, dass du nicht mehr da bist. Für uns junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler warst du ein großes Vorbild, nicht nur durch deine herausragende fachliche Kompetenz und dein unermüdliches Engagement für den Schutz der Biodiversität, sondern auch durch deine menschliche Art. Du hast uns gezeigt, wie viel man mit Leidenschaft, Überzeugung, Hingabe und Güte erreichen kann. Dein Wirken wird weit über deine wissenschaftlichen Beiträge hinausreichen. Du hast Spuren hinterlassen, in der Wissenschaft, im Naturschutz und bei den Menschen, die das Glück hatten, dich kennenzulernen. Du wirst uns fehlen.
Demetra Rakosy (Thünen Institut für Biodiversität (ex iDiv/UFZ))
Liebe Doris, bei so einer Nachricht klingt alles, was man als Trost meint schreiben zu können irgendwie falsch. Daher lasse ich es, denn vermutlich gibt es keinen Trost. Es bleiben lediglich Bestürzung und Fassunglosigkeit. Aber es bleibt auch Sepps Lebenswerk und die Sichtbarkeit, die er der Bedeutung der Biodiversität und der Notwendigkeit sie zu schützen gegeben hat. Sei herzlich umarmt.
Christian Ammer (Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie, Universität Göttingen)
Mit Sepp verliere ich einen geschätzten Freund, kenntnisreichen Mentor und hervorragenden Wissenschaftler, ruhe sanft! Wir werden dich alle vermissen.
Klaus Schurian (Entomologischer Verein Apollo)
Dein Tod ein Verlust für die Gesellschaft – ein Gewinn, dass ich Dich kennenlernen durfte. Es bleiben die guten Erinnerungen. Ruhe in Frieden, lieber Sepp!
Volker Hahn (iDiv)
Lieber Sepp, tief berührt müssen wir Abschied von Dir nehmen. Deine Mitarbeit im Wissenschaftlichen Beirat Natürlicher Klimaaschutz (WBNK) hat den Beirat sehr bereichert, fachlich wie menschlich. Deine enorme Expertise, Dein Humor, Deine Sensibilität im Miteinander und Deine klare fachliche Vision als Anwalt der Biodiversität wird schmerzlich fehlen. Viel zu kurz konnten wir hier zusammenarbeiten.
Matthias Drösler (PSC und Co-Vorsitzender WBNK)
Ein unfassbarer Verlust — für die Entomologie, den Naturschutz und für seine Freunde. Sepp war ein langjähriger Weggefährte und Kollege, ein leidenschaftlicher Schmetterlingsliebhaber und Exkursionsbegleiter. Er verfügte über ein enormes Wissen und ein tiefes Verständnis der Natur, aber konnte immer staunen und sich über schöne Dinge (Schmetterlinge ...) freuen. Es war eine Ehre und ein Privileg, Dich gekannt zu haben. Du hinterlässt eine Lücke, die sich nicht schließen lässt. Mein tiefes Mitgefühl gilt Deiner Familie und den vielen Freunden - ganz persönlich und im Namen des Entomologischen Vereins zu Halle.
Joachim Händel (Martin-Luther-Universität, ZNS)
This was a most unbelievable and particularly sad piece of news! And adjust! I will always remember Sepp’s calm way to resolve the most complicated issues within the ALARM project which at the end numbered more than 250 participants; and in fact it was also Sepp’s kind temper and guidance that lead to the creation of an efficient group of pollination ecologists that went on forming the European team with so many discoveries the last 20+ years! Sepp will be missed scientifically, socially, and certainly personally by his family to whom my deepest condolences.
Theodora Petanidou (University of the Aegean)
Die Natur verliert einen Fürsprecher, wir verlieren einen besonderen Menschen. Sepp war ein Kämpfer für die Vielfalt des Lebens – geradlinig, unkompliziert, voller Tatendrang und immer mit dem Herzen bei der Sache. Viel zu früh ist seine Stimme verstummt, doch das, wofür er gekämpft hat, lebt weiter. In tiefer Anteilnahme und aufrichtiger Verbundenheit mit seiner Familie, seinen Freunden und allen, die ihm nahestanden.
Sylvia Hofmann (Museum Koenig, Bonn, Leibniz Institute for the Analysis of Biodiversity Change)
It was such a shock when I heard the unspeakable news on Friday. I had just exchanged a humorous email with him, one last time. He is irreplaceable in so many ways. Incredibly influential and experienced, with his deep, deep passion for nature and its conservation, he also was a very humble human who never made much fuss about himself. That's what makes the truly wonderful people great. This is a real shock. We met every month for the past 6 years in the German Advisory Council on the Environment (SRU). We had a way sometimes of commenting or communicating with just a look across the table, no words needed. This next Friday we were to discuss next plans we had. He had. And now - no words, just an incredible, terrible loss, way too early. He's with his biosphere now, where we all will go - into the big mystery of life. We will not forget you, Sepp. And thank you for everything. I wish those close to him all the strength in the world.
Wolfgang Lucht (PIK / HU / SRU)
Sepp, du hast ein GANZES Leben gelebt, - mit einer Kraft, die nur der Passion erwächst. Du hast dich verteilt und vervielfacht, weil deine so seltene Mischung aus Menschsein, Kompetenz, Mut, strategischer Weitsicht, Verschmitztheit und bodenständiger Direktheit nicht nur Weltendinge bewegt hat, sondern auch uns. Jede und jeden auf ihre und seine Weise. Dein so besonderes Leben und Wirken erlauben mir bei allem Schmerz keinen Gedanken an ein „zu früh“. Wir bewegen uns alle auf ihn zu: den Moment unseres Todes. Er wird für uns alle nichts anderes sein als der Richtige. Wahrscheinlich gibt es wenig Trost außer diesem. DANKE! Danke, dass wir deine unverwechselbare Stimme immer hören können werden, um in einen Dialog mit dir zu treten, um Horizonte abzutasten, Lösungen auszuloten und bei alledem einen Schatz nie aus den Händen zu geben: den (deinen) Humor der Hoffnung. Dein Leben ist ein Auftrag, auch unsere GANZ zu leben. Chapeau
Michl / Michael Mirtl (UFZ / EAA / eLTER)
Sepp - was für eine traurige und schockierende Nachricht! Ich erinnere mich sehr gern an unser erstes Treffen bei dem Hymenopteren-Kurs; und dann immer wieder bei verschiedenen Projekten (Philippinen) und Tagungen. Was für ein Verlust - mein herzliches Beileid an die Familie!
Stefan Vidal (Georg-August-Universität Göttingen)
Unvergessene Momente auf den Reisfeldern auf den Philippinen (im von Dir so sehr geliebten Banaue), in Vietnam und Malaysia – das LEGATO Projekt (2011 – 2015) hat uns alle sehr geprägt. Sepp war es, der uns in diesem einmaligen Rahmen zusammengebracht hat. Vielen Dank für Alles!
Benjamin Burkhard (Leibniz Universität Hannover)
Das ist eine wirklich erschütternde Nachricht! Gestern noch voller Leben und mit tausend tollen Plänen!
Mein Beileid für seine Frau - ich wünsche ihr viel Stärke! Sepp gehörte überzeugte durch sein fachwissenschaftliches und politisches Engagegement und durch seine große Herzenswärme. Ich war freundschaftlich verbunden. Er wird mir sehr fehlen!
Teja Tscharntke (Agrarökologie, Universität Göttingen)
Ich bin sprachlos und sehr traurig. Ich wünsche allen, die Sepp vermissen, viel Kraft, mit dem Verlust umzugehen, und viele schöne Erinnerungen an gemeinsame Erlebnisse!
Jens Jäger (Helmholtz-Büro Brüssel)
Es gibt Menschen, denen man nur wenige Male begegnet und die dennoch einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Sepp war für mich einer dieser Menschen. Seine Herzlichkeit, seine Begeisterung für die Natur und sein unermüdlicher Einsatz für die biologische Vielfalt werden mir immer in Erinnerung bleiben. Es macht mich unendlich traurig, dass seine Stimme nun fehlen wird. Was bleibt, sind Dankbarkeit, großer Respekt und die Erinnerung an einen ganz besonderen Menschen. Mein tief empfundenes Mitgefühl gilt seiner Familie und allen, die ihm nahestanden.
André Lindner (TU Dresden & UNU Resource Nexus)
In unfassbarer Trauer, tiefem Mitgefühlt mit seiner Familie, verneige ich mich. Er wird der Welt fehlen - unersetzbar.
Michael Altmoos (Ex-UFZ, heute 'Nahe der Natur - Museum für Naturschutz')
Lieber Sepp, wir werden dich sehr vermissen. Ich bin sehr dankbar, dass ich in den letzten Jahren noch ganz viel deiner Weisheit, deines Optimismus und deines Tatendrangs aufsaugen durfte. Du bist ein großes Vorbild für so viele Menschen aus aller Herren Länder und über Generationen hinweg. Dieser Verlust ist kaum in Worte zu fassen. Meine Gedanken sind mit deiner Familie und Freunden - mein herzliches Beileid.
Damaris Zurell (Universität Potsdam)
Das kam unerwartet und so viel zu früh. Ich vermisse Sie.
Ingo Brunk (Senckenberg Museum für Tierkunde Dresden)
Es tut mir so unendlich leid, dass Sepp so plötzlich verstorben ist. Ich bin sprachlos und finde es schwierig, passende Worte zu finden. Sepp hat mich sehr lange auf meinem akademischen Weg begleitet und viele wichtige Weichen mit ALARM und LEGATO gestellt. Seine Ideen und Visionen sowie seine pragmatische und gelassene Art, Wissenschaft zu betreiben, haben mich sehr inspiriert. Ich habe viel von ihm gelernt und bin dankbar für die gemeinsamen Reisen, den wissenschaftlichen Austausch und die persönlichen Gespräche. Ich werde Sepp vermissen!
Catrin Westphal (Agrarökologie Göttingen)
Lieber Sepp, ich werde unsere Gespräche in Halle auf dem Balkon vermissen. Dein plötzlicher Tod hat mich sehr geschockt. Mein tiefstes Mitgefühl und meine aufrichtige Anteilnahme gelten auch Deiner Familie.
Kai Morlock (UFZ)
What shocking news this afternoon, I still can't really believe it. Our love for butterflies was the reason we met, somewhere around 40 years ago. With others we started Butterfly Conservation Europe, where he will also be deeply missed. We will not only remember him as a scientist and butterfly lover, but also for his humour and neverlasting work for saving our worlds biodiversity. I wish his family, friends and colleagues, and all the ones who love him, a lot of strength in this dark time.
Chris van Swaay (De Vlinderstichting - Butterfly Conservation Europe)
Dear Sepp, it is deeply saddening to hear this news. What a wonderful person and what a champion for nature and science we have lost. Your energy, your inspiration. You will be deeply missed across the world, remembered by everyone who met you and by all the good you did for nature. Dear Sepp’s family, friends, and colleagues. We send our heartfelt condolences from his friends in Tartu. We share your sadness and are thinking of you.
Aveliina Helm (University of Tartu)
Sepp, Du warst nicht nur ein exzellenter Wissenschaftler, sondern Freund, Kollege, Inspiration, ja und auch Hoffnung für uns, die mit Dir die Sorge um die globale Biodiversität teilten. Du hast das Zentralmagazin Naturwissenschaftlicher Sammlungen intensiv unterstützt und uns gefestigt den Weg als Forschungs- und Dokumentationsstätte für Biodiversität unbeirrt weiter zu gehen. Du fehlst schon jetzt, hier mit Dir ist definitiv der falsche Mensch für das Überleben der Menschheit gestorben! Meine große Anteilnahme an Deine Familie, Deine Kolleg:innen und Wegbegleiter. Danke, dass Du mit uns vom ZNS befreundet warst!
Frank Steinheimer (ZNS, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)
My sincere condolences. You will be greatly missed, both as an outstanding colleague and as a wonderful person. Your impact on our scientific community and on all who knew you will not be forgotten.
Josep Peñuelas (CREAF-CSIC Barcelona)
Lieber Sepp, Dein zu früher Tod trifft mich sehr. Deine herausragende wissenschaftliche Kompetenz und Erfahrung, Deine so sympathische und unaufgeregte Art, komplexe Zusammenhänge so einfach erklären zu können, Dein Teamgeist und grandios lösungsorientiertes Handeln sowie Dein großartiger Humor werden mir sehr fehlen! Deiner Familie wünsche ich die Kraft, den sehr großen Verlust tragen zu können; mein tiefes Mitgefühl an Deine Lieben.
Andreas Bolte (Thünen-Institut für Waldökosysteme / WBNK)
Very sad news. A good friend and a great biologist. He died far too young.
Simon Spencer (European Butterflies Group)
Lieber Herr Settele, bei der Planung für den Career Day fiel der Satz "Wer soll das machen, wenn Sepp Settele nicht mehr am UFZ ist?" als es darum ging, wie gekonnt Sie mit unseren Themen und für das UFZ Wirkung in der Gesellschaft erzeugen. Als Sie mir noch am gleichen Tag meiner Einladung Ihre Teilnahme als Redner zugesagt haben, habe ich mich riesig gefreut. Ich fand das toll, dass Sie sich die Zeit nehmen wollten, um Ihre Erfahrungen zu teilen. Kaum einen Monat ist das her. Es ist schwer fassbar, wie flüchtig das Leben ist. Mein herzliches Beileid an Herrn Setteles Familie.
Stefanie Müller (UFZ)
Der frühe Tod von Josef Settele - unfassbar, traurig und ein enormer Verlust für die Biodiversitätsforschung und -kommunikation
Matthias Glaubrecht (Universität Hamburg/LIB)
Tief betroffen und traurig hat mich die plötzliche Nachricht vom unerwarteten Tod von Sepp Settele gemacht. Ich durfte Sepp Settele als humorvollen und großherzigen Menschen und Kollegen in den Anfängen des UFZ im Projektbereich Naturnahe Landschaften kennenlernen. Sepp Settele war ein einzigartiger Brückenbauer zwischen Naturschutzforschern, praktizierenden Naturschützern, Politik und Gesellschaft. Er hat maßgeblich zur Etablierung der Naturschutzforschung als anerkannte Wissenschaft in Deutschland beigetragen und es wie kaum ein anderer verstanden, die Ergebnisse der Biodiversitätsforschung auch in der breiten Bevölkerung zu vermitteln. Der Schutz der Biologischen Vielfalt als Wert an sich und als Lebensgrundlage für die Menschen war die Mission, der sich Sepp Settele in seiner wissenschaftlichen Tätigkeit, seinem zivilgesellschaftlichem Engagement und seinem Wirken insgesamt verschrieben hatte. Lieber Sepp, Deine Mission hat ein Ende gefunden, Dein Erbe, sich für den Schutz der wunderbaren Vielfalt des Lebens einzusetzen wird fortbestehen. Ich wünsche der Familie und den Menschen, die ihm nahe standen, mein herzliches Beileid.
Burkhard Vogel (BUND Thüringen)
Lieber Sepp, wir kannten uns viele Jahre und haben manche Diskussion über die Zukunft der Biodiversität geführt, meist mit ein paar Anektoden gespickt und öfters auch entspannt bei einer Zigarette. Ich habe vor allem Dein Talent bewundert grössere Gruppen und Projekte auf EU Ebene oder aussereuropäisch international scheinbar locker inhaltlich zusammenzuhalten und zu besonderen Ergebnissen zu führen. Wir werden Dich alle vermissen!
Georg Teutsch (Ex Wiss. Geschäftsführer, UFZ)
Dear Sepp, You left us far too soon. Your dedication to understanding biodiversity and to helping society appreciate its profound importance was truly inspiring. Your kindness and support for colleagues, your wonderful sense of humor, and your warm hospitality will be remembered with deep gratitude. Rest in peace, Sepp. You will be greatly missed. My heartfelt condolences to dear Doris and Sarah.
Mari Moora (University of Tartu, Estonia)
Die Nachricht von Sepps völlig unerwartetem Tod hat mich sehr getroffen und traurig gemacht. Ich habe Sepp als einen ebenso klugen wie zugewandten Forscher erlebt, dessen Rat für ich sehr geschätzt habe. Er ist eine der führenden Stimmen in der wissenschaftlichen Politikberatung weltweit und hat so unermesslich viel für die deutsche Umweltpolitik geleistet. Auch für die Biodiversitäts-Forschung und Zusammenarbeit im Helmholtz-Forschungsbereich Erde und Umwelt war er so wichtig. Ich bin dankbar für den Austausch und die Zusammenarbeit mit ihm. Seine Stimme und sein Rat werden fehlen. Mein herzliches Mitgefühl gilt seiner Familie und allen, die ihm nahestanden.
Marie Heidenreich (Helmholtz-Forum Erde und Umwelt)
Liebe Doris und Sam, Cornelia und ich sind immer noch entsetzt über die Lücke, die sich so plötzlich aufgetan hat. Sepp hat so viel Gutes bewirkt und viele Spuren hinterlassen und ich hätte es ihm sehr gegönnt, noch einen echten Ruhestand zu erleben. In all seinen unglaublich vielen Beteiligungen und Aktivitäten hat er für mich immer einen ruhigen und ausgeglichenen Eindruck gemacht und sein zugewandtes sympathisches Wesen nie verloren. Wir trauern mit euch und hoffen, dass ihr die innerliche Stärke habt oder finden werdet, mit dem Verlust umzugehen und das Gefühl der Dankbarkeit für die gemeinsame Zeit nicht verloren geht. Wir sind in Gedanken bei euch!
Mark Frenzel (UFZ)
Dear colleague and friend! The sad news of your passing comes as a complete shock. All that remains is to cherish the memory of our excellent scientific collaboration, as well as the unforgettable moments shared with our families.
Martin Zobel (University of Tartu)
Lieber Sepp, dein unerwarteter Tod schmerzt mich sehr. Du warst ein so toller und humorvoller Kollege, der in der Tat trotz seiner Höhenflüge nie die Bodenhaftung verloren und stets Zeit auch für "einfache" Fragen zu Schmetterlingen gefunden hat. Und dabei immer etwas aus dem Ärmel schütteln konnte, was in der Literatur nicht zu finden war. Du hinterlässt eine große Lücke. Ich wünsche deiner Familie viel Kraft, mit dem Verlust umzugehen.
Martin Drechsler (UFZ)
Lieber Sepp, die Nachricht von Deinem viel zu frühen Tod kam für mich völlig unerwartet. Letzte Woche wolltest du noch als MC member beim SAM des 2. GA in Bangkok teilnehmen, wie du mir im Juli schriebst. Wir haben in den letzten 25 Jahren immer wieder Kontakt gehabt, sei es zum Thema FFH-Tagfalter in Rheinland-Pfalz, zum Abenteuer Faltertage des BUND oder über IPBES und seine Gremien. Deine Expertise hat mich ebenso beeindruckt wie deine Offenheit, Gesprächsbereitschaft und Menschlichkeit. Du wirst mir fehlen! Mein Beileid und mein tief empfundenes Mitgefühl Deiner Familie!
Friedrich Wulf (AG Biodiversität des Forums Umwelt und Entwicklung, Pro Natura)
The news of Sepp’s passing hit me very deeply. Just 2 weeks ago we were in a call discussing future work on pollinators… My sincere condolences to Sepp’s family and his colleagues. Sepp will be greatly missed as an expert – and as a person.
Katarzyna Biala (European Environment Agency)
I am deeply sorry on the loss of Josef. He was an excellent manager for the ALARM project that covered a wide range of disciplines. He was enthusiastic and helpful while I was fortunate to have been included in this project, one of the most impacting at its time. Josef, my many thanks and maybe we will meet on the other side.
Dan Minchin (MOI Ireland)
Sepp hatte die Fähigkeit allein durch seine Präsenz, durch einige wenige Sätze, einen ganzen Saal mit Leuten, die sich fragten warum bin ich eigentlich hier, zu entspannen, zu motivieren, und sich auf die gemeinsame Sache zu konzentrieren, ohne zu verkrampfen oder sich in Grabenkämpfen zu verlieren. Seine Hingabe an den Erhalt und Schutz der Bioiversität war einzigartig.
Volker Grimm (UFZ)
Lieber Sepp, du hast mit uns soviel geteilt. Dein Wissen zur Biodiversität, Entomologie, Naturschutz, Politikberatung, Wissenstranfer- Kommunikation und Ehrenamt, deine Zuversicht gemeinsam Lösungen zu finden, deine Zeit und die ein oder andere Zigarette oder ein Bier in geselliger Runde. Für all diese Momente bin ich Dir dankbar. In mir herrscht grosse Stille und Traurigkeit, dass es diese Begegnungen und Gespräche nicht mehr geben wird. Mein Mitgefühl geht an deine Familie und engen Mitmenschen.
Anett Richter (ehemals UFZ)
Dear Sepp, this is such a shocking news. I feel privileged that I had a chance to work with you on the ALARM project twenty years ago, where we became friends and shared the guilty pleasure of having a cigarette together, as one of a few smokers in the consortium. I learned a lot from you and will always remember your friendly and welcoming nature, sense of humor and sharp intellect. My condolences to your family, I feel so sorry.
Petr Pyšek (Institute of Botany, Průhonice, Czechia)
Josef Settele trat erstmals mit dem Klimaatlas der Schmetterlingen in mein Leben und begleitete es fast zwei Jahrzehnte, nicht immer aber immer wieder aber unübersehbar und mit Kraft, Vision und der nötigen Portion politischer Klugheit. Mein Mitgefühl gilt zuerst der Familie und denen die en mit ihm zusammengearbeitet haben. Andere können und werden mehr zu seinem wissenschaftlichem Know-how, seinen Entdeckungen und Forschungen schreiben, zu Meilensteinen, internationaler Berühmtheit und Expertentum. Für mich bleibt er v.a. ein Mensch mit dem mich in den vielen Gesprächen über all das rationale Begründen des Artenschutzes hinaus Begeisterung, Entdeckungsfreude und das Spinnen von Ideen für jedermensch verband und die Jahre bereichert hat. Und der erzählen konnte. Denn: Deutschlands Insektenbegeisterung, vom Schmetterling bis Wildbiene, die Frage nach dem Engagement jenseits universitärer Forschung und das unermüdliche Ringen um politische Wirksamkeit: all das bleibt wirkungslos, wenn jemand nicht erzählen kann. Er konnte. Und hinterläßt auch deswegen ein Loch in der Community, den Herzen und dem Wissensschatz, ja, dieses Planeten. Jetzt, lieber Sepp, bist Du also in andere Gefilde davon geflattert und wir werden vielleicht erst in Jahren sehen, was daraus entsteht. Deine Erzählung, die wird weiterleben. Und wir mit ihr. Danke, dass Du da warst.
Magnus Wessel (BMUKN; Nationaler Artenschutz)
Das tut mir unendlich leid. Der plötzliche Tod von Sepp hat mich sehr geschockt. Er war ein wunderbarer Mensch und Kollege, und seine fröhliche, unbeschwerte Art wird mir immer in liebevoller Erinnerung bleiben. Sepp hat so viel für die Biodiversität und den Schutz unserer Umwelt geleistet. Allein dadurch, aber vor allem auch durch seine Persönlichkeit, wird er unvergessen bleiben. Seiner Familie wünsche ich von Herzen ganz viel Kraft für diese schwere Zeit. Ich hoffe sehr, dass mit der Zeit der schmerzhafte Moment des plötzlichen Ablebens etwas in den Hintergrund treten und die vielen schönen Erinnerungen an Sepp, sein Lachen und die gemeinsam erlebten Momente immer mehr in den Vordergrund rücken werden.
Heike Peters (UFZ)
May Prof. Settele's good memories live on among us!
Danial Esmaeili (UFZ)
Ich habe Josef Settele erst vor wenigen Wochen auf einer Tagung in Kirchberg persönlich kennengelernt. Was für ein warmherziger, begeisterter und uneitler Mensch. Nun muss ich erfahren, dass er plötzlich gestorben ist. Ich bin tief betroffen – nach diesem einen kurzen Treffen. Liebe Familie Settele, mein aufrichtiges Beileid. Ich hoffe, Sie haben die Kraft, das zu ertragen. Nicht nur wir Menschen, auch die Natur wird ihn vermissen.
Oliver Wittig
Mein tiefstes Mitgefühl für die Familie und die Freunde und Kollegen. Die Nachricht von Sepp’s Tod schlägt ein wie eine Bombe. So völlig unerwartet aus dem Nichts. Sepp und ich haben über mehrere Jahrzehnte zusammengearbeitet und uns verband Freundschaft und auch die Herkunft aus dem Allgäu … wir gehörten, wie Sepp scherzhaft sagte, zur gleichen ethnischen Minderheit. Ich kann es kaum fassen, dass er so viel zu früh gegangen ist. Das schlägt ein großes Loch in der Biodiversitäts und Klimawandel-Forschungsgemeinschaft. Wenn ich frustiert war über politische Rückschlage und Trägheit, gab er mir stets ein ‚never give up‘. Ein Großer und Guter ist gegangen. Ruhe in Frieden.
Karin Zaunberger (Retired from the European Commission)
Ne, Sepp, das kann doch nicht wahr sein. Diese Nachricht macht mich ganz fertig... Das ist eindeutig zu früh, es tut mir so leid für deine Familie und alle anderen, die es trifft! Ich habe mich auf noch so manche zugeraunte Sätze im Vortragssaal gefreut, inspiriert von den vorgetragenen und diskutierten Themen und oft die Basis für wichtige Ideen, Pläne und Themen, die es später zu vertiefen galt. Und eigentlich immer noch gilt... Ich denke an dich, deine Familie und alle die dir nahe standen.
Matthias Dolek (Büro Geyer und Dolek)
Lieber Sepp, mit Dir verlieren wir einen ganz Großen – wissenschaftlich wie menschlich. Einen Menschen, der sich unermüdlich für die Natur und den gesellschaftlichen Zusammenhalt eingesetzt hat, mit Zuversicht nach vorne geblickt und für viele ein starkes Vorbild war. Du wirst uns allen und mir persönlich ungemein fehlen. Meine Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei Deiner Familie, der ich viel Kraft und Zuversicht wünsche. In großer Dankbarkeit und Verbundenheit,
Klement Tockner (Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung)
Lieber Sepp, ich kann's überhaupt nicht fassen. Wie kann das sein? Vor ein paar Tagen hast Du mir noch bei einer kniffligen Geschichte ausgeholfen. Mit Dir ist ein ganz großes UFZ-Urgestein gegangen. Und ein ganz wunderbarer Mensch. Wer witzelt jetzt mit mir über die gemeinsame allgäuer Herkunft, wer fachsimpelt mit mir über Lösungsansätze für Umweltfragen auf der internationalen Bühne. ALARM und MODELKEY haben uns damals zusammen gebracht und seitdem war es immer ein kleines Fest, Dich zu treffen. Das soll es nun nicht mehr geben? Ich habe einen ganz dicken Knoten im Hals. Wieviel schlimmer muss es für Deine Familie sein (die ich nicht kenne). Mein ganz ganz herzliches Beileid und ganz viel Kraft. Wir alle werden Sepp nicht vergessen.
Werner Brack (UFZ)
Mein herzliches Beileid and Sepp's Familie, Freunde und Kolleginnen und Kollegen. Wir haben seit einigen Jahren im Wissenschaftlichen Beirat für Natürlichen Klimaschutz zusammen gearbeitet. Sepp's Expertise, seine Schaffenskraft und seine Lebensfreude, menschliche Nahbarkeit und Lösungsorientierung haben mich sehr beeindruckt. Ich werde ihn vermissen.
Harald Grethe (Humboldt-Universität zu Berlin)
Mensch Sepp, das war doch viel zu früh. Ich werde Dich und unsere Diskussionen vermissen. Du warst mir immer ein großes Vorbild. Mein herzliches Beileid an die Familie. In tiefer Anteilnahme...
Jens Dauber (Thünen-Institut für Biodiversität)
Sepp, pourquoi faut-il que les meilleurs partent trop tôt? Sepp, warum müssen die Besten zu früh gehen? Ta simple apparition suffisait à allumer une lumière, simple, amicale, tranquille et tellement compétente et efficace. Allein deine Erscheingung reichte aus, ein Licht aus Einfachheit, Freundschaft, Ruhe, Kompetenz und Wirksamkeit anzuzünden. Bon voyage dans l'audelà et merci! Gute Reise ins Jenseits und Danke!
Sylvie Herrmann et François Buscot (UFZ, iDiv)
So sad. Over the past three years, Sepp and I had been in touch behind the scenes. We celebrated the Nature Restoration Law in Davos, knowing what a Herculean task lays ahead, and crossed paths again at events in Austria. You were a truly inspiring person: kind, critical and full of integrity. Open for questions, making time for students, and giving the most brilliant presentations! Thank you, Sepp, also for the smokes we shared and the philosophical conversations that came with them.
Rafaela Schinegger (BOKU Vienna)
Oh nein!! War mein erster Gedanke, als ich gerade die Überschrift las - wie kann das sein? Es kann, wir wissen es alle. Ich habe Prof. Josef Settele als Redakteurin verschiedentlich eingeladen zu Interviews und war von seiner sympathischen, unkomplizierten und nahbaren Art ebenso angetan wie von seiner fachlichen Expertise. Die, wie auch Ihrem Nachruf zu entnehmen ist, beeindruckend war. Habe mich allerdings auch immer gefragt, woher er die Zeit und die Kraft nahm für all die vielen Ja´s und Aufgaben, Mitgliedschaften usw. usf. Ein großer Verlust für das UFZ, ja, die deutsche Forschungslandschaft. Gar nicht zu reden von seinem persönlichen Umfeld, besonders natürlich seiner Familie. So kann ich mich den guten Wünschen, die Sie formulieren, nur anschließen. Mögen seine Projekte, sein unermüdliches Engagement auf fruchtbarem Boden gedeihen! Es sterben immer die Falschen. Ein vielleicht nicht ganz "sauber" anmutender Gedanke, ich möchte ihn an dieser Stelle dennoch anfügen.
Annette Militz (MDR)
Lieber Sepp, dass Du ein Großer bist, auf Deinem Forschungsgebiet, in der Politikberatung und der Wissenschaftskommunikation, war nicht zu übersehen, auch wenn Du es nicht ständig vor Dir her getragen hast. Den vielen Menschen, denen Du in unterschiedlichen Rollen begegnet bist, hast Du Aufmerksamkeit, Warmherzigkeit und Zuwendung geschenkt. Ich bin dankbar dafür, Deine Ernsthaftigkeit, Beharrlichkeit und Zuversicht kennengelernt zu haben – und die Leichtigkeit, den Esprit und den Schalk im Nacken, der jede unserer allgäu-schwäbischen Begegnungen zu einem Erlebnis werden ließ. Danke, und Pfiat di Gott!
Gerhard Hartmuth (UFZ)
Lieber Sepp, was wäre die Biodiversitätsforschung in Deutschland und weltweit ohne dich! Vielen Dank auch für deinen unermüdlichen Einsatz, die Biodiversität in allen Facetten für alle zugänglich zu machen. Mein Beileid für deine Familie und deine Kolleg*innen.
Cornelia Krug (Senckenberg)
Liebe Angehörige, lieber Sepp, eine Nachricht zu öffnen, deren Betreff eine dunkle Vorahnung weckt, ist schwer. Die Gewissheit danach schmerzt und macht traurig. Aber es gibt die Möglichkeit, Zeilen und Worte über dich und damit an dich zu richten. Es ist zumindest eine Chance, ein Wiedersehen zu simulieren, das nun nicht mehr möglich ist. Genussvoll denke ich an dich als Dozenten an der Universität Hohenheim zurück, an unsere Suche nach dem Feuerfalter in der Rheinebene, an eure Geschichten und Berichte aus Asien und vor allem daran, Ökologie als System zu begreifen, in dem wir Menschen tüchtig mitmischen. Es sind Erinnerungen, die ich nicht missen möchte, die mir wichtig sind und mich geprägt haben. Dafür danke ich dir. Es war schön, dass sich unsere Wege kontinuierlich gekreuzt und berührt haben. Ich hatte gehofft, dich nächste Woche in Jerewan wiederzusehen. Diese Hoffnung ist mit der Nachricht vorhin zerstoben. Und doch wird vieles von dir bleiben. Nicht nur durch dich als Lehrenden, sondern auch durch dich als denjenigen, der die richtigen Worte fand, ohne dabei oberlehrerhaft oder belehrend zu wirken. Dein Optimismus, dass wir die Dinge und die Welt, in der wir leben, verbessern können, wird bleiben. Auch dafür danke ich dir, lieber Sepp.
Jens Freitag (Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK))
Ich bin im wahrsten Sinne des Wortes sprachlos. Noch vergangene Woche haben wir darüber gesprochen, ihn bei einem aktuellen journalistischen Angebot einzubinden. Und dann kommt nun soeben die Nachricht von seinem Tod. Ich bin ihm nur zweimal persönlich, aber viele, viele Male digital, telefonisch und schriftlich begegnet. Immer wieder hat mich beeindruckt, wie schnell und verlässlich er sich die Zeit genommen hat, um mir in meiner Rolle bei meinen Anfragen zu helfen. Immer begleitet von gegenseitigem Vertrauen, einer beeindruckenden Gelassenheit auch in temporeichen Zeiten und seinem auf mich immer großartig wirkenden Humor, manchmal zwischen den Zeilen, manchmal völlig geradeaus. Ich wünsche seiner Familie, seinen Freunden, seinen Kolleginnen und Kollegen die Zeit, so zu trauern und sich zu verabschieden, wie es für jeden von Ihnen wichtig und gut ist. Ich werde ihn immer so in Erinnerung behalten, wie er auf mich gewirkt hat: bedingungslos freundlich, absolut verbindlich, immer zugewandt, immer mit wohltuendem Humor, immer unermüdlich, ansteckend begeisternd und so unglaublich verwoben mit dem ihm so wichtigen Themen. Ich bin sehr dankbar, dass ich die Erfahrung seiner Bekanntschaft machen durfte.
Silvio Wenzel (Science Media Center Deutschland)
Liebe Familie, liebe Kolleg*innen weltweit, schockiert und traurig wünsche ich Ihnen viel Kraft für die kommenden schwierigen Zeiten der Trauer. Sepp ist jemand, der exzellente wissenschaftliche Expertise, Menschlichkeit und Humor aufs Beste verbinden konnte. Wir verdanken ihm sehr viel. Auch ich werde Sepp sehr vermissen und werde seiner in Ehren gedenken.
Thomas Potthast (Universität Tübingen und EuroNatur Stiftung)
Mein herzliches Beileid an Freund, Familie und enge Kolleg:innen von Sepp Settele. Ich bin traurig und bestürzt, weil sein Tod unerwartet und viel zu früh kommt. Ich habe Sepp 2019 bei einer Diskussion in Halle kennen gelernt und war von seiner offenen, freundlichen Art sofort eingenommen. Sein Optimismus wird uns allen, die wir zum Thema Landnutzung und Artenvielfalt arbeiten, fehlen.
Sebastian Lakner (Universität Rostock)
die nachricht von sepps unerwartetem tod hat mich tief getroffen. in den vergangenen jahren habe ich mich mit sepp immer wieder zu wissenschaftlichen themen ausgetauscht und mit ihm zusammengearbeitet. ich habe dabei nicht nur seine große fachliche kompetenz und sein beeindruckendes engagement für biodiversität und umwelt geschätzt, sondern ganz besonders auch seine offene, zugewandte und verbindende art. die begegnungen und gespräche mit ihm werden mir in sehr guter und dankbarer erinnerung bleiben. mit sepp verliert die wissenschaft einen außergewöhnlich engagierten menschen und viele von uns einen geschätzten kollegen und wegbegleiter. mein tiefes mitgefühl gilt seiner familie und allen, die ihm nahestanden.
jan bumberger (UFZ / iDiv)
Sepp, Du bist zu früh gegangen. Es gibt noch allerhand für Dich zu erledigen! Alle Kollegen, bei denen Du einen bleibenden Eindruck hinterlassen hast (und das waren so ziemlich alle, die Du getroffen hast), werden nun dies für Dich tuen und dabei immer auch an Dich und Deine Erungenschaften denken. Halte Deine Hand über die, die Dein Lebenswerk fortführen. Es war mir eine Ehre Dich gekannt zu haben, auch wenn wir nicht immer der selbe Meinung waren.
Dirk Schmeller (CNRS)
Lieber Sepp, Dein plötzlicher Tod hat mich tief erschüttert. Ich habe Dich nicht nur für Deine wissenschaftliche Kompetenz geschätzt, sondern auch für Deinen Humor, Deine Offenheit und Deine Menschlichkeit. Du wirst mir als Wissenschaftler und vor allem als Mensch in sehr guter Erinnerung bleiben. Ich werde Dich vermissen. Meine Gedanken und mein tief empfundenes Mitgefühl gelten Deiner Frau und Deiner Familie.
Martin Volk (UFZ)
Ach Sepp :( Es tut mir so unendlich leid für dich und deine
Familie!!! Ich werde dich als Mentor & Freund und Experten
vermissen. Du hast gezeigt, dass der Brückenschlag von
Wissenschaft in die Politik funktionieren kann, und dass man das
immer mit einem Lächeln und auch einem Scherz im Nebensatz
wahnsinnig erfolgreich machen kann. Ich werde deine Herzlichkeit
und deine Expertise sehr sehr vermissen. Hätte gerne noch mehr
geredet. Liebe Doris, ich hab keine guten Worte. Sei lieb
umarmt! Ich wünsche dir und euer Familie viel Kraft!
Marten Winter (iDiv, ex UFZ)